Aquarium umziehen oder vorhandenes Becken durch ein neues ersetzen: So gelingt der Wechsel

Neu eingerichtetes Aquarium mit Bodengrund, Steinen und eingebautem Innenfilter

Du möchtest dein Aquarium tauschen und durch ein anderes Becken ersetzen, doch das neue Aquarium soll genau an derselben Stelle stehen wie das alte? Oder du ziehst um und musst dein komplettes Aquarium mitsamt Fischen, Pflanzen und Technik an einen neuen Standort bringen?

Dann stellt sich schnell die Frage: Was passiert eigentlich währenddessen mit dem Tierbesatz und muss das neue Aquarium anschließend wieder mehrere Wochen einfahren?

Die gute Nachricht: Wenn du bereits ein eingefahrenes Aquarium besitzt, kannst du einen großen Teil der vorhandenen Filterbiologie übernehmen. Entscheidend ist dabei allerdings nicht, möglichst viel altes Aquarienwasser zu retten. Viel wichtiger ist es, die bereits vorhandene Filterbiologie zu erhalten. Besonders im eingefahrenen Filter und dessen Filtermedien sitzen zahlreiche Mikroorganismen, die für den biologischen Abbau im Aquarium wichtig sind.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Aquarium möglichst sicher umziehst oder gegen ein neues Becken austauschst.

Muss ein neues Aquarium beim Beckentausch wieder einfahren?

Normalerweise sollte ein komplett neu eingerichtetes Aquarium zunächst einfahren, bevor der vollständige Fischbesatz eingesetzt wird. Während dieser Zeit entwickelt sich unter anderem die notwendige Mikroflora im Aquarium und insbesondere im Filter. Wie der biologische Abbau dabei funktioniert, erfährst du ausführlich in meinem Ratgeber zum Stickstoffkreislauf im Aquarium.

Beim Wechsel von einem bereits laufenden Aquarium auf ein neues Becken sieht die Situation jedoch anders aus. Wenn man hier richtig vorgeht, kann der Fischbesatz im neuen Becken relativ zeitnah erfolgen. Du startest schließlich nicht vollständig bei null. Der alte Filter beziehungsweise dessen Filtermedien sind bereits mit Mikroorganismen besiedelt und sollten am besten weiterverwendet werden.

Muss das alte Aquarienwasser mit ins neue Aquarium?

Ein besonders verbreiteter Irrtum beim Aquarium-Umzug lautet, man müsse möglichst viel vom alten Aquarienwasser übernehmen, damit die wichtigen Bakterien erhalten bleiben. Das ist allerdings nicht notwendig. Die für den biologischen Abbau wichtigen Mikroorganismen leben überwiegend auf Oberflächen. Besonders viele davon befinden sich im Filter beziehungsweise Filtermaterial, aber auch Bodengrund, Pflanzen, Steine, Wurzeln und andere Oberflächen sind besiedelt.

Im Freiwasser befinden sich vergleichsweise wenige dieser Mikroorganismen.

Du kannst zwar einen Teil des alten Aquarienwassers übernehmen, damit sich die Wasserbedingungen für die Tiere weniger stark verändern. Für den Erhalt der Filterbiologie ist das alte Wasser aber nicht der entscheidende Faktor.

BestandteilBeim Beckentausch wichtig?Warum?
Eingefahrener Filter / FiltermaterialSehr wichtigGroße besiedelte Oberfläche und wichtiger Teil der biologischen Filterung
Pflanzen und Hardscape (Wurzeln und Steine)HilfreichAuf den Oberflächen befinden sich ebenfalls Biofilme und Bakterien
Alter BodengrundOptionalEnthält Mikroorganismen, muss aber nicht zwingend übernommen werden, da dies meist mit einem größeren Aufwand verbunden ist
Altes AquarienwasserFür den Erhalt der Filterbiologie eher unwichtigIm freien Wasser befindet sich im Vergleich zu Filtermaterial und anderen Oberflächen nur ein kleiner Teil der relevanten Mikroorganismen.

Ein großer Anteil frischen Wassers bedeutet daher nicht, dass das Aquarium wieder komplett neu einfahren muss. Achte allerdings darauf, dass Temperatur und Wasserwerte des neuen Wassers zu deinen Tieren passen und sich nicht stark von den alten Werten unterscheiden. Bei empfindlichen Arten oder deutlich unterschiedlichen Wasserwerten sollte die Umstellung entsprechend langsam erfolgen. Hier kann eine Mischung mit altem Aquariumwasser bzw. eine langsame Eingewöhnung der Tiere an die neuen Wasserbedingungen durchaus Sinn machen.

Aquarium an derselben Stelle durch ein neues ersetzen: Schritt für Schritt

Besonders knifflig erscheint die Situation, wenn das neue Aquarium genau dort stehen soll, wo sich momentan noch das alte Becken befindet. Das neue Becken kann schließlich nicht vorher an seinem endgültigen Standort aufgebaut und mehrere Wochen eingefahren werden, wenn der Platz dort noch belegt ist. Mit der richtigen Vorbereitung ist das aber gut machbar.

1. Einen geeigneten Übergangsbehälter vorbereiten

Bevor du das alte Aquarium leerst, benötigst du eine vorübergehende Unterkunft für deine Fische, Garnelen und gegebenenfalls andere Bewohner. Dafür eignet sich beispielsweise eine ausreichend große, saubere und für diesen Zweck geeignete Kunststoffbox oder eine Wanne.

Großer Mörtelkübel als Übergangsbehälter beim Aquarium-Umzug
Als Übergangsbehälter kann neben einer ausreichend großen Kunststoffbox auch ein sauberer Mörtelkübel verwendet werden.

Je nach Besatz und Dauer der Unterbringung benötigst du außerdem:

Stelle den Übergangsbehälter an eine ruhige Stelle und fülle ihn mit Aquarienwasser. Dekoration aus dem Aquarium kannst du ebenfalls im Übergangsbehälter unterbringen, wenn du möchtest. Dann haben deine Tiere gleich ein paar Versteckmöglichkeiten. Auch Pflanzen kannst du hier zwischenlagern. Achte nur darauf, dass deine Tiere immer noch genügend Schwimmraum haben, da so ein Behälter als Übergangslösung dient und daher meist um einiges kleiner ist als das Aquarium.

2. Den eingefahrenen Filter am Übergangsbehälter weiterlaufen lassen

Jetzt kommt einer der wichtigsten Schritte des gesamten Aquarium-Umzugs. Wenn möglich, schließt du den alten eingefahrenen Filter am Übergangsbehälter an und lässt ihn dort weiterlaufen. Dabei wäscht du den Filter und die Filtermedien nicht aus, da sonst die wichtigen substratgebundenen Bakterien verloren gehen würden.

Das hat gleich zwei Vorteile:

  1. Der Filter sorgt weiterhin für Wasserbewegung und unterstützt dadurch die Sauerstoffversorgung der Tiere.
  2. Die Bakterien im Filter bleiben möglichst gut erhalten und der eingefahrene Filter kann anschließend direkt am neuen Becken weiterverwendet werden. Dadurch muss die biologische Filterung nicht vollständig neu aufgebaut werden.

3. Fische und Garnelen in den Übergangsbehälter setzen

Anschließend fängst du die Tiere aus deinem Aquarium und setzt sie vorsichtig in den vorbereiteten Behälter um. Lass dabei so viel Wasser wie möglich ab, dadurch kannst du die Tiere leichter aus dem Becken fangen.

4. Das alte Aquarium abbauen

Sind die Tiere sicher untergebracht und läuft der Filter im Übergangsbehälter, kannst du das alte Aquarium in Ruhe abbauen. Wenn du Pflanzen und Dekoration wiederverwenden möchtest, kannst du sie ebenfalls in den Behälter zu den Tieren geben, oder in einem separaten Eimer unterbringen.

Möchtest du alten Kies oder Sand wiederverwenden und ist dieser stark mit Mulm zugesetzt, kannst du ihn bei Bedarf vorsichtig mit zuvor entnommenem Aquarienwasser durchspülen. Eine intensive Reinigung ist nicht notwendig. Stark zerfallener Nährboden oder älteres Soil würde ich dagegen eher erneuern, da es beim Herausnehmen häufig stark zerfällt und viel Schmutz verursacht.

Pflanzen sollten währenddessen feucht gehalten werden und nicht austrocknen. Auch Hardscape kannst du feucht lagern, wenn du möglichst viel des vorhandenen Biofilms erhalten möchtest.

5. Das neue Aquarium aufstellen & einrichten

Jetzt stellst du das neue Aquarium an seinen endgültigen Platz. Kontrolliere unbedingt, ob Unterschrank und Standort für das Gewicht des neuen Aquariums ausgelegt sind und das Becken entsprechend den Herstellervorgaben aufgestellt wird. Danach kannst du das Aquarium wie gewohnt einrichten. Dabei kannst du dir ausreichend Zeit lassen. Deine Tiere sind im Übergangsbehälter gut untergebracht. Ist der Übergangsbehälter ausreichend groß und entsprechend gefiltert sowie bei Bedarf beheizt, können die Tiere dort auch einige Zeit untergebracht werden. Trotzdem solltest du Wasserqualität und Verhalten der Tiere regelmäßig kontrollieren und die Zwischenunterbringung nicht unnötig verlängern.

Wenn du dein neues Becken komplett neu planst, findest du in meinem Ratgeber zum Aquarium einrichten außerdem eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Aquarium während der Neueinrichtung mit Bodengrund und Steinaufbau
Beim Wechsel auf ein neues Aquarium können Bodengrund und Hardscape komplett neu geplant und eingerichtet werden.

6. Den eingefahrenen Filter am neuen Aquarium anschließen

Sobald das neue Aquarium vollständig eingerichtet und befüllt ist, kannst du den eingefahrenen Filter vom Übergangsbehälter an das neue Aquarium anschließen. Falls du einen neuen Filter verwenden möchtest, solltest du möglichst viel geeignetes eingefahrenes Filtermaterial aus dem bisherigen Filter übernehmen. Alternativ kannst du den alten und den neuen Filter für einige Wochen parallel am neuen Aquarium betreiben. Damit bringst du einen großen Teil der bereits etablierten Filterbiologie direkt in das neue Aquarium.

7. Temperatur und Wasserwerte kontrollieren und Tiere umsetzen

Bevor die Tiere einziehen, kontrollierst du zumindest die Temperatur und weitere relevante Wasserparameter. Sind die Unterschiede gering, können die Tiere entsprechend umgesetzt werden. Bei größeren Unterschieden hinsichtlich der Wasserparameter sollten die Tiere wie bei einem Neukauf entsprechend langsam eingewöhnt werden.

Wenn das neue Aquarium mit einem separaten neuen Filter betrieben wird, lasse ich diesen zunächst ein paar Tage im fertig eingerichteten Becken laufen. Währenddessen bleibt der alte eingefahrene Filter am Übergangsbehälter bei den Tieren in Betrieb. Beim Umsetzen der Tiere übernehme ich zusätzlich einen Teil des eingefahrenen Filtermaterials aus dem alten Filter in den neuen Filter. Ich selbst setze die Tiere bei einem solchen Beckentausch häufig nach etwa 2–3 Tagen um. Entscheidend ist dabei aber nicht die reine Wartezeit, sondern dass Temperatur und Wasserwerte passen und ausreichend eingefahrene Filterbiologie übernommen wird.

8. Nitrit in den folgenden Tagen im Auge behalten

Auch wenn du einen eingefahrenen Filter übernommen hast, solltest du dich nicht blind darauf verlassen, dass sich überhaupt nichts verändert. Ein Nitritanstieg kann immer auftreten, deshalb solltest du deine Tiere nach so einem Umzug immer genau beobachten und bei Auffälligkeiten reagieren.

Durch den Umzug können Teile der vorhandenen Mikroflora verloren gehen. Gleichzeitig ändern sich oft Beckengröße, Bodengrund, Einrichtung und Filter. Kontrolliere deshalb insbesondere in den ersten Tagen regelmäßig den Nitritwert (NO₂).

Wenn du dein neues Setup zusätzlich überprüfen möchtest, kannst du meinen kostenlosen Aquarium-Check nutzen und Wasserwerte, Technik und Besatz gemeinsam betrachten.

Was tun bei einem fest eingebauten Innenfilter?

Nicht jeder Filter lässt sich einfach vom alten Aquarium an den Übergangsbehälter hängen. Viele Filter wie die Innenfilter bei den Juwel-Aquarien sind fest verbaut. In diesem Fall kannst du ein paar Wochen vor dem Umzug einen zusätzlichen kleinen Innen- oder Schwammfilter im bestehenden Aquarium mitlaufen lassen. Dieser wird in dieser Zeit ebenfalls mit Mikroorganismen besiedelt. Beim eigentlichen Beckentausch kannst du diesen Filter dann am Übergangsbehälter anschließen. Alternativ kannst du geeignetes eingefahrenes Filtermaterial aus dem bisherigen Filter entnehmen und später in den neuen Filter einsetzen.

Juwel Rio 125 Innenfilter Bioflow M mit Pumpe und Heizer im Aquarium
Bei vielen Juwel-Aquarien ist der Innenfilter fest im Becken verbaut und kann nicht einfach am Übergangsbehälter weiterbetrieben werden.

Muss der alte Bodengrund übernommen werden?

Der alte Bodengrund besitzt zwar wie der Filter viele wichtige Bakterien und Mikroorganismen, allerdings musst du nicht beides ins neue Becken übernehmen. Wenn du beispielsweise bisher Kies verwendet hast und dein neues Aquarium mit Sand oder Soil einrichten möchtest, musst du den alten Bodengrund nicht allein wegen der darin lebenden Mikroorganismen übernehmen.

Zwar ist auch ein eingefahrener Bodengrund biologisch besiedelt. Ein gut eingefahrener Filter beziehungsweise ausreichend eingefahrenes Filtermaterial ist beim Beckentausch aber wesentlich wichtiger und auch einfacher „umzusiedeln“.

Außerdem können sich insbesondere in älterem Bodengrund größere Mengen Mulm und organisches Material angesammelt haben, was im neuen Becken ziemlich viel Dreck verursachen kann.

Wenn du für dein neues Becken neuen Bodengrund planst, kannst du mit meinem Bodengrundrechner direkt berechnen, wie viel Sand, Kies oder Soil du benötigst.

Kann es nach dem Aquarium-Umzug trotzdem zu einem Nitritpeak kommen?

Auch bei einem gut vorbereiteten Beckentausch lässt sich ein Nitritanstieg nicht vollkommen ausschließen. Das Risiko steigt insbesondere dann, wenn du gleichzeitig mehrere große Veränderungen vornimmst, beispielsweise:

  • den kompletten Filter austauschst
  • kaum eingefahrenes Filtermaterial übernimmst
  • Filtermaterial austrocknen lässt
  • den Filter über längere Zeit ohne ausreichende Sauerstoffversorgung stehen lässt
  • gleichzeitig den Fischbesatz deutlich erhöhst
  • direkt nach dem Umzug sehr stark fütterst

Aquarium bei einem Wohnungsumzug transportieren

Ziehst du mit deinem kompletten Aquarium in eine andere Wohnung, solltest du den Umzug möglichst gut vorbereiten. Das Grundprinzip ist ähnlich wie beim Wechsel auf ein neues Becken: Die Tiere werden vorübergehend separat untergebracht, die Filterbiologie wird möglichst erhalten und das Aquarium selbst wird für den Transport vorbereitet.

Tiere in einem Übergangsbehälter unterbringen

Fische, Garnelen und andere Bewohner setzt du zunächst in einen ausreichend großen geeigneten Behälter. Solange du noch am alten Standort bist, solltest du den eingefahrenen Filter nach Möglichkeit direkt an diesem Behälter weiterlaufen lassen.

Die Tiere selbst würde ich möglichst erst zum Schluss transportieren, wenn das Aquarium am neuen Standort bereits aufgebaut und weitgehend vorbereitet ist. So verbringen sie möglichst wenig Zeit im Transportbehälter und haben weniger Stress.

Aquarium für den Transport vorbereiten

Pflanzen können für einen kurzen Transport im Aquarium verbleiben, solange sie nicht austrocknen. Decke sie beispielsweise mit feuchtem Küchenpapier ab. Anschließend kannst du das Aquarium mit Folie abdecken, damit die Feuchtigkeit möglichst lange im Becken bleibt.

Lose und schwere Steine, Wurzeln oder andere Dekorationen solltest du nach Möglichkeit aus dem Aquarium entfernen. Dadurch wird das Becken leichter und du verhinderst, dass Gegenstände während des Transports verrutschen und die Scheiben beschädigen.

Bei einem fest aufgebauten Aquascape oder Hardscape ist das allerdings nicht immer möglich. Soll der Aufbau im Aquarium erhalten bleiben, solltest du ihn für den Transport besonders sorgfältig sichern. Freie Bereiche können beispielsweise mit passend zugeschnittenen Styroporstücken ausgefüllt werden, sodass Steine und Wurzeln möglichst wenig Spielraum haben und während der Fahrt nicht verrutschen können. Wichtig ist dabei, keine ungünstigen Druckpunkte gegen die Aquarienscheiben zu erzeugen.

Für den Transport gesichertes Nano-Aquarium mit Folie und Styropor im Auto
Für den Transport vorbereitetes Aquascape: Das Hardscape wurde gegen Verrutschen stabilisiert und das Becken mit Folie abgedeckt, damit die Pflanzen nicht austrocknen.

Das Wasser wird für den Transport weitgehend beziehungsweise vollständig abgelassen. Dadurch wird das Aquarium leichter und die Gefahr, dass während des Transports etwas verrutscht, ist geringer. Pflanzen kannst du anschließend mit feuchtem Küchenpapier vor dem Austrocknen schützen und das Aquarium zusätzlich mit Folie abdecken. Vor allem kleinere, entsprechend transportierbare Aquascapes lassen sich auf diese Weise über eine kürzere Strecke transportieren, ohne die komplette Gestaltung vorher auseinandernehmen zu müssen.

Je schwerer und größer das Aquarium oder Hardscape ist, desto vorsichtiger solltest du allerdings sein. Bei sehr schweren Aufbauten ist es sicherer, Steine und andere schwere Elemente soweit wie möglich separat zu transportieren.

Aquarium sicher transportieren

Beim Tragen solltest du besonders auf die Ecken und Kanten des Aquariums achten. Im Fahrzeug benötigt das Becken eine ebene und stabile Auflage und sollte gegen Verrutschen gesichert werden. Eine geeignete Decke oder andere Polsterung kann das Aquarium zusätzlich schützen. Je nach Größe des Beckens sind mehrere Personen zum sicheren Tragen sinnvoll.

Was passiert währenddessen mit dem Filter?

Der eingefahrene Filter sollte möglichst lange am Übergangsbehälter weiterlaufen. Erst wenn du Tiere und Filter zum neuen Standort transportierst, wird er ausgeschaltet.

Für einen kurzen Transport können Filter beziehungsweise Filtermedien feucht und vor Austrocknung geschützt transportiert werden. Die Stillstandszeit solltest du trotzdem möglichst kurz halten, da insbesondere die Sauerstoffversorgung der Mikroorganismen während eines längeren Filterstillstands abnimmt.

Aquarium am neuen Standort wieder aufbauen

Stelle das Aquarium zunächst sicher an seinem endgültigen Standort auf und richte es anschließend wieder ein. Danach kannst du es mit frischem, passend temperiertem Wasser befüllen.

Sobald das Aquarium eingerichtet ist, Temperatur und Wasserwerte passen und die Technik funktioniert, kannst du den eingefahrenen Filter wieder anschließen und anschließend die Tiere einsetzen beziehungsweise vorsichtig an die neuen Wasserbedingungen gewöhnen.

Fazit: Beim Aquarium-Umzug ist der Filter wichtiger als das alte Aquarienwasser

Ein Aquarium durch ein neues oder größeres Becken zu ersetzen oder an einen neuen Standort umzuziehen klingt zunächst kompliziert. Mit etwas Vorbereitung lässt sich der Wechsel jedoch meist gut bewältigen.

Der wichtigste Punkt ist dabei, die bereits vorhandene Filterbiologie möglichst gut zu erhalten. Du musst deshalb nicht krampfhaft jeden Liter des alten Aquarienwassers retten. Viel wichtiger ist der eingefahrene Filter beziehungsweise das darin enthaltene Filtermaterial.

Bring deine Tiere während des Umbaus sicher in einem geeigneten Übergangsbehälter unter, halte den eingefahrenen Filter möglichst in Betrieb und richte anschließend das neue Aquarium in Ruhe ein. Danach können Filter und Tiere in das neue Becken umziehen.

Behalte in den folgenden Tagen insbesondere den Nitritwert und das Verhalten deiner Tiere im Auge. So kannst du schnell reagieren, falls sich das biologische Gleichgewicht durch den Umzug doch stärker verändert hat.

💬 Austausch & Fragen:

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder deine Erfahrungen teilen möchtest, schau gern in meiner Facebook-Community vorbei. Dort tauschen sich Aquaristik-Begeisterte aus und helfen sich gegenseitig weiter.

Hinweis: In diesem Artikel befinden sich Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Häufige Fragen zum Aquarium-Umzug

Nicht zwangsläufig. Wenn du einen ausreichend eingefahrenen Filter beziehungsweise dessen Filtermaterial aus dem bisherigen Aquarium übernimmst, startest du biologisch nicht vollständig bei null. Trotzdem solltest du nach dem Wechsel insbesondere den Nitritwert im Auge behalten.

Wenn das neue Aquarium vollständig eingerichtet ist, die Technik funktioniert, Temperatur und Wasserparameter passen und ausreichend eingefahrene Filterbiologie übernommen wurde, ist bei einem geplanten Beckentausch normalerweise keine mehrwöchige Wartezeit notwendig. Bei deutlich veränderten Wasserwerten müssen die Tiere entsprechend angepasst werden.

Nein. Für den Erhalt der Filterbiologie ist das alte Aquarienwasser nicht entscheidend. Die relevanten Mikroorganismen leben überwiegend auf Oberflächen und insbesondere im Filtermaterial. Ein Teil des alten Wassers kann dennoch praktisch sein, beispielsweise für den Übergangsbehälter.

Ja. Du kannst beispielsweise von Kies auf Sand wechseln. Da dadurch allerdings eine weitere besiedelte Oberfläche verloren geht, ist es umso wichtiger, einen gut eingefahrenen Filter beziehungsweise ausreichend eingefahrenes Filtermaterial zu übernehmen.

Fische und andere Tiere können mehrere Wochen in einem Übergangsbehälter untergebracht werden. Je nach Fischarten, Besatzdichte, Temperatur und Dauer solltest du dort für Heizung, Filterung beziehungsweise Sauerstoffversorgung sorgen.

Idealerweise läuft der eingefahrene Filter während des Umbaus am Übergangsbehälter mit den Tieren weiter und wird anschließend direkt am neuen Aquarium angeschlossen. Ist das nicht möglich, solltest du zumindest die eingefahrenen Filtermedien vor Austrocknung schützen und möglichst gut mit Sauerstoff versorgen.

Kommentare sind geschlossen.