Ein Aquarium einzurichten wirkt für viele Anfänger zunächst kompliziert – besonders beim ersten Aquarium. Technik, Bodengrund, Pflanzen, Wasserwerte, Einlaufphase – und überall liest man etwas anderes.
Die gute Nachricht: Mit einer klaren Struktur und der richtigen Reihenfolge ist ein Aquarium viel einfacher, als es auf den ersten Blick scheint.
In diesem Ratgeber bekommst du einen kompletten Überblick, wie du ein Aquarium Schritt für Schritt einrichtest, worauf du achten musst und welche typischen Anfängerfehler du vermeiden solltest.
Die einzelnen Themen findest du zusätzlich in detaillierten Unteranleitungen, die ich hier nach und nach verlinke.
Wenn du dich zunächst mit den wichtigsten Grundlagen der Aquaristik beschäftigen möchtest, findest du in meinem Aquarium-Ratgeber für Anfänger eine Übersicht über alle wichtigen Themen für den Einstieg.
Für die meisten Einsteiger eignet sich ein Aquarium mit 60 bis 120 Litern sowie robusten und pflegeleichten Pflanzen.

Bevor du mit dem Einrichten beginnst, solltest du dir einen groben Überblick verschaffen, welche Komponenten notwendig sind. Für ein stabiles Einsteiger-Aquarium brauchst du:
➡ Ausführliche Empfehlungen und Vergleiche findest du in den jeweiligen Unterthemen.
Du suchst noch nach einem passenden Aquarium? In meinem Vergleich der 5 besten Aquarium-Komplettsets für Anfänger unter 200 € stelle ich fünf empfehlenswerte Modelle für den Einstieg vor und zeige, worauf du beim Kauf achten solltest.
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist ein zu kleines Aquarium. Grundsätzlich gilt: Je größer das Aquarium, desto stabiler das biologische Gleichgewicht.
Für Einsteiger haben sich mittelgroße Aquarien ab etwa 60 Litern bewährt, weil:
Welche Aquarien in dieser Größenklasse besonders empfehlenswert sind, erfährst du in meinem Vergleich der besten Aquarium-Komplettsets für Anfänger unter 200 €.
Der Bodengrund bildet die Basis für Pflanzenwachstum und Optik.
Für Anfänger eignen sich:
Wichtig: Der Bodengrund sollte hinten höher aufgeschüttet werden als vorne. Das sorgt für Tiefe und eine natürliche Wirkung.
Wenn du unsicher bist, welcher Bodengrund für dein Aquarium am besten geeignet ist, findest du hier eine ausführliche Übersicht zu den verschiedenen Bodengrund-Varianten fürs Aquarium.
Eine praktische Anleitung zum Aufbau eines Aquariums findest du hier in meiner Schritt-für-Schritt Anleitung zum Aquarium einrichten für Anfänger.
Hardscape meint Steine und Wurzeln im Aquarium. Sie geben dem Becken Struktur und dienen später Pflanzen und Fischen als Orientierung. Gerade beim Aquascaping helfen kleine Werkzeuge und einfache Tricks enorm weiter – zum Beispiel Pinzetten, Sekundenkleber oder Sprühflaschen für Pflanzen und Hardscape.
Ein bewährtes Prinzip:
Du bist dir unsicher, wie viel Sand, Kies oder Soil du benötigst? Mit dem kostenlosen Bodengrundrechner berechnest du die benötigte Menge in wenigen Sekunden.
Pflanzen sind der wichtigste Bestandteil eines funktionierenden Aquariums.
Sie verbrauchen Nährstoffe, stabilisieren das System und beugen Algen vor.
Robuste Pflanzen für Anfänger sind zum Beispiel:
Besonders für den Start eignen sich robuste und pflegeleichte Pflanzen, die auch ohne zusätzliche CO₂-Anlage gut wachsen. Zusätzlich können Schwimmpflanzen helfen, überschüssige Nährstoffe aufzunehmen und das Aquarium gerade in der Anfangszeit zu stabilisieren. Möchtest du später anspruchsvollere Wasserpflanzen pflegen oder ein stark bepflanztes Aquarium gestalten, kann eine zusätzliche CO₂-Düngung das Pflanzenwachstum deutlich verbessern. Welche CO₂-Anlage für dein Aquarium die richtige ist und welche Unterschiede es zwischen Druckgas-, Bio- und chemischen CO₂-Systemen gibt, erfährst du in meinem ausführlichen Ratgeber. Damit die Pflanzen dauerhaft gesund wachsen, ist außerdem eine passende Nährstoffversorgung wichtig. Wie du Aquariumpflanzen richtig düngst und ab wann eine Düngung der Pflanzen sinnvoll ist, erkläre ich ausführlich in separaten Artikeln.
Tipp: Setze die Pflanzen vor dem vollständigen Befüllen des Aquariums ein – so lassen sie sich einfacher positionieren.
Du möchtest den optimalen CO₂-Gehalt im Aquarium berechnen? Mit meinem kostenlosen CO₂-Rechner kannst du anhand von pH- und KH-Wert den aktuellen CO₂-Gehalt deines Aquariums berechnen.
Nicht jede Pflanze passt zu jedem Aquarium. Mit dem kostenlosen Pflanzenfinder kannst du geeignete Aquarienpflanzen nach Licht, CO₂, Pflegeaufwand und Position im Aquarium filtern.
Der Filter ist das Herz des Aquariums. Er sorgt für:
Für Anfänger sind hochwertige Innenfilter oder kompakte Außenfilter ideal. Zudem ist die Wahl der richtigen und wichtigsten Filtermedien sinnvoll. Eine optimale Bestückung des Filters trägt entscheidend zu einer guten Wasserqualität und einem stabilen Aquarium bei. Für kleine Becken oder Garnelenaquarien ist es zudem empfehlenswert garnelensichere Filter zu wählen.
Die richtige Beleuchtung ist entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum. Zu viel Licht fördert Algen, zu wenig schwächt Pflanzen. In meinem ausführlichen LED-Vergleich zeige ich dir, welche Lampe für dein Setup am besten geeignet ist. Neben einer passenden Beleuchtung spielt auch die CO₂-Versorgung eine wichtige Rolle für gesundes Pflanzenwachstum. In meinem Vergleich erfährst du, welche CO₂-Anlage sich für Anfänger, Pflanzenaquarien und Aquascapes am besten eignet.
Eine Heizung ist nur nötig, wenn du tropische Fischarten halten möchtest.
Die meisten Zierfische fühlen sich bei 24–26 °C wohl.
Beim Befüllen solltest du langsam vorgehen, damit Bodengrund und Pflanzen nicht aufgewirbelt werden.
Bewährter Trick:
Weitere praktische Helfer für Wasserwechsel, Einrichtung und Pflege findest du außerdem in meinen Aquarium Essentials & praktischen Helfern.
Danach:
Nach dem Einrichten beginnt die sogenannte Einlaufphase. In dieser Zeit bilden sich wichtige Bakterien, die später Schadstoffe abbauen. In dieser Zeit entwickelt sich der sogenannte Stickstoffkreislauf, der für ein stabiles und gesundes Aquarium entscheidend ist.
Wichtig in dieser Phase:
Die Einlaufphase dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen. Nach der Einlaufphase ist das Aquarium biologisch stabil, jetzt beginnt der normale Pflege-Alltag.
Nach der Einlaufphase kannst du die ersten Fische einsetzen. Dabei ist es wichtig, die Tiere richtig einzugewöhnen, um Stress und Verluste zu vermeiden. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung findest du hier: Fische richtig einsetzen und eingewöhnen
Bevor die ersten Tiere einziehen, solltest du Wasserwerte, Beckengröße und den geplanten Besatz noch einmal überprüfen.
Du bist dir unsicher, wie viele Fische dein Aquarium überhaupt aufnehmen kann? In meinem ausführlichen Ratgeber „Wie viele Fische passen in mein Aquarium?“ erfährst du, welche Faktoren den Besatz beeinflussen und warum pauschale Liter-pro-Zentimeter-Regeln oft zu kurz greifen.
Bevor die ersten Tiere einziehen, lohnt sich ein kurzer Check. Mit dem kostenlosen Aquarium-Check kannst du Wasserwerte, Pflanzen, Technik und Besatz überprüfen.
Nach der Einlaufphase beginnt der eigentliche Alltag mit deinem Aquarium.
Ein Aquarium ist kein Selbstläufer, benötigt aber auch keinen übermäßigen Aufwand – regelmäßige, einfache Pflege reicht völlig aus.
Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehören:
Mit ein paar einfachen Helfern lässt sich die regelmäßige Pflege deutlich angenehmer und einfacher gestalten.
Mit der richtigen Pflege lassen sich viele Probleme vermeiden – auch dann, wenn du einmal nicht täglich Zeit für dein Aquarium hast, das Aquarium im Urlaub versorgen musst oder typische Wasserprobleme wie zu hohe Nitratwerte im Aquarium auftreten.
Viele Probleme entstehen nicht durch Technik, sondern durch Ungeduld oder falsche Entscheidungen. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich mit etwas Wissen und Geduld leicht vermeiden.
Die häufigsten Fehler sind:
Gerade in der Anfangszeit treten häufig Algenprobleme oder trübes Wasser auf. Diese Probleme sehen schlimmer aus, als sie meistens sind. Wenn du diese Probleme von Anfang an möglichst vermeiden möchtest, findest du in meinem Beitrag typische Fehler beim Aquarium einrichten vermeiden eine ausführliche Übersicht der häufigsten Anfängerfehler – inklusive Tipps zu Einlaufphase, Pflanzen, Filter, Beleuchtung, Wasserwerten und Besatz.
Für den Start benötigst du unter anderem:
Tipp für Einsteiger:
In meinem kostenlosen Aquarium-Einsteiger-Guide findest du diese Einkaufsliste noch einmal als praktische Checkliste zum Abhaken – ideal, wenn du dein Aquarium Schritt für Schritt vorbereiten möchtest und nichts vergessen willst.
In diesem Ratgeber hast du die grundlegenden Schritte zur Aquarium-Einrichtung kennengelernt.
Wenn du einzelne Aspekte weiter vertiefen möchtest, findest du hier Themen, die bei der Planung und Einrichtung eines Aquariums eine wichtige Rolle spielen und die ich nach und nach ausführlicher behandle:
Der Bodengrund bildet die Grundlage für Pflanzenwachstum und beeinflusst auch das biologische Gleichgewicht im Aquarium. Für Anfänger eignen sich meist Kies oder nährstoffreicher Soil, je nach geplanter Bepflanzung.
Der Filter sorgt für klares Wasser und übernimmt einen großen Teil der biologischen Reinigung im Aquarium. Für Einsteiger sind meist Innenfilter oder kompakte Außenfilter eine gute Wahl.
Pflanzen stabilisieren das Aquarium, verbrauchen Nährstoffe und helfen dabei, Algen vorzubeugen. Gerade am Anfang empfiehlt es sich, robuste und pflegeleichte Pflanzen zu verwenden.
Nach dem Einrichten beginnt die sogenannte Einlaufphase. In dieser Zeit entwickeln sich wichtige Bakterien, die später Schadstoffe abbauen.
Gerade in der Anfangszeit können Probleme wie Algen, Kahmhaut oder trübes Wasser auftreten. In vielen Fällen lassen sich diese Probleme jedoch mit einfachen Maßnahmen lösen.
Die eigentliche Einrichtung dauert bei einem kleineren Aquarium meist 2-3 Stunden. Anschließend folgt die Einlaufphase, die in der Regel 2 bis 6 Wochen dauert. Erst danach ist das Aquarium biologisch stabil.
Fische sollten erst nach Abschluss der Einlaufphase eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sich ein stabiles biologisches Gleichgewicht gebildet hat und keine schädlichen Stoffe mehr im Wasser vorhanden sind.
Beides ist möglich. Soil erleichtert Pflanzenwachstum, während Kies robuster und günstiger ist. Für Anfänger funktionieren beide Varianten, entscheidend ist die richtige Pflege.
Zu Beginn reichen 6–8 Stunden Beleuchtung pro Tag. Später kann die Beleuchtungsdauer langsam auf etwa 8–10 Stunden erhöht werden, um Pflanzen optimal zu versorgen und Algen zu vermeiden.
Je nach Qualität des Ausgangswassers und den Bedürfnissen der späteren Aquarienbewohner ist eine zusätzliche Wasseraufbereitung nicht zwingend erforderlich. Ein Wasseraufbereiter kann jedoch unerwünschte Stoffe wie Chlor oder bestimmte Schwermetalle binden und das Leitungswasser dadurch für empfindliche Tiere besser verträglich machen.
Wie viele Pflanzen du benötigst, hängt von der Größe des Aquariums, den verwendeten Pflanzenarten und der gewünschten Pflanzendichte ab. Grundsätzlich ist es sinnvoll, das Aquarium von Beginn an relativ dicht zu bepflanzen und auch einige schnell wachsende Arten einzusetzen. Sie nehmen überschüssige Nährstoffe auf und können dadurch unerwünschtem Algenwachstum entgegenwirken. Als grobe Orientierung kannst du bei einem Aquarium mit 30 bis 40 cm Beckenlänge etwa 5 bis 8 Töpfe oder In-vitro-Becher einplanen. Bei einem Aquarium mit rund 100 cm Beckenlänge können etwa 18 bis 25 Töpfe oder In-vitro-Becher sinnvoll sein.
Wenn du dein Aquarium einrichten möchtest, helfen dir praktische Rechner und Auswahlhilfen bei der Planung. Mit den kostenlosen Tools kannst du die passende Bodengrundmenge berechnen, geeignete Aquarienpflanzen finden und den CO₂-Gehalt deines Aquariums besser einschätzen.
Prüfe Wasserwerte, Besatz und Pflanzenanspruch deines Aquariums.

Berechne, wie viel Sand, Kies, Soil oder Lava-Granulat du für dein Aquarium oder Aquascape brauchst.

Berechne den CO2-Gehalt oder passenden pH-Wert für dein Aquarium oder Aquascape.

Berechne die passende Beleuchtung für dein Aquarium und Aquascape in Lumen pro Liter.

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