Nitrattest für Aquarien zur Messung des Nitratwerts im Wasser

Nitratwert im Aquarium zu hoch? So kannst du Nitrat effektiv und schnell senken

Nitrattest für Aquarien zur Messung des Nitratwerts im Wasser

Nitrat (NO₃) gehört zu den wichtigsten Wasserwerten im Aquarium und gleichzeitig zu den häufigsten Problemfaktoren. Es entsteht im natürlichen Stickstoffkreislauf und ist sogar ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen.

Problematisch wird es erst dann, wenn der Nitratgehalt dauerhaft zu hoch ist. Dann kann es das biologische Gleichgewicht im Aquarium stören. Das kann verschiedene Ursachen haben, die ich dir in diesem Beitrag einmal erläutern möchte.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • was Nitrat genau ist
  • warum es im Aquarium ansteigt
  • wann es gefährlich wird (und wann nicht)
  • wie du den Nitratgehalt gezielt senken kannst

Was ist Nitrat und warum entsteht es im Aquarium?

Nitrat (NO₃) ist das Endprodukt des sogenannten Stickstoffkreislaufs. Dieser läuft in jedem eingefahrenen Aquarium automatisch ab. Organische Abfälle wie Fischkot, Futterreste oder abgestorbene Pflanzenteile werden zunächst zu Ammonium und anschließend zu Nitrit umgewandelt. Spezielle Bakterien sorgen schließlich dafür, dass aus Nitrit Nitrat entsteht.

Nitrat ist das Endprodukt des biologischen Abbaus von organischen Stoffen. Vereinfacht gesagt läuft im Aquarium Folgendes ab:

  1. Futterreste, Kot und Pflanzenabfälle werden zu Ammonium
  2. Bakterien wandeln Ammonium in Nitrit um
  3. Weitere Bakterien wandeln Nitrit zu Nitrat
Nitrifikationskreislauf im Aquarium – Umwandlung von Ammonium zu Nitrat
Schaubild des Nitrifikationskreislaufs im Aquarium: Ammonium → Nitrit → Nitrat

Im Gegensatz zu Nitrit wird Nitrat von Fischen deutlich besser vertragen. Das Problem: Nitrat wird im Aquarium kaum weiter abgebaut und sammelt sich mit der Zeit im Wasser an. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen steigt der Nitratwert daher kontinuierlich an.

Häufige Ursachen für hohe Nitratwerte:

  • zu viel oder zu häufiges Füttern
  • zu viele Fische im Verhältnis zur Aquariengröße
  • zu seltene oder zu kleine Wasserwechsel
  • wenig oder langsam wachsende Pflanzen
  • mangelnde Beckenhygiene

Ist Nitrat gefährlich oder nützlich?

Nitrat im Aquarium ist einerseits ein essenzieller Pflanzennährstoff, andererseits kann es bei zu hohen Konzentrationen problematisch werden.

Für Aquarienpflanzen ist Nitrat eine wichtige Stickstoffquelle und fördert gesundes Wachstum. In stark bepflanzten Becken wird Nitrat daher oft über Flüssigdünger, wie dem Stickstoffdünger von MasterLine zugeführt. Damit kann der Nitratwert gezielt erhöht werden, ohne dabei andere Werte zu beeinflussen. Solange der Nitratwert in einem optimalen Bereich liegt, ist er für Tiere auch nicht gefährlich.

Sammelt sich Nitrat allerdings zu stark im Aquarium an, führt es meist zu Algenproblemen und kann für Fische und Wirbellose problematisch werden, da es bei Garnelen z. B. zu Häutungsproblemen führen kann.

Zielwerte für Süßwasseraquarien:

  • 10–25 mg/l → optimal (meist in Pflanzaquarien und Aquascapes sinnvoll)
  • 25–50 mg/l → je nach Tier noch tolerierbar (bei Garnelen sollte der Nitratgehalt dauerhaft nicht über 25mg/l liegen)
  • über 50 mg/l → langfristig problematisch, besonders für Garnelen und empfindliche Arten

Nitrat im Aquarium richtig messen

Um den Nitratgehalt zuverlässig beurteilen zu können, ist ein regelmäßiger Wassertest unerlässlich. Nitrat lässt sich mit speziellen Aquarientests messen, die entweder als Teststreifen oder als Tropftests erhältlich sind.

Tropfentests gelten als deutlich genauer und eignen sich besonders, wenn du deine Wasserwerte langfristig kontrollieren möchtest oder bereits Probleme mit Algen oder hohen Nitratwerten hast. Der Nitratwert sollte vor allem nach Wasserwechseln oder bei Veränderungen im Becken regelmäßig überprüft werden.

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Neben einzelnen Tests gibt es auch ganze Testkoffer, mit denen man alle wichtigen Wasserwerte im Aquarium messen kann.

Nitrat im Aquarium senken – das sind die besten Methoden

Teilwasserwechsel – die schnellste Sofortmaßnahme

Ein Teilwasserwechsel ist die effektivste Methode, um den Nitratgehalt schnell zu senken. Dabei wird nitrathaltiges Altwasser durch frisches, möglichst nitratarmes Leitungswasser ersetzt. Der Effekt ist sofort messbar und die wichtigste Sofortmaßnahme bei einem zu hohen Nitratwert.

Je nach Nitratwert empfiehlt sich ein Wasserwechsel von etwa 30 bis 50 Prozent. Bei stark erhöhten Werten können auch größere Mengen gewechselt werden.

Empfehlung:

  • 30–50 % Wasser wechseln
  • bei hohen Werten auch mehrmals pro Woche oder größere Mengen
  • Leitungswasser vorher testen

Schnellwachsende Pflanzen einsetzen

Aquarienpflanzen sind natürliche Nitratverbraucher. Besonders schnellwachsende Arten nehmen große Mengen Nitrat aus dem Wasser auf und tragen so zur Stabilisierung der Wasserwerte bei. Je besser die Pflanzen wachsen, desto effektiver ist dieser Effekt.

Sehr gut geeignet sind unter anderem schnellwachsende Wasserpflanzen wie Wasserpest, Hornkraut oder verschiedene Hygrophila-Arten. Auch Schwimmpflanzen spielen eine wichtige Rolle, da sie direkt an der Wasseroberfläche wachsen und besonders schnell Nährstoffe aufnehmen. Ein gut bepflanztes Aquarium ist daher einer der besten Maßnahmen gegen hohe Nitratwerte.

Stark bepflanztes Süßwasseraquarium mit gesunden Wasserpflanzen
Ein stark bepflanztes Aquarium hilft dabei, überschüssiges Nitrat aus dem Wasser zu entfernen.

Tipp:

Schwimmpflanzen wirken besonders gut, da sie sehr schnell überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen.

Beckenhygiene verbessern

Da Nitrat aus organischem Material entsteht, ist eine gute Beckenhygiene entscheidend. Mulm, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile sollten regelmäßig entfernt werden, um den Nitratwert möglichst gering zu halten.

Das Absaugen des Bodengrunds bei Wasserwechseln, das Zurückschneiden von Pflanzen und das Entfernen von nicht gefressenem Futter sind einfache Maßnahmen mit großer Wirkung. Ein sauberes Aquarium produziert deutlich weniger Nitrat als ein vernachlässigtes Becken.

Darauf solltest du achten:

  • Mulm regelmäßig absaugen
  • Futterreste entfernen
  • abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • Bodengrund nicht „vergammeln“ lassen

Nitratreduzierende Filtermedien verwenden

Spezielle Filtermedien wie Sera Siporax können Nitrat aktiv aus dem Wasser binden oder abbauen. Diese Materialien werden im Filter eingesetzt und eignen sich besonders für Aquarien mit dauerhaft erhöhten Nitratwerten oder hohem Fischbesatz.

Sie ersetzen zwar keinen Wasserwechsel, können diesen aber sinnvoll ergänzen. Gerade in stark belasteten Becken mit hohem Nitratgehalt sind solche Filtermedien eine praktische Unterstützung.

Beispiele:

  • Nitratabsorber auf Harz- oder Granulatbasis
  • Medien für den Innen- oder Außenfilter
  • besonders sinnvoll bei dauerhaft hohen Werten

Sera Siporax

Sera Siporax ist ein biologisches Filtermedium, das nicht primär Nitrat bindet, sondern den biologischen Abbau von Stickstoffverbindungen unterstützt. Durch seine extrem poröse Struktur bietet es eine sehr große Oberfläche für nützliche Filterbakterien. Diese Bakterien sind dafür verantwortlich, Ammonium und Nitrit umzuwandeln und tragen indirekt auch zur Reduzierung des Nitratanstiegs bei.

Besonders in gut eingefahrenen Aquarien kann Siporax dazu beitragen, den Stickstoffkreislauf effizienter zu gestalten. In den tieferen, sauerstoffarmen Zonen des Materials können sich zudem Bakterien ansiedeln, die Nitrat teilweise weiter abbauen. Dadurch eignet sich Sera Siporax hervorragend als langfristige Lösung zur Stabilisierung der Wasserwerte, ersetzt jedoch keinen regelmäßigen Wasserwechsel.

Siporax wird meist im Außenfilter eingesetzt, kann aber auch in größeren Innenfiltern verwendet werden. Wichtig ist, das Material nicht zu häufig zu reinigen, da sonst wertvolle Bakterienkulturen verloren gehen.

JBL BioNitratEx und NitratEx

JBL bietet mit BioNitratEx und NitratEx zwei unterschiedliche Filtermedien zur gezielten Nitratreduzierung an, die jeweils auf einem anderen Prinzip basieren.

JBL NitratEx ist ein chemisches Filtermedium, das Nitrat direkt aus dem Aquarienwasser bindet. Es wirkt relativ schnell und eignet sich besonders als kurzfristige Maßnahme, wenn der Nitratwert akut zu hoch ist. Sobald das Material gesättigt ist, muss es regeneriert oder ersetzt werden. NitratEx ist daher ideal für Aquarianer, die schnell handeln müssen beispielsweise bei Algenproblemen oder sehr hohen Nitratwerten.

JBL BioNitratEx hingegen arbeitet auf biologischer Basis. Es fördert spezielle Bakterien, die Nitrat abbauen können, und ist eher auf eine langfristige Reduzierung ausgelegt. Dieses Filtermedium benötigt eine gewisse Einlaufzeit, zeigt seine Wirkung dafür aber über einen längeren Zeitraum. BioNitratEx eignet sich besonders für Aquarien mit dauerhaft leicht erhöhten Nitratwerten.

Fütterung anpassen – weniger ist oft mehr

Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Fütterung. Zu große Futtermengen führen zwangsläufig zu mehr Abfallstoffen, mehr organischer Belastung und damit zu höheren Nitratwerten. Grundsätzlich sollte nur so viel gefüttert werden, wie die Fische innerhalb weniger Minuten vollständig fressen.

Gelegentliche Fastentage sind für gesunde Fische kein Problem und können sogar helfen, die Wasserbelastung deutlich zu reduzieren. Eine angepasste Fütterung wirkt sich langfristig positiv auf den Nitratgehalt aus. Wenn du Sorge hast, deine Fische könnten zu wenig Futter bekommen, füttere lieber in kleineren Mengen, dafür aber öfter. Nach 2-3 Minuten sollte alles aufgefressen sein und nichts im Becken auf längere Zeit liegen bleiben.

Grundregel:

  • lieber sparsam füttern
  • Futter sollte nach 2-3 Minuten komplett gefressen sein
  • gelegentlich einen Fastentag einlegen

Fischbesatz überprüfen

Ein überbesetztes Aquarium produziert mehr Abfallstoffe, als das biologische System abbauen kann. Wenn der Nitratwert trotz regelmäßiger Pflege dauerhaft hoch bleibt, lohnt sich ein kritischer Blick auf den Fischbesatz.

Weniger Fische bedeuten weniger Futter, weniger Ausscheidungen und somit weniger Nitrat. Alternativ können häufigere Wasserwechsel, ein stärkerer Filter oder ein größeres Aquarium Abhilfe schaffen.

  • passen Fischanzahl und Beckengröße zusammen?
  • eventuell Bestand reduzieren
  • Alternativ: größeres Aquarium, besserer Filter oder mehr Wasserwechsel

Fazit: Nitratgehalt im Aquarium dauerhaft stabil halten

Nitrat lässt sich im Aquarium oft nicht vollständig vermeiden und das ist auch nicht nötig. Entscheidend ist, den Wert dauerhaft im gesunden Bereich zu halten. Mit regelmäßigen Wasserwechseln, einem guten Pflanzenbestand, sauberer Beckenhygiene und einer angepassten Fütterung lässt sich der Nitratgehalt zuverlässig kontrollieren.

Wer diese Grundlagen beachtet und bei Bedarf auf zusätzliche Filtermedien zurückgreift, schafft stabile Wasserwerte und beste Bedingungen für Fische, Pflanzen und Wirbellose.

Die Kombination aus folgenden Methoden sorgt langfristig für ein stabile Wasserwerte und ein gesundes Aquarium:

💬 Austausch & Fragen:

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Die häufigsten Fragen und Antworten zu hohen Nitratwerten im Aquarium

Ein erhöhter Nitratwert lässt sich am effektivsten durch einen größeren Teilwasserwechsel senken. Zusätzlich solltest du Fütterung, Fischbesatz und Beckenhygiene überprüfen sowie schnellwachsende Pflanzen oder geeignete Filtermedien einsetzen.

Die schnellste Methode ist ein Teilwasserwechsel von 30–50 Prozent mit möglichst nitratarmem Frischwasser. In akuten Fällen können zusätzlich nitratbindende Filtermedien eingesetzt werden, um den Wert schnell zu reduzieren.

Für die meisten Süßwasseraquarien gilt ein Nitratwert zwischen 10 und 25 mg/l als optimal. Werte bis etwa 50 mg/l sind (je nach Tier) noch tolerierbar, sollten aber nicht dauerhaft so hoch liegen.

Der Nitratgehalt wird mit speziellen Wassertests gemessen, die als Tröpfchen- oder Streifentests erhältlich sind. Tröpfchentests liefern dabei genauere Ergebnisse und eignen sich besonders für regelmäßige Kontrollen.

Ein erhöhter Nitratwert kann Algenwachstum begünstigen, vor allem in Kombination mit viel Licht und anderen Nährstoffüberschüssen. Nitrat allein ist jedoch selten die einzige Ursache, sondern Teil eines gestörten Nährstoffgleichgewichts.

Braune Posthornschnecken im Aquarium

Zu viele Schnecken im Aquarium – was tun bei einer Schneckenplage?

Braune Posthornschnecken im Aquarium
Schnecken im Aquarium sind in geringer Menge nicht schädlich und sehr hilfreich.

Schnecken gehören zu den häufigsten Begleitern im Süßwasseraquarium. Oft tauchen sie ganz unbemerkt auf und sind plötzlich da, ohne sie gezielt eingesetzt zu haben. Meist geschieht das durch das Einsetzen von Wasserpflanzen. An den Pflanzen im Handel, sind sehr oft schon Schnecken bzw. Schneckeneier dran. Somit werden sie meist unbeabsichtigt ins Aquarium „eingeschleppt“. Viele schätzen Schnecken als nützliche Helfer und das sind sie auch. Allerdings kommt es häufig früher oder später zu einer Überpopulation an Schnecken im Aquarium und es artet aus in einer unschönen „Schneckenplage“.

In diesem Artikel erfährst du, warum eine Schneckenplage entsteht, welche Schneckenarten sich besonders schnell vermehren und was du dagegen tun kannst, ohne das biologische Gleichgewicht deines Aquariums zu stören.

Schnecken im Aquarium sind nützlich, aber nicht immer gewünscht

Grundsätzlich sind Schnecken keine Schädlinge. Im Gegenteil: Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Aquarium. Schnecken fressen Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile und Algenbeläge und helfen so dabei, das Becken sauber zu halten. Außerdem lockern einige Arten wie Turmdeckelschnecken den Bodengrund auf und tragen zu einem stabilen Ökosystem bei.

Problematisch wird es erst dann, wenn sich Schnecken massenhaft vermehren. Das Aquarium wirkt schnell ungepflegt, Pflanzen werden belagert und die große Menge an Schnecken kann eine Belastung fürs Wasser darstellen.

Diese Schnecken vermehren sich besonders schnell im Süßwasseraquarium

Einige Schneckenarten sind bekannt dafür, sich unter guten Bedingungen extrem schnell zu vermehren. Diese Schnecken gelangen meist unbeabsichtigt ins Aquarium, häufig über neue Pflanzen oder Dekoration aus einem anderen Aquarium und sind sehr oft in Händlerbecken anzutreffen.

Blasenschnecken

Blasenschnecken sind sehr klein und besitzen ein länglich-ovales, leicht durchsichtiges Gehäuse. Ihre Farbe reicht von hellbraun bis transparent, wodurch sie auf Pflanzen und Scheiben oft erst auf den zweiten Blick auffallen.

Posthornschnecken

Posthornschnecken erkennt man an ihrem flachen, scheibenförmig eingerollten Gehäuse, das an ein Posthorn erinnert. Mittlerweile gibt es sie in vielen verschiedenen Farben und werden daher auch oft extra ins Becken eingesetzt.

Posthornschnecke mit blauem Gehäuse auf dem Bodengrund im Aquarium
Blaue Posthornschnecke im Aquarium – leicht zu erkennen an ihrem Haus, das an ein Posthorn erinnert.

Tellerschnecken

Tellerschnecken haben ein sehr flaches, tellerförmiges Gehäuse und bleiben meist relativ klein. Durch ihre unauffällige Form werden sie häufig erst bemerkt, wenn sie in größerer Zahl an Scheiben oder Pflanzen sitzen.

Turmdeckelschnecken

Turmdeckelschnecken besitzen ein längliches, spitz zulaufendes Gehäuse und leben überwiegend im Bodengrund. Tagsüber sind sie kaum sichtbar und kommen meist erst in den Abend- oder Nachtstunden an die Oberfläche.

Warum entsteht eine Schneckenplage im Aquarium?

Zu viel Futter als Hauptursache

Der häufigste Grund für eine Schneckenplage im Aquarium ist Überfütterung. Alles, was Fische nicht fressen, landet früher oder später auf dem Boden. Für Schnecken ist das ein wahres Festmahl, das die Vermehrung stark beschleunigt.

Organische Abfälle und Mulm

Abgestorbene Pflanzenteile, Algenreste und Mulm bieten Schnecken ebenfalls ideale Lebensbedingungen. In schlecht gepflegten oder selten gereinigten Becken finden Schnecken dauerhaft ausreichend Nahrung.

Posthornschnecken im bepflanzten Nano-Aquascape mit roten Hintergrundpflanzen
Eine starke Vermehrung von Posthornschnecken im Aquarium – häufig ein Zeichen für zu viel Nahrung im Becken.

Tote Tiere im Aquarium

Ein verstorbener Fisch oder eine tote Garnele kann, wenn sie unbemerkt bleibt, zu einer plötzlichen Schneckenexplosion führen. Schnecken finden solche Nahrungsquellen sehr schnell. Meist erkennt man das dann, wenn sich eine ganze Ansammlung von Schnecken auf einer Stelle befindet. Kontrolliere dein Becken deshalb regelmäßig auf tote Tiere und entferne sie so schnell wie möglich.

Was hilft gegen eine Schneckenplage?

Fütterung reduzieren und anpassen

Eine angepasste Fütterung ist der wichtigste Schritt. Füttere deine Tiere deshalb lieber weniger bzw. nicht so viel auf einmal sondern lieber kleinere Portionen, dafür aber mehrmals. Innerhalb 2 Minuten sollte Fischfutter komplett aufgefressen sein. Dies gilt natürlich nicht für Futtertabletten oder Sticks, da diese nicht so schnell gefressen werden und sich langsam auflösen. Futtertabletten und Sticks müssen aber meist auch nicht täglich gefüttert werden. 1-3 Mal pro Woche reicht bei Garnelen, Schnecken und Welsen meist aus, da sie ja weiterhin über das normale Fischfutter, Algenbeläge oder Biofilm versorgt werden.

Regelmäßige Pflege und Reinigung

Regelmäßige Teilwasserwechsel mit einem Mulmsauger oder einem einfachen Schlauch helfen, organische Abfälle und Mulm im Aquarium zu entfernen und tragen für eine gute Beckenhygiene bei. Dabei kann man den Bodengrund oberflächlich absaugen. Algen wie häufig auftretende Grünalgen an Scheiben, kann man dabei einfach mit einem Algenradierer entfernen. Den Wasserwechsel am besten erst danach durchführen, dann werden die freischwimmenden Algensporen im Wasser direkt mit entfernt. Oft reguliert sich die Population dadurch bereits von selbst.

Schnecken manuell entfernen

Das Absammeln von Schnecken ist zwar etwas zeitaufwendig, aber sehr effektiv. Besonders abends oder nachts lassen sich viele Schnecken leicht einsammeln. Besonders wenn sich viele Schnecken auf einer Stelle versammeln. Eine große Hilfe dabei können Schneckenfallen sein, die es im Handel zu kaufen gibt. Diese locken Schnecken gezielt an und ermöglichen ein einfaches Absammeln. Möchtest du es erst mit einer kostengünstigeren Variante versuchen, hilft dir der nachfolgende Tipp bestimmt.

Tipp:

Lege ein Stück Zucchini oder Gurke ins Aquarium und lasse sie für 2-3 Stunden im Wasser liegen (nicht zu lang, sonst kann das Wasser zu stark belastet werden). Nach und nach sammeln sich auf der Gurke / Zucchini die Schnecken. Nach ein paar Stunden kannst du die Gurke mit den Schnecken dann einfach aus dem Aquarium nehmen und die Schnecken entsorgen, verkaufen oder an andere Tiere wie Kugelfische oder Schmerlen verfüttern.

Natürliche Fressfeinde – nur als Ergänzung

Fische oder andere Tiere sollten niemals ausschließlich zur Schneckenbekämpfung eingesetzt werden. Sie ersetzen keine Ursachenbekämpfung. Wenn der Besatz, die Beckengröße und die Wasserwerte passen, können Schneckenfresser lediglich unterstützend helfen, die Population zu regulieren. Schneckenfressende Tiere wären z.B. schneckenfressende Schnecken (hört sich erstmal komisch an, aber ja, es gibt Schnecken, die man gegen eine Schneckenplage im Aquarium einsetzen kann 😅) wie die Raubschnecke (Clea helena). Weitere Schneckenfresser sind Schmerlen, Kugelfische oder auch Großarmgarnelen.

Rosy Zwergschmerle als Schneckenfresser zwischen Aquarienpflanzen
Die Rosy Zwergschmerle frisst kleine Schnecken, sollte jedoch nur bei passender Beckengröße und geeignetem Besatz eingesetzt werden.

Schneckenplagen vorbeugen von Anfang an

Neue Pflanzen und Dekoration kontrollieren und vorbereiten

Neue Aquarienpflanzen sind die häufigste Ursache für eingeschleppte Schnecken und Schneckeneier. Eine bewährte Methode ist, neue Pflanzen zunächst für einige Tage in einem separaten Eimer zu lagern und regelmäßig zu kontrollieren.

Untersuche die Pflanzen gründlich auf Schnecken und vor allem auf Schneckeneier, die oft als kleine, durchsichtige geleeartige Gelege an den Blattunterseiten haften.

InVitro Pflanzen – die sicherste Wahl gegen Schnecken

Wer hundertprozentig schneckenfreie Pflanzen ins Aquarium einsetzen möchte, sollte auf sogenannte InVitro-Pflanzen zurückgreifen. Diese Aquarienpflanzen werden im Labor unter sterilen Bedingungen gezüchtet und sind frei von Schnecken, Schneckeneiern, Algen oder anderen Schädlingen.

Schneckenfreie invitro Aquarienpflanzen aus steriler Laborkultur im Becher
Aquarienpflanzen aus InVitro-Kultur sind frei von Schnecken & Algen.

Aquarienpflanzen aus meinem Shop werden ebenfalls regelmäßig kontrolliert und sind 100 % schneckenfrei, algenfrei sowie frei von Pestiziden.

Sprudelwasser gegen Schnecken und Schädlinge

Robustere Pflanzen (also keine sehr feinen oder empfindlichen Arten) können für einige Minuten (ca. 15 Minuten) in Sprudelwasser eingelegt werden. Das Kohlendioxid tötet viele Schnecken, Eier und andere unerwünschte Mitbewohner ab, ohne die Pflanzen dauerhaft zu schädigen. Anschließend die Pflanzen gründlich mit Leitungswasser abspülen. Ggf. sollte der Vorgang nochmal wiederholt werden.

Fazit: Ursache bekämpfen statt Schnecken verteufeln

Schnecken sind kein Zeichen für ein schlechtes Aquarium, sie zeigen lediglich, dass zu viel Nahrung vorhanden ist. Wer die Ursachen erkennt und gezielt gegensteuert, bekommt eine Schneckenplage gut in den Griff. In einem ausgewogenes Aquarium mit moderater Fütterung, regelmäßiger Pflege und kontrolliertem Besatz hat man meist keine Probleme mit einer Schneckenplage. Und ein paar vereinzelte Schnecken im Aquarium sind als kleine „Gesundheitspolizei“ sogar sehr nützlich. 😁

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Zu viele Schnecken im Aquarium? Häufige Fragen & Antworten

Meist liegt die Ursache in zu reichlicher Fütterung oder organischen Abfällen im Becken. Schnecken vermehren sich stark, wenn dauerhaft viel Nahrung verfügbar ist.

In den meisten Fällen werden Schnecken oder Schneckeneier unbeabsichtigt mit neuen Aquarienpflanzen oder Dekoration eingeschleppt.

Ja, in kleiner Anzahl sind Schnecken sehr nützlich. Sie fressen Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile und tragen zur Beckenhygiene bei.

Reduziere zuerst die Fütterung und verbessere die Pflege. Zusätzlich kannst du Schnecken manuell entfernen oder Schneckenfallen einsetzen.

Starke Kahmhaut mit Blasen auf der Wasseroberfläche im Aquarium

Kahmhaut im Aquarium effektiv entfernen

Starke Kahmhaut mit Blasen auf der Wasseroberfläche im Aquarium

Eine schlierige Schicht auf der Wasseroberfläche gehört zu häufigen Problemen im Aquarium. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Kahmhaut, meist zu erkennen an einem sichtbaren Biofilm an der Wasseroberfläche. Diese Schicht, die aus Mikroorganismen besteht, entsteht dort oft, da sie an der Grenze von Wasser zu Luft optimale Lebensbedingungen finden. Eine Kahmhaut sieht unschön aus, kann den Sauerstoffaustausch behindern und ist immer ein Hinweis darauf, dass im Aquarium etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. In diesem Artikel erfährst du, was eine Kahmhaut genau ist, warum sie entsteht und was wirklich dagegen hilft.

Was ist eine Kahmhaut im Aquarium?

Eine Kahmhaut ist ein Biofilm, der sich an der Wasseroberfläche bildet. Er entsteht aus einer Kombination aus Bakterien, Mikroorganismen und organischen Abbauprodukten, die sich dort ansammeln, wo Wasser und Luft aufeinandertreffen.

Typische Bestandteile der Kahmhaut sind:

  • Bakterien und Mikroorganismen
  • Eiweiße und Fette
  • gelöste organische Stoffe aus Futter, Pflanzen und Abfallstoffen

Wie erkennt man eine Kahmhaut?

Kahmhaut im Aquarium lässt sich meist schon mit bloßem Auge erkennen, besonders wenn man das Aquarium von schräg oben betrachtet. Sie liegt wie eine dünne Haut auf der Wasseroberfläche und bewegt sich träge, wenn man die Strömung kurz verändert.

Typische Merkmale sind:

  • weißliche oder milchige Trübung
  • schlierige oder leicht ölige Oberfläche
  • manchmal ein leichter Schimmer
  • verschwindet nicht von selbst
Grünlicher Algenfilm an der Wasseroberfläche im Aquarium

Ist Kahmhaut im Aquarium gefährlich für Fische und Pflanzen?

Direkt schädlich ist Kahmhaut in den meisten Fällen nicht. Problematisch wird sie jedoch durch ihre Auswirkungen auf den Gasaustausch. Die Schicht verhindert, dass Sauerstoff optimal ins Wasser gelangt und Gase entweichen können.

Mögliche Folgen:

  • verringerter Sauerstoffgehalt
  • Stress bei Fischen und Garnelen
  • beschleunigte Atmung
  • schlechtes Pflanzenwachstum

Warum entsteht eine Kahmhaut im Aquarium?

Die Ursachen für Kahmhaut sind meist alltäglich und treten häufig in Kombination auf. Eine der Hauptursachen ist eine zu geringe Oberflächenbewegung, wodurch sich Bakterien ungestört an der Wasseroberfläche ansiedeln können.

Auch eine unzureichende Filterung oder falsch gewählte Filtermedien können dazu führen, dass sich organische Stoffe im Aquarium anreichern und die Bildung von Kahmhaut begünstigen. Ebenso spielt das Nährstoffgleichgewicht im bepflanzten Aquarium eine wichtige Rolle, da überschüssige Nährstoffe und mangelnde Pflanzenkonkurrenz bakterielle Prozesse fördern können. Pflegeleichte Wasserpflanzen können hierbei Abhilfe schaffen.

Häufige Auslöser sind:

  • schwache oder fehlende Oberflächenströmung
  • zu viel Futter oder Futterreste
  • abgestorbene Pflanzen und Mulm
  • neue Aquarien (Einfahrphase)
  • seltene oder zu kleine Wasserwechsel
  • Fette aus Futter

Welche Arten der Kahmhaut gibt es?

Je nach Ursache kann eine Kahmhaut im Aquarium unterschiedlich aussehen und entstehen. In der Praxis lassen sich drei häufige Formen unterscheiden.

Bakterielle Kahmhaut

Die bakterielle Kahmhaut ist die häufigste Form und tritt in vielen Aquarien zumindest zeitweise auf. Sie entsteht durch einen Biofilm aus Bakterien und organischen Abbauprodukten, die sich an der Wasseroberfläche sammeln. Besonders in Aquarien mit wenig Oberflächenbewegung kann sich diese Schicht ungestört ausbreiten.

Typische Merkmale der bakteriellen Kahmhaut:

  • weißlich bis milchig oder leicht trüb
  • besteht aus Bakterien und organischen Stoffen
  • entsteht durch hohe organische Belastung
  • tritt häufig in neuen oder schlecht durchströmten Aquarien auf
  • reißt bei Berührung oder Bewegung in einzelne Teile
  • schließt sich meist nur langsam wieder

Grünliche Kahmhaut aus Algen (Oberflächenalgen)

Die sogenannte grünliche Kahmhaut ist keine echte Kahmhaut, sondern eine Schicht aus einzelligen Algen, die sich an der Wasseroberfläche sammelt. Sie wird dennoch häufig so bezeichnet, da sie optisch sehr ähnlich wirkt. Je nach Stärke des Befalls kann sie von einem feinen Schleier bis zu einer dicken, suppenartigen Schicht reichen.

Typische Merkmale der grünlichen Oberflächenalgen:

  • grün bis grün-gelb gefärbt
  • besteht aus einzelligen Algen
  • kann die gesamte Wasseroberfläche bedecken
  • reißt bei Bewegung auf und bildet „Algeninseln“
  • schließt sich nach kurzer Zeit wieder
  • kann bei starkem Befall an den Fingern haften
  • teilweise mit Gasbläschen durchsetzt

Diese Algen gelangen häufig über Lebendfutter oder Bodengrund ins Aquarium und werden durch starke Beleuchtung und einen Nährstoffüberschuss begünstigt. Deshalb ist es wichtig, auf eine ausgewogene Pflanzendüngung zu achten.

Grünliche Kahmhaut aus Algen auf der Wasseroberfläche im Aquarium
Grünliche Oberflächenalgen ähneln Kahmhaut, bestehen jedoch aus einzelligen Algen und entstehen meist durch Licht- und Nährstoffüberschuss.

Ölige Kahmhaut

Die ölige Kahmhaut unterscheidet sich von der bakteriellen Kahmhaut, da sie hauptsächlich aus Fetten und Ölen besteht. Sie tritt oft nach der Fütterung, insbesondere mit Frostfutter, oder durch Hautfette auf, die beim Hantieren im Aquarium ins Wasser gelangen.

Typische Merkmale der öligen Kahmhaut:

  • stark schillernde, regenbogenartige Optik
  • sehr glatte, geschlossene Oberfläche
  • besteht überwiegend aus Fetten und Ölen
  • verursacht durch Futterfette oder Hautfette
  • reißt bei Berührung kaum auf
  • schließt sich sehr schnell wieder

Diese Form kann den Gasaustausch besonders stark behindern, da sie eine nahezu geschlossene Schicht auf der Wasseroberfläche bildet.

Was hilft am besten gegen eine Kahmhaut?

Kahmhaut lässt sich in den meisten Fällen einfach und dauerhaft beseitigen. Eine sehr gute und kostengünstige, erste Maßnahme, ist das manuelle Entfernen der Kahmhaut mit einem Küchenpapier. Dazu nimmt man ein Stück Küchenpapier, legt es glatt auf die Wasseroberfläche, wartet kurz ab bis sich das Küchenpapier mit Wasser vollgesaugt hat und entfernt das Küchenpapier dann wieder. Am besten zieht man das Küchenpapier mittig mit zwei Fingern nach oben. Somit lassen sich große Mengen der Kahmhaut schnell und effektiv entfernen.

Oberflächenbewegung erhöhen

Oft reicht es schon, den Filterauslass so auszurichten, dass sich die Wasseroberfläche leicht bewegt. Dadurch wird die Kahmhaut durchbrochen und der Sauerstoffeintrag verbessert. Hilfreich sind hier auch spezielle Filterausläufe wie eine Lily Pipe, die aufgrund ihrer Bauart bereits nach oben gerichtet sind und somit für eine gute Oberflächenbewegung sorgen und wirkungsvoll gegen eine Kahmhaut eingesetzt werden können.

Zusätzlich kann ein Sprudelstein im Aquarium für mehr Bewegung an der Wasseroberfläche sorgen und den Gasaustausch verbessern. In stark bepflanzten Aquarien oder CO₂ betriebenen Becken sollte er jedoch mit Bedacht eingesetzt werden, da er CO₂ aus dem Wasser austreibt und somit das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen kann.

Oberflächenabsauger (Skimmer) einsetzen

Eheim Skimmer entfernt Kahmhaut von der Wasseroberfläche im Aquarium
Ein Oberflächenabsauger (Skimmer) entfernt Kahmhaut und organische Rückstände direkt von der Wasseroberfläche.

Skimmer sind eine der effektivsten Lösungen, besonders beliebt sind sie im Aquascaping. Sie entfernen die Kahmhaut kontinuierlich und sorgen dauerhaft für eine saubere Oberfläche. Ein toller Nebeneffekt eines Aquarienskimmer ist, dass auch andere Reste an der Oberfläche wie Pflanzenreste effektiv entfernt werden und man somit eine dauerhaft schöne Wasseroberfläche hat. Es gibt unterschiedliche Skimmer für unterschiedliche Anforderungen an Becken und Tierbesatz. Dabei gibt es einzelne Oberflächenabsauger, aber auch im Filtereinlauf integrierte Skimmer. Bei kleinen Tieren oder Garnelen sollte man darauf achten, den Skimmer garnelensicher zu machen.

Hinweis: In Garnelenbecken sollten Skimmer grundsätzlich mit einem zusätzlichen Schutz oder Vorfilter betrieben werden, um das Einsaugen kleiner Tiere zu vermeiden.

Regelmäßige Wasserwechsel durchführen

Regelmäßige Wasserwechsel helfen dabei, gelöste organische Stoffe aus dem Aquarium zu entfernen, bevor sie zur Bildung von Kahmhaut beitragen. Besonders bei wenig Oberflächenbewegung ist das eine einfache und wirksame Maßnahme.

Empfohlen sind:

  • 30–50 % pro Woche
  • abhängig von Besatz und Pflanzenmenge

Fütterung und Pflege anpassen

Eine zu hohe organische Belastung ist eine der häufigsten Ursachen für Kahmhaut. Durch angepasste Fütterung und regelmäßige Pflege lässt sich das Problem oft bereits deutlich reduzieren.

Wichtig dabei:

  • sparsam füttern
  • Frostfutter vor dem Verfüttern abspülen
  • abgestorbene Pflanzen entfernen
  • Mulm regelmäßig absaugen
Kahmhaut auf der Wasseroberfläche eines bepflanzten Aquariums
Algen an der Oberfläche oder eine Kahmhaut verhindern oft einen optimalen Gasaustausch im Wasser.

Verschwindet eine Kahmhaut von selbst?

In der Einfahrphase eines Aquariums kann sich Kahmhaut tatsächlich von selbst zurückbilden, sobald sich das biologische Gleichgewicht im Aquarium stabilisiert hat. Wird sie jedoch stärker, sollte man besser etwas dagegen unternehmen, um einen guten Gasaustausch im Aquarium zu gewährleisten.

Fazit: Eine Kahmhaut im Aquarium ist meist eher harmlos

Eine Kahmhaut im Aquarium ist meist gar nicht so schlimm und eher harmlos. Ist sie nur minimal vorhanden, muss nicht unbedingt etwas unternommen werden. Stört einen die Optik, sollte mit einem Skimmer oder einem anders ausgerichteten Filterauslass dagegen gewirkt werden. Bei einer stark auftretenden Kahmhaut sollte man gezielt gegensteuern um das Problem schnell in den Griff zu bekommen und für ein gesundes und stabiles Aquarium mit klarer Wasseroberfläche zu sorgen.

💬 Austausch & Fragen:

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder deine Erfahrungen teilen möchtest, schau gern in meiner Facebook-Community vorbei. Dort tauschen sich Aquaristik-Begeisterte aus und helfen sich gegenseitig weiter.

Hinweis: In diesem Artikel befinden sich Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Fragen und Antworten zur Kahmhaut im Aquarium

Kahmhaut ist ein Biofilm aus Bakterien und organischen Stoffen, der sich an der Wasseroberfläche bildet. Sie entsteht meist bei geringer Oberflächenbewegung.

Meist ist Kahmhaut harmlos. Bei starkem Auftreten kann sie jedoch den Gasaustausch behindern und zu Sauerstoffmangel führen.

Häufige Ursachen sind zu wenig Oberflächenbewegung, organische Belastung durch Futterreste sowie seltene Wasserwechsel. Auch neue Aquarien sind besonders anfällig.

Kurzfristig lässt sich Kahmhaut mit Küchenpapier von der Wasseroberfläche entfernen. Dauerhaft helfen Oberflächenbewegung oder ein Oberflächenabsauger (Skimmer).

In der Einfahrphase kann Kahmhaut von selbst verschwinden. Bleibt sie dauerhaft bestehen, sollte man aktiv gegensteuern.

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Seachem Purigen Filtermaterial in Originalverpackung für glasklares Aquariumwasser

Glasklares Wasser im Aquarium ist für viele Aquarianer ein großes Ziel. Doch selbst bei regelmäßigen Wasserwechseln, guter Filterung und sauberem Becken wirkt das Aquariumwasser oft noch etwas trüb, leicht braun-gelblich, oder einfach noch nicht so klar, wie man es gerne haben möchte. Besonders in Aquascapes, Aquarien mit hohem Fischbesatz, oder Becken mit Wurzeln, die meist auch noch Huminstoffe ans Wasser abgeben fällt das schnell negativ auf.

Eine bewährte Methode um das Wasser schnell klar zu bekommen und letzte Trübungen herauszufiltern, ist der Einsatz von einem Filtermedium wie Seachem Purigen, einem synthetisches Adsorptionsmittel, welches für kristallklares Wasser sorgt. Und die Anwendung ist denkbar einfach.

In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen mit Seachem Purigen, erkläre die Funktionsweise und zeige, wie schnell sich trübes Aquariumwasser in klares Aquariumwasser verwandeln kann.

Warum Aquariumwasser trüb wird und nicht glasklar bleibt

Trübes Aquariumwasser entsteht meist nicht durch sichtbaren Schmutz, sondern durch gelöste organische Stoffe im Wasser oder durch bakterielle Prozesse wie eine Bakterienblüte. Diese stammen unter anderem aus Futterresten, Fischkot, abgestorbenen Pflanzenteilen oder Huminstoffen aus Wurzeln. Diese befinden sich im freien Wasser und werden normalerweise, bei einer guten Aquarienfilterung zuverlässig aus dem Wasser entfernt.

Auch wenn der Filter mechanisch gut arbeitet, reicht dies meist nicht aus und diese Stoffe bleiben im Wasser gelöst. Meist tritt dies auf, beim Einsatz von Wurzelholz, welches Huminstoffe ans Wasser abgibt großer organischer Belastung wie hoher Besatz, viel Futter, nicht ausreichender Filterung, oder aus einer Kombination aus verschiedene Ursachen. Das Aquarium wirkt dadurch trotz guter Pflege nicht richtig klar. Besonders bei hellem Bodengrund oder starker Beleuchtung fällt das schnell auf.

Was ist Seachem Purigen und wie sorgt es für klares Aquariumwasser?

Seachem Purigen ist ein synthetisches Filtermaterial, das speziell dafür entwickelt wurde, gelöste organische Abfallstoffe aus dem Aquariumwasser zu entfernen. Im Vergleich zu vielen anderen Filtermedien im Aquarium arbeitet Purigen deutlich früher und gezielter.

Im Gegensatz zu Aktivkohle entfernt Purigen keine wichtigen Spurenelemente und beeinflusst den pH-Wert nicht. Dadurch eignet es sich auch für bepflanzte Aquarien und Aquascapes.

Seachem Purigen im Praxistest: klares Aquariumwasser nach 24 Stunden

Für meinen Test habe ich Seachem Purigen in einem Filterbeutel direkt in den Aquarienfilter gelegt. Bereits nach wenigen Stunden war das Wasser sichtbar klarer.

Pflanzenaquarium mit Wurzeln und milchig-trübes Wasser
Milchig-trübes Aquarienwasser vor dem Einsatz von Seachem Purigen.

Nach etwa 24 Stunden war der Unterschied deutlich:

  • Das milchig-trübe Aquarienwasser war verschwunden
  • Das Aquariumwasser wirkte wieder klar
  • Pflanzen, Hardscape und Fische kamen viel besser zur Geltung
Pflanzenaquarium mit Wurzeln und deutlich klarem Wasser nach Einsatz von Purigen
Sichtbar klareres Aquarienwasser nach dem Einsatz von Seachem Purigen bereits nach einem Tag.

Gerade bei Aquascapes ist dieser Effekt enorm. Vorher-Nachher-Bilder zeigen sehr eindrucksvoll, wie stark der Unterschied sein kann und sind ideal, um die Wirkung von Seachem Purigen zu belegen.

Wie funktioniert Seachem Purigen im Aquarium?

Seachem Purigen arbeitet chemisch und adsorbiert organische Stoffe direkt aus dem Wasser. Dadurch wird der biologische Filter entlastet und die Wasserqualität verbessert sich messbar und sichtbar.

Während der Nutzung verfärbt sich das Material von hell zu dunkelbraun. Diese Verfärbung zeigt an, dass Purigen gesättigt ist und regeneriert werden sollte. Das tolle daran: Seachem Purigen kann einfach wieder selbst regeneriert und dann unzählige Male wiederverwendet werden. Man muss es daher nur einmal kaufen und es hält ewig. Dazu aber später mehr.

Seachem Purigen gegen Huminstoffe und Wasserverfärbungen

Neben der Entfernung organischer Abfallstoffe wird Purigen auch gezielt eingesetzt, um Huminstoffe aus Wurzeln (z. B. Moorkien- oder Mangrovenwurzeln) aus dem Aquarienwasser zu entfernen. Diese Stoffe sorgen häufig für eine bräunliche bis bernsteinfarbene Färbung des Wassers, die zwar für viele Schwarzwasserbiotope erwünscht, in anderen Aquarien jedoch optisch störend sein kann.

Purigen bindet diese gelösten organischen Verbindungen äußerst effektiv und sorgt dadurch für kristallklares Wasser, ohne dabei wichtige Mineralien oder Spurenelemente zu entfernen. Gerade in frisch eingerichteten Aquarien mit neuen Wurzeln ist Purigen daher eine beliebte Lösung, um die Einfärbung des Wassers deutlich zu reduzieren oder vollständig zu beseitigen.

Seachem Purigen regenerieren und wiederverwenden

Ein großer Vorteil von Seachem Purigen ist die Regenerierbarkeit. Das Filtermaterial kann mit einer einfachen Bleichlösung gereinigt und danach wieder eingesetzt werden. Dazu nimmt man einfachen Chlorreiniger (diesen benutze ich), füllt diesen in einen Behälter und legt den Beutel Seachem Purigen für ein paar Stunden oder über Nacht ein. Sobald Seachem Purigen dann wieder hell ist und nicht mehr braun, weiß man, dass es vollständig regeneriert ist. Dann sollte man es nur noch mit Wasser auswaschen, dass keine Chlorrückstände mehr drin sind. Anschließend kann es wieder eingesetzt werden.

Dadurch eignet sich Purigen hervorragend für den dauerhaften Einsatz und ist langfristig günstiger als viele andere Filtermedien. Wer dauerhaft klares Aquariumwasser möchte, spart auf lange Sicht viel Geld.

Seachem Purigen richtig anwenden

Seachem Purigen kann in Innen- und Außenfiltern verwendet werden. Auch der Einsatz in Rucksackfiltern ist kein Problem. Es sollte in einen feinen Filterbeutel gefüllt werden und dann mit in den Filter gelegt werden, wo im Filter der Beutel platziert wird, ist relativ egal. Seachem Purigen gibt es bereits in einem praktischen 100 ml Beutel zu kaufen, so muss man es nicht selbst abfüllen. Benötigt man eine größere Menge, gibt es größere Mengen zum selbst befüllen.

Die benötigte Menge hängt von der Beckengröße ab. Für die meisten Aquarien reichen kleine Mengen aus, da das Material sehr effektiv arbeitet. Ein 100 ml Beutel klärt ca. 400 Liter Wasser und reicht für bis zu 6 Monate, bis man es regenerieren sollte. Das gute daran: Seachem Purigen kann nicht giftig überdosiert werden und ist nicht schädlich für Fische und andere Aquarientiere.

Purigen im 100 ml Beutel eingesetzt im Juwel-Innenfilter eines Aquariums
100 ml Beutel Seachem Purigen im Juwel-Innenfilter platziert.

Nachdem klar ist, wie Seachem Purigen funktioniert und eingesetzt wird, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile von Seachem Purigen

Vorteile von Seachem Purigen

  • Seachem Purigen sorgt sehr schnell für klares Aquariumwasser und entfernt gelöste organische Stoffe effektiv aus dem Wasser. Besonders der sichtbare Vorher-Nachher-Effekt überzeugt in der Praxis.
  • Das Filtermaterial beeinflusst weder den pH-Wert noch wichtige Spurenelemente und eignet sich daher auch für bepflanzte Aquarien, Garnelenbecken und Aquascapes.
  • Ein großer Vorteil ist die Regenerierbarkeit. Seachem Purigen kann mehrfach wiederverwendet werden und ist dadurch langfristig kostengünstiger als viele Einweg-Filtermedien.
  • Zusätzlich entlastet Purigen den biologischen Filter, da Schadstoffe frühzeitig gebunden werden. Das kann langfristig zu stabileren Wasserwerten führen.

Nachteile von Seachem Purigen

  • Die Regeneration erfordert etwas Sorgfalt, da mit Bleichlösung gearbeitet wird. Für Einsteiger kann das zunächst ungewohnt sein.
  • Seachem Purigen ersetzt keinen vollständigen Filteraufbau. Es verbessert die Wasseroptik deutlich, sollte aber immer in Kombination mit mechanischer und biologischer Filterung eingesetzt werden.
  • In sehr einfachen oder wenig belasteten Aquarien ist der Effekt manchmal weniger spektakulär, sodass das Produkt dort nicht zwingend notwendig ist.

Für welche Aquarien lohnt sich Seachem Purigen besonders?

Seachem Purigen ist besonders sinnvoll für Aquascapes, Show-Aquarien und Gesellschaftsaquarien, bei denen die Optik eine große Rolle spielt. Auch in Becken mit vielen Wurzeln oder höherem Fischbesatz sorgt es zuverlässig für klares Aquariumwasser.

Hat man ein Schwarzwasser-Aquarium und möchte man den natürlich Look beibehalten, ist Seachem Purigen nicht geeignet, da es die Braunfärbung der Tannine und Huminstoffe komplett aus dem Wasser entfernt.

Fazit: Lohnt sich Seachem Purigen für klares Aquariumwasser?

Seachem Purigen überzeugt im Praxistest durch eine sehr schnelle und deutlich sichtbare Wirkung. Trübes oder gelbliches Aquariumwasser wird in kurzer Zeit glasklar, ohne dass wichtige Wasserwerte negativ beeinflusst werden.

Durch die Regenerierbarkeit ist das Filtermaterial nicht nur effektiv, sondern auch langfristig wirtschaftlich. Wer Wert auf glasklares Aquarienwasser legt und sein Aquarium optisch aufwerten möchte, trifft mit Seachem Purigen eine sehr gute Wahl.

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Fragen und Antworten zu Seachem Purigen

Seachem Purigen beginnt unmittelbar nach dem Einsatz zu wirken. Erste Verbesserungen der Wasserklärung sind oft bereits nach wenigen Stunden, spätestens jedoch innerhalb von 24–48 Stunden sichtbar.

Zur Regeneration sollte ungeparfümierte Haushalts-Chlorbleiche mit etwa 5–6 % Natriumhypochlorit verwendet werden. Zusätze wie Duftstoffe, Tenside oder Farbstoffe dürfen nicht enthalten sein.

Seachem Purigen wird im Filter am besten an einer gut durchströmten Stelle platziert, damit es die maximale Wirkung entfalten kann.

Purigen entfernt auch nützliche Huminstoffe, die in Schwarzwasser- oder Biotopaquarien erwünscht sein können. Außerdem muss es regelmäßig regeneriert werden, sobald es sich dunkel verfärbt.

Die empfohlene Dosierung beträgt 100 ml Purigen für bis zu 400 Liter Aquarienwasser. Bei stärkerer Belastung oder sehr trübem Wasser kann die Menge kurzfristig erhöht werden.

Rote Zwerggarnele (Neocaridina) auf Aquarienpflanzen in einem bepflanzten Aquarium

Garnelensichere Aquarienfilter für kleine Aquarien

Rote Zwerggarnele (Neocaridina) auf Aquarienpflanzen in einem bepflanzten Aquarium
Rote Zwerggarnelen (Neocaridina) profitieren von dichter Bepflanzung und ruhiger, garnelensicherer Filterung.

Du hast ein 60 cm Aquarium mit Garnelen und bist auf der Suche nach dem passenden, garnelensicheren Filter? In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei der Wahl des richtigen Aquarienfilters ankommt. Ich zeige dir verschiedene Arten von Filtern, die alle für Garnelen im Aquarium geeignet sind. Außerdem erfährst du, wie du deinen vorhandenen Filter garnelensicher machst, ganz egal ob Innenfilter, Außenfilter oder Rucksackfilter. Dabei stelle ich dir pro Filterart drei konkrete Modelle in einer praktischen Vergleichstabelle vor, damit du weißt, welcher Filter gut für dein Becken geeignet ist.

Brauchen Garnelen spezielle Filter?

Garnelen, besonders Zwerggarnelen der Gattungen Neocaridina oder Caridina sind empfindlich gegenüber zu starker Strömung und aufgrund ihrer geringen Größe können sie auch leicht in zu große Ansaugöffnungen in den Filter gelangen. Vor allem winzige Junggarnelen werden leicht eingesaugt, wenn die Filtereinlässe nicht ausreichend gesichert sind. Mit einem garnelensicheren Filter kann man das aber leicht verhindern. Gerade für 60 cm Becken (ca. 54 – 60 Liter) gibt es mehrere gute Filter, die geeignet sind.

Junge Zwerggarnele in einem dicht bepflanzten Aquarium mit feinen Wasserpflanzen

Worauf sollte man bei einem perfekten garnelensicheren Filter achten?

1) Feine Ansaugfläche

Am wichtigsten ist, dass Garnelen und Babygarnelen nicht in den Filter gelangen. Das gelingt durch Absicherung der Filteransaugung z. B. durch einen feinporigen Schwamm-Vorfilter, spezielle Garnelen-Schutzgitter, die es passend für viele Filtermodelle gibt, oder auch optional aufsteckbare Filterguards aus Edelstahl oder Schaumstoff.

2) Schonende Strömung

Für größere Garnelen muss nicht zwingend ein Filterguard angebracht werden. Allerdings sollte dann darauf geachtet werden, dass der Filter und die Ansaugung nicht zu stark bzw. zu überdimensioniert ist. Achte auf eine sanfte, gleichmäßige Strömung im Aquarium. Garnelen mögen zwar etwas Strömung, allerdings sollte sie nicht zu stark sein und auch ruhigere Bereiche im Aquarium sollten zur Verfügung gestellt werden. Vor allem kleine Babygarnelen kommen durch eine zu starke Aquarienströmung meist nicht an. Ideal ist eine sanfte, aber gleichmäßige Zirkulation im gesamten Aquarium.

Tipp: Lässt sich die Strömung deines Filters nicht regulieren, kannst du mit der Ausrichtung des Filterauslasses z. B. gegen eine Wurzel oder die Scheibe die Strömung schon ordentlich reduzieren. Auch verschiedene Filterauslässe können die Strömung deutlich reduzieren. Eine weitere Möglichkeit wäre ein kleines, zugeschnittenes Stück eines Filterschwamms, das du einfach in den Filterauslass schieben kannst.

3) Hohe Filterfläche für Bakterien

Um ein biologisches Gleichgewicht im Garnelenaquarium sicherzustellen, achte auf ausreichend Filtermaterial, auf dem sich wichtige nitrifizierende Bakterien ansiedeln können. Ein ausreichend großes Filtervolumen hält die organische Belastung im Aquarium niedrig und sorgt für stabile Wasserwerte. Viele Filter bieten außerdem an der Ansaugung eine große Fläche auf der sich Mikroorganismen und Pflanzenreste sammeln, die dort gerne von Garnelen abgeweidet werden.

4) Leicht zu reinigen

Ein Aquarienfilter der leicht zu reinigen ist, ist natürlich immer gut, denn wer will schon unnötig viel Aufwand aufbringen, um den Filter auseinander zu bauen und die Filtermedien auszutauschen. Achte deshalb darauf, dass sich Schwämme oder anderes Filtermaterial gut austauschen lassen und sich der Filter bei Bedarf auch leicht auseinander bauen lässt.

5) Geräuscharm und sparsam

Die Lautstärke eines Aquariumfilters spielt vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn das Becken im Wohn- oder Schlafzimmer steht. Moderne Filter sind in der Regel sehr leise, dennoch gibt es je nach Modell deutliche Unterschiede. Sollte ein Filter dauerhaft störend sein, lieber frühzeitig austauschen als sich jeden Tag darüber zu ärgern.

Wichtige Info zur Lautstärke bei neuen Filtern

Ein nagelneuer Filter ist in den ersten Stunden oder Tagen oft etwas lauter als später im Dauerbetrieb. Das ist völlig normal. Typische Ursachen für anfängliche Geräusche sind:

  • Luftreste im Filtergehäuse oder in den Schläuchen
  • ein Impeller (Laufrad), der sich erst noch „einlaufen“ muss
  • minimale Vibrationen durch noch nicht perfekt sitzende Bauteile

In den meisten Fällen stellt sich nach kurzer Zeit von selbst eine ruhige Laufruhe ein. Erst wenn der Filter auch nach mehreren Tagen dauerhaft klappert, brummt oder schleift, sollte man genauer hinschauen oder reklamieren.

Die besten Filtertypen für Garnelenbecken bis 60 cm (50 – 60 Liter Aquarien)

Bepflanztes Nano-Aquarium mit Garnelen, kleinen Fischen und Filtertechnik
Ein kleines, bepflanztes 20 Liter Nano-Aquarium mit garnelensicherer Filtertechnik dank eines passenden Filterguards, der auf das Ansaugrohr gesteckt wird.

1) Innenfilter mit feinporigem Schwammaufsatz

Innenfilter lassen sich sehr gut „garnelensicher“ machen. Mit aufgesetztem Schwamm-Vorfilter wird die Ansaugfläche so fein, dass selbst Jungtiere geschützt sind. Gleichzeitig entsteht eine riesige biologische Filterfläche, die die Garnelen gerne nach Futter absuchen.

Vorteile:

  • sehr sicher für Baby-Garnelen
  • ruhige, kontrollierte Strömung
  • leicht nachzurüsten
  • kompakt & preiswert
  • einfache Reinigung

Nachteile:

  • optisch sichtbar im Becken
  • regelmäßige Reinigung nötig, da er sich schnell zusetzen kann

Tipp: Achte auf möglichst feine Porung des Schwammes (30 – 45 ppi). Je feinporiger, desto sicherer für kleine Garnelen.

2) Hang-On-Filter (Rucksackfilter) mit Edelstahl-Filterguard oder Filterschwamm

Hang-On-Filter hängen außen am Aquarienglas und nehmen kaum Platz im Becken ein.
Viele bieten hervorragende biologische Filterkapazität und lassen sich problemlos garnelensicher machen, indem der Ansaugbereich mit einem Edelstahl-Filterguard oder einem Schwamm-Filteransaugschutz versehen wird.

Garnelensicherer Aquarienfilter - Mignon Innenfilter in der Verpackung mit Schwammvorfilter
Kompakte Rucksackfilter mit Schwammvorfilter sind eine einfache und bewährte Lösung für Garnelenbecken.

Vorteile:

  • sehr leise
  • großer Platz für hochwertige Filtermedien, auch perfekt zum Nachrüsten von Filtermedien
  • kinderleicht zu warten
  • sehr gute biologische Filterleistung

Nachteile:

  • Filterguard ist Pflicht, sonst Gefahr für Junggarnelen
  • leichte Oberflächenströmung (aber meist gut kontrollierbar)
  • für sehr große Aquarien nur bedingt geeignet

3) Kompakte Außenfilter für 60 cm Aquarien

Außenfilter sind optisch die sauberste Lösung. Bei Außenfiltern liegen nur der Ansaugkorb und der Auslass im Aquarium. Das Volumen im Filter ist sehr groß und bietet daher maximalen Platz für biologisches Filtermaterial, was besonders in Garnelenbecken ideal ist.

Vorteile:

  • höchste Filterleistung
  • unsichtbar im Beckeninneren
  • extrem viel Platz für Filtermedien
  • laufruhig

Nachteile:

  • unbedingt einen Filterguard verwenden
  • oft preislich höher
  • Schlauchführungen beachten (Austrittssicherung!)
  • eine gewisse Gefahr von undichten Stellen z. B. bei den Schlauchverbindungen ist immer gegeben

Tipp: Eine gute Mischung aus unterschiedlichen Filtermedien wie Keramikringe, Siporax oder Schwämme fördern einen stabilen Stickstoffkreislauf im Aquarium, was besonders für empfindliche Garnelenarten wichtig ist.

Vergleichstabelle unterschiedlicher Filtertypen

FiltertypSicherheit für BabygarnelenStrömungBiologische LeistungPflegeaufwandSichtbarkeit im BeckenIdeal für…
Innenfilter mit Schwammsehr hochmittelhochgeringsichtbarAnfänger, kleinere bis mittlere Aquarien
Rucksackfilter mit Filterguardsehr hochmittelhochgeringminimal sichtbarKleine Nano-Aquarien
Außenfilter mit Garnelenschutzsehr hochgering-hochhochgering–mittelnahezu unsichtbarMittlere bis große Aquarien

Garnelensichere Innenfilter für Aquarien bis 60 cm – leise, kompakt und einfach installiert

Innenfilter gehören zu den beliebtesten Lösungen für Garnelenbecken, da sie direkt im Aquarium montiert werden und sofort einsatzbereit sind (Plug & Play). Besonders in 60 cm Becken überzeugen sie durch geringe Lautstärke, einfache Wartung und hohe Garnelensicherheit. Oft sind sie sogar ohne zusätzlichen Ansaugschutz für Garnelen verwendbar. Für Einsteiger sind Innenfilter oft die unkomplizierteste Wahl.

Dennerle Nano Eckfilter für Aquarien bis ca. 60 Liter

Den Dennerle Nano Eckfilter gibt es in zwei Größen (normal & XL), wodurch er sich flexibel an unterschiedliche Beckenvolumen anpassen lässt. Durch die Eckform sitzt er unauffällig im Aquarium und sorgt für eine gleichmäßige, sanfte Strömung. Besonders praktisch: Mit zusätzlichen Filter-Extensions lässt sich das Filtervolumen deutlich erweitern. Für Garnelenhalter wichtig ist außerdem, dass der Filter mit dem Dennerle NanoProtect Garnelenschutz nachgerüstet werden kann, wodurch auch Junggarnelen zuverlässig vor dem Einsaugen geschützt sind.

Aquael Pat Mini Innenfilter für Aquarien bis ca. 100 Liter

Der Aquael Pat Mini Nano-Filter ist ein sehr kompakter, leistungsstarker Innenfilter für Aquarien bis etwa 100 Liter. Trotz seiner geringen Größe bietet der Schwamm eine große biologische Filterfläche, auf der sich wichtige Filterbakterien ansiedeln. Die Strömung lässt sich regulieren, wodurch er sich gut für Garnelenbecken eignet. Der Filter ist bereits mit einem Filterschwamm zum Schutz vor kleinen Fischen und Garnelen ausgestattet. Als zusätzliches Zubehör ist für diesen Filter allerdings auch noch ein feinporigen Schwammaufsatz erhältlich, der besonders für Babygarnelen geeignet ist. Er ersetzt den Schwammaufsatz, der im Lieferumfang des Filters enthalten ist. Dadurch wird der Pat Mini zu einem sehr sicheren Garnelenfilter, auch für Jungtiere.

Eheim Aquaball Innenfilter für 30 – 180 Liter Aquarien

Der Eheim Aquaball zeichnet sich durch sein modulares Kugelsystem aus, bei dem sich einzelne Filtermodule flexibel ergänzen oder reinigen lassen. Dadurch kann das Filtervolumen individuell angepasst werden. Der Filter besitzt eine drehbare Auslassdüse, wodurch sich die Strömung gezielt ausrichten lässt. Für den Aquaball ist kein zusätzlicher Garnelenschutz nötig, da er bereits garnelensicher ist und daher sehr gut für Garnelenbecken geeignet ist.

Garnelensichere Außenfilter für Aquarien bis 60 cm – maximale Filterleistung mit Schutz für Garnelen

Außenfilter bieten die stärkste biologische Filterleistung und sind optisch die eleganteste Lösung, da sich die Technik außerhalb des Aquariums befindet. Allerdings sind sie meist nur 100 % garnelensicher, wenn man sie mit einem zusätzlichen Ansaugschutz für Garnelen (Filterguard oder Schwamm) ausstattet, da die Einlassschlitze des Filters meist sehr groß sind. Hast du also kleine oder junge Garnelen im Aquarium, würde ich zusätzlich immer einen Filterschutz anbringen. Wer auf maximale Wasserstabilität setzt und eine große Freiheit bei der Bestückung seines Filters möchte, kommt an einem gut gesicherten Außenfilter kaum vorbei. Auch für größere Aquarien sind Außenfilter meist die beste Wahl.

Verschiedene Ansaugschutz-Varianten für Aquarienfilter aus Edelstahl und Kunststoff
Aquarienfilter haben oft Ansaugkörbe mit unterschiedlichen Größen und die meisten sind leider nicht garnelensicher.

JBL CristalProfi E402 Greenline Außenfilter für Aquarien bis 120 Liter

Der JBL CristalProfi E402 Greenline ist ein energieeffizienter Außenfilter für kleinere Aquarien bis etwa 120 Liter. Er wird komplett mit Filtermedien geliefert und ist sofort einsatzbereit. Typisch für JBL ist die sehr gute mechanisch-biologische Filterleistung. Für den Einsatz im Garnelenbecken sollte das Ansaugrohr jedoch immer mit einem feinen Schwamm oder Filterguard abgesichert werden, da die serienmäßigen Öffnungen für Junggarnelen zu groß sind.

Fluval 107 Außenfilter für Aquarien bis 130 Liter

Der Fluval 107 ist ein hochwertiger Außenfilter, der sich besonders durch seine sehr leise Laufweise und sein durchdachtes Filtersystem auszeichnet. Die Filterkörbe lassen sich bequem entnehmen und individuell mit Filtermedien bestücken. Für Garnelenbecken eignet sich der Fluval 107 hervorragend, wenn zusätzlich ein Garnelenschutz am Ansaugrohr montiert wird. So kombiniert man hohe Wasserstabilität mit maximaler Sicherheit für Garnelen oder auch kleine Fische.

Oase FiltoSmart für Aquarien bis ca. 300 Liter

Der Oase FiltoSmart ist ein sehr kompakter Außenfilter, der speziell für Aquarien bis ca. 300 Liter entwickelt wurde. Trotz seiner Größe bietet er überraschend viel Platz für biologische Filtermedien. Die Durchflussmenge ist gut regulierbar, wodurch sich der Filter auch für Garnelenbecken fein einstellen lässt. Wie bei allen Außenfiltern gilt auch hier: Ein zusätzlicher Ansaugschutz ist Pflicht, wenn Junggarnelen im Becken leben.

Garnelensichere Hang-On Filter (Rucksackfilter) für Aquarien bis 60 cm – platzsparend im Aquarium & effektiv

Hang-On-Filter, auch Rucksackfilter genannt, werden direkt an den Beckenrand vom Aquarium gehängt und benötigen kaum Platz im Aquarium. Sie kombinieren eine hohe Filterleistung mit einfacher Wartung, müssen jedoch ebenfalls mit einem Garnelenschutz am Ansaugrohr ausgestattet werden. Besonders in kleinen Aquarien unter 60 cm sind sie eine beliebte Alternative zu Innen- und Außenfiltern. Der Aquael Versamax Mini Rucksackfilter kommt leider ohne Garnelenschutz im Lieferumfang. Die anderen beiden haben bereits einen Vorfilterschwamm für einen garnelensicheren Betrieb im Set enthalten.

Aquael Versamax Mini

Der Aquael Versamax Mini ist ein platzsparender Hang-On-Filter, der einfach an den Beckenrand gehängt wird. Er bietet eine sehr gute mechanische und biologische Filterleistung bei gleichzeitig geringer Lautstärke. Wichtig für Garnelenhalter: Der Versamax Mini ist nur mit zusätzlichem Schwamm oder Filterguard garnelensicher, da die serienmäßige Ansaugöffnung für Baby-Garnelen zu groß ist. Daher muss beim Kauf des Aquael Versamax Mini-Filters noch an ein zusätzlichen Garnelenschutz gedacht werden.

Fluval AquaClear

Der Fluval AquaClear AC20 besitzt ein Mehrkammer-Filtersystem, in dem mechanische, biologische und chemische Filterung getrennt voneinander erfolgen. Ein großer Vorteil für Garnelenhalter ist, dass der Garnelenschutz bereits serienmäßig enthalten ist. Zudem lässt sich die Durchflussmenge stufenlos regulieren, was ihn ideal für kleinere Aquarien und Garnelenbecken macht.

Dennerle Scapers Flow

Der Dennerle Scapers Flow ist ein designorientierter Hang-On-Filter, der speziell für Aquascaping-Becken entwickelt wurde. Er kombiniert dezente Optik mit effizienter Filterleistung. Auch hier ist der Garnelenschutz bereits integriert, was ihn besonders attraktiv für Garnelenhalter macht. Durch die feine, gleichmäßige Strömung eignet sich der Filter hervorragend für bepflanzte 60 cm Aquarien mit Garnelenbesatz.

Zusatztipp: Mattenfilter und Schwammfilter für Garnelenbecken

Mattenfilter und luftbetriebene Schwammfilter gelten als besonders garnelensicher, da sie komplett ohne gefährliche Ansaugöffnungen arbeiten. Gleichzeitig bieten sie eine riesige biologische Filterfläche, auf der sich unzählige nützliche Bakterien ansiedeln. Gerade in Zucht- und Aufzuchtbecken sind diese Filterarten sehr beliebt. Optisch sind sie jedoch etwas auffälliger als klassische Innen- oder Außenfilter.

Tetra Brillant Filter

Der Tetra Brillant Filter ist ein luftbetriebener, sehr günstiger Innenfilter mit Schwammeinsatz, der vollständig mit einer Membranpumpe betrieben wird. Dadurch entsteht keine gefährliche Sogwirkung, was ihn absolut sicher für Garnelen und Jungtiere macht. Der grobporige Schwamm dient gleichzeitig als mechanische Reinigung und biologische Filterfläche. Zudem wird das Wasser durch die Luftzufuhr gut mit Sauerstoff angereichert, ideal für Garnelenbecken und Aufzuchtaquarien.

JBL CristalProfi M Greenline Mattenfilter

Der JBL CristalProfi M Greenline ist ein kompakter Mattenfilter, der über eine großflächige Filtermatte arbeitet. Diese bietet extrem viel Platz für Filterbakterien und sorgt für eine sehr stabile Wasserbiologie. Durch die geringe Strömungsgeschwindigkeit ist dieser Filter von Natur aus garnelensicher, auch für Jungtiere. Gleichzeitig arbeitet er sehr leise und energieeffizient, was ihn besonders für Wohnräume attraktiv macht.

Die besten Aquarienfilter für Garnelen im Vergleich

In dieser Vergleichstabelle findest du meine Top-Empfehlungen für garnelensichere Aquarienfilter bis 60 cm, übersichtlich nach Filtertyp, Lautstärke, Garnelenschutz und Einsatzbereich gegliedert. So kannst du die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick erkennen und direkt den passenden Filter für dein Garnelenbecken auswählen.

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

So machst du deinen (vorhandenen) Aquarienfilter ganz einfach garnelensicher

Edelstahl Filterguards und Schwamm-Vorfilter als Garnelenschutz für Filter-Ansaugrohre
Edelstahl-Filterguards und Schwamm-Vorfilter schützen zuverlässig vor dem Einsaugen von Babygarnelen.

Viele Aquariumfilter sind ab Werk nicht garnelensicher, da die Ansaugöffnungen oft zu groß für Babygarnelen und Jungtiere sind. Ein passender Ansaugschutz für den Filter ist daher wichtig. Mit wenigen Handgriffen und günstigen Zubehörteilen kannst du jedoch fast jeden Innen-, Außen- oder Hang-On-Filter zuverlässig absichern. Die folgenden Methoden gehören zu den bewährtesten Lösungen in der Garnelenhaltung.

Edelstahl-Filterguards

Ein Edelstahl-Filterguard ist eine besonders robuste und dauerhafte Lösung, um die Ansaugöffnung deines Filters garnelensicher zu machen. Dabei handelt es sich um fein gelochte, rostfreie Metallgitter, die direkt auf das Ansaugrohr gesteckt werden.

Vorteile:

  • sehr langlebig & rostfrei
  • optisch dezent
  • sicherer Schutz für Baby-Garnelen
  • leicht zu reinigen

Wichtig:
Der Filterguard sollte genau sitzen, und über sehr feine Öffnungen verfügen, damit wirklich keine Junggarnelen eingesaugt werden können.

Edelstahl Filterguard montiert am Ansaugrohr eines Aquarienfilters
Ein Edelstahl-Filterguard wird direkt auf das Ansaugrohr gesteckt und macht den Filter garnelensicher.

Schwamm-Vorfilter

Ein Schwamm-Vorfilter gehört zu den beliebtesten Lösungen, um einen Aquarienfilter garnelensicher zu machen. Der Schwamm wird direkt über das Ansaugrohr gesteckt und erfüllt gleich mehrere Aufgaben:

  • Schutz vor Einsaugung von Junggarnelen
  • zusätzliche mechanische Filterung
  • enorme biologische Filterfläche
  • optimaler Lebensraum für Mikroorganismen

Empfohlene Porendichte:
30 – 45 ppi → ideal für Babygarnelen & starke Biofilterung

Extra-Vorteil für Garnelen:
Im Schwamm sammeln sich mit der Zeit Mulm, Bakterien und Biofilm. Das ist nebenbei eine perfekte Dauerfutterquelle für Garnelen.

Extra-Tipp: Gibt es für deinen Filter einen originalen Garnelenschutz?

Bevor du zu universellen Filterguards oder DIY-Lösungen greifst, lohnt sich immer ein kurzer Blick, ob der Hersteller deines Filters einen passenden originalen Garnelenschutz anbietet. Viele Marken haben mittlerweile speziell abgestimmte Schutzaufsätze, die perfekt sitzen, optisch unauffällig sind und sich einfach montieren lassen.

Das lohnt sich besonders, weil:

  • der Schutz exakt auf den Filter passt
  • kein Basteln nötig ist
  • die Optik meist deutlich dezenter ist
  • die Strömung kaum beeinflusst wird

Gerade bei Nano- und Garnelenfiltern gibt es für viele Modelle passende Garnelenschutz-Aufsätze direkt vom Hersteller oder von spezialisierten Zubehöranbietern.

In der folgenden Übersicht findest du bewährte Garnelenschutz-Lösungen für verschiedene Aquarienfilter von Edelstahl-Filterguards über Schwamm-Vorfilter bis hin zu originalen Herstellerschutz-Aufsätzen. In der Spalte „Passend für Filter“ siehst du sofort, welcher Filterschutz zu den gängigsten Filtermodellen passt.

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

DIY-Lösung: Strumpf oder zugeschnittener Filterschwamm

Wenn gerade kein Zubehör zur Hand ist, kannst du dir auch mit einfachen Hausmitteln helfen:

  • Feinstrumpfhose
  • Filtermatte zuschneiden
Filtervlies und Edelstahlrohr als DIY-Lösung für garnelensicheren Ansaugschutz
Mit Filtervlies oder zugeschnittenem Schwamm lässt sich einfach und günstig ein effektiver Garnelenschutz vorbereiten.

Ein Stück Feinstrumpfhose oder eine zugeschnittene Filtermatte wird einfach über das Ansaugrohr gezogen und mit einem kleinen Kabelbinder oder einer Schnur fixiert. Diese Methode ist extrem günstig, sofort einsatzbereit und sehr effektiv. Aber diese Lösung kann schneller verstopfen, ist optisch weniger ansprechend und sie sollte regelmäßig kontrolliert werden, um ein zu starkes Zusetzen des Filters zu vermeiden.

DIY Garnelenschutz aus Filtervlies am Ansaugrohr eines Aquarienfilters
DIY-Lösung: Filtervlies wird mit einem Gummi an der Ansaugung befestigt und macht den Aquarienfilter garnelensicher.

Welche Filter ich für kleine Garnelenbecken empfehle

  1. Innenfilter mit feinem Schwammaufsatz – sicher, günstig, effektiv
  2. Hang-On-Filter mit Edelstahl-Guard – wenn du wenig Technik im Becken willst
  3. Außenfilter mit Filterguard – die Premium-Lösung für maximale Stabilität, aber für ein kleines Garnelenaquarium meist etwas überdimensioniert

Wenn ich nur eine Option wählen müsste, würde ich einen Innenfilter mit hochwertigem Schwamm oder Garnelenschutz verwenden. Solche Filter sind maximal sicher für Garnelen, leisten für kleine Aquarien eine super Filterung und sind leicht zu installieren und zu warten.

Fazit: Garnelensicher filtern ist einfach, wenn man weiß, worauf es ankommt

Für ein Garnelenbecken bis 60 cm brauchst du kein exotisches Spezialprodukt, sondern eine Kombination aus:

  • schonender Filtermechanik
  • feinen Ansaugflächen
  • sauberer biologischer Filterung
  • ruhiger Strömung

Ob Innenfilter, Hang-On oder kompakter Außenfilter, mit einem Schwammaufsatz oder Edelstahl-Filterguards lassen sich fast alle modernen Systeme zuverlässig garnelensicher machen. Für ein dauerhaft stabiles Garnelenbecken spielen aber nicht nur der Filter, sondern auch der richtige Aquarium-Bodengrund und eine saubere Beckenstruktur eine wichtige Rolle.

💬 Austausch & Fragen:

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Fragen und Antworten

Ein Aquarienfilter ist dann garnelensicher, wenn die Ansaugöffnung fein genug sind, sodass auch Babygarnelen nicht eingesaugt werden können. Das gelingt entweder durch einen Schwamm-Vorfilter, einen Edelstahl-Filterguard oder einen passenden Garnelenschutz des Filterherstellers.

Am einfachsten machst du deinen Filter garnelensicher, indem du einen Schwamm-Vorfilter oder einen Edelstahl-Filterguard auf das Ansaugrohr steckst. Alternativ gibt es für viele Filtermodelle auch passende Original-Garnelenschutz-Aufsätze vom Hersteller.

Beide Filterarten sind für Garnelen geeignet, wenn sie richtig abgesichert sind. Innenfilter mit Schwamm gelten als besonders einfach und sicher, während Außenfilter die stärkste biologische Filterleistung bieten, aber immer einen zusätzlichen Ansaugschutz benötigen.

Bei Juwel-Aquarien mit Bioflow-Innenfilter lässt sich der Filter ganz einfach mit dem Juwel FilterGrid Garnelenschutz absichern. Dieses wird direkt vor die Ansaugöffnung gesetzt und verhindert zuverlässig das Einsaugen von Babygarnelen.

Für Nano-Aquarien bis 30 Liter eignen sich besonders kleine Innenfilter mit feinem Schwamm, wie z. B. Nano-Eckfilter oder luftbetriebene Schwammfilter. Sie sind sehr leise, extrem garnelensicher und bieten ausreichend biologische Filterleistung für kleine Becken.

Frontansicht des bepflanzten 60 cm Aquarium

Aquarium im Urlaub versorgen: So kommen deine Fische gut durch eine längere Abwesenheit

Du planst deinen nächsten Urlaub, aber hast ein Aquarium? Keine Sorge, mit der richtigen Vorbereitung kannst du dein Aquarium im Urlaub optimal versorgen. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie man wunderbar für ein paar Wochen, trotz Aquarium verreisen kann. Mit dem richtigen Futterautomat fürs Aquarium, Urlaubsfutter und einer durchdachter Vorbereitung funktioniert die Versorgung auch über mehrere Wochen.

Du bist nur für ein paar Tage weg? Dann musst du vielleicht sogar gar nichts machen, denn ein Aquarium kann oft mehrere Tage ohne Betreuung auskommen. Hier erfährst du Schritt für Schritt alles Wichtige: vom Wasserwechsel über den Technikcheck bis zur Auswahl von Futterautomaten oder Ferienfutter, damit deine Fische den Urlaub gut überstehen und du entspannt verreisen kannst.

Contest Aquascape Einrichtungsbeispiel 35 Liter Dennerle Aquarium nach 3 Monaten Standzeit
Damit dein Aquarium auch nach dem Urlaub noch schön aussieht, gibt es ein paar Dinge zu beachten

Warum eine präzise Urlaubsplanung wichtig ist

Ein Aquarium ist ein komplexes Ökosystem – kein Haustier, das man einfach in eine Pension geben kann. Wasserwerte, Temperatur, Technik und Fütterung müssen auch bei Abwesenheit stimmen. Eine fehlende Fütterung kann Stress bedeuten, aber genauso problematisch ist eine Wasserbelastung durch schlechtes Futter, ein technischer Ausfall oder verkümmernde Pflanzen. Wer rechtzeitig vorbereitet, verhindert genau diese Schwierigkeiten. Vor allem bei längeren Reisen, empfindlichen Arten oder neuen Becken sollte die Urlaubsversorgung gut durchdacht sein.

Wie lange überleben Fische ohne Futter?

Wie lange Fische ohne Futter in einem Aquarium überleben hängt stark von vielen Faktoren ab und variiert nach Fischart, Beckengröße, Besatzdichte, Pflanzenbestand, Temperatur und natürlich dem allgemeinen Zustand des Aquariums.

In einem gut eingefahrenen, wenig besetzten Becken überleben gesunde Zierfische wie Guppys, Neons oder Skalare problemlos 7 bis 10 Tage ohne Futter. Einen ausführlichen Steckbrief zur Haltung des Blauen Neons findest du hier. Bei guter Kondition sind sogar bis zu zwei Wochen möglich. Bei einem neuen Becken, vielen Jungfischen oder empfindlichen Arten sollte man jedoch nicht auf eine Futterpause setzen. Besonders Jungtiere benötigen regelmäßige Fütterung, da sie kaum Energiereserven haben. Auch bei dichtem Besatz oder stressanfälligen Arten ist eine durchgehende Versorgung sinnvoll.

Garnelen und Schnecken hingegen kommen deutlich länger ohne Zusatzfutter aus – vorausgesetzt, es gibt genügend Aufwuchs, Algen und Biofilm im Aquarium. Wer braunes Laub, Seemandelbaumblätter oder Erlenzapfen ins Becken gibt, stellt eine langfristige Nahrungsquelle bereit.

So versorgst du dein Aquarium im Urlaub zuverlässig

Futterautomat im Aquarium installieren

Die zuverlässigste Lösung bei der Futterversorgung deiner Fische während dem Urlaub ist definitiv ein Futterautomat im Aquarium. Ein Futterautomat ist die beste Wahl für längere Abwesenheiten. Moderne Geräte wie von Sera, JBL oder Tetra lassen sich leicht programmieren und stellen sicher, dass die Fütterung in selbst eingestellten Intervallen automatisch abläuft – egal ob morgens, mittags oder abends.

Vorschau
JBL PRONOVO AUTOFOOD, Futterautomat für Aquarium, Fütterung mit Fischfutter-Granulat bis zu 4x täglich, Inkl. Halterung und Adapterring zur Erweiterung des Volumens auf 375 ml, Schwarz
sera 32595 X-Feeder ein komfortabler Futterautomat für Flocken und Granulate im Aquarium - er füttert pünktlich die richtige Menge - bis zu 4 Fütterungen mit dem 120 ml Futtervorratsbehälter, Schwarz
JUWEL Aquarium - EasyFeed - Futterautomat
Tetra myFeeder Futterautomat für Zierfische im Aquarium, anthrazit, inklusive Batterien
Name des Produkts
JBL PRONOVO AUTOFOOD
Sera X-Feeder
Juwel EasyFeed
Tetra myFeeder
Weitere Infos
Der JBL AutoFood ist ein zuverlässiger Futterautomat für Trockenfutter wie Flocken oder Granulat. Er verfügt über ein belüftetes Futtermagazin, um Feuchtigkeit zu vermeiden, und lässt sich über ein Display einfach programmieren. Bis zu 4 Fütterungen pro Tag sind möglich, inklusive manueller Futterausgabe. Perfekt für Süßwasseraquarien bis mittelgroße Becken.
Der Sera X-Feeder punktet mit einer intuitiven Bedienung und eignet sich für Flocken-, Granulat- und Staubfutter. Das Gerät erlaubt bis zu 3 Fütterungen täglich und schützt das Futter effektiv vor Feuchtigkeit durch eine separate Belüftung. Die Trommel ist leicht nachfüllbar und lässt sich exakt dosieren – ideal für Urlaubszeiten.
Der Juwel EasyFeed ist speziell für Juwel-Aquarien konzipiert, lässt sich aber auch universell einsetzen. Er bietet zwei Fütterungen pro Tag und ist besonders einfach zu installieren. Das Gerät arbeitet mit handelsüblichem Trockenfutter und kann optional mit einem Belüftungsmodul kombiniert werden, um Futterverklumpung zu verhindern.
Der Tetra myFeeder ist ein hochwertiger, batteriebetriebener Futterautomat mit versiegeltem Vorratsbehälter, der Futter trocken und frisch hält. Er ermöglicht bis zu 3 Fütterungen täglich und eignet sich für alle gängigen Futtersorten. Die einfache Bedienung und das gut ablesbare Display machen ihn zu einer praktischen Lösung für längere Abwesenheiten.
Geeignet für Futter
Trockenfutter (Flocken, Granulat, Pellets)
Trockenfutter (Flocken, Granulat)
Trockenfutter (Flocken, Granulat, kleine Pellets)
Trockenfutter (Flocken, Granulat, Pellets)
Geeignet für offene Aquarien
Vorschau
JBL PRONOVO AUTOFOOD, Futterautomat für Aquarium, Fütterung mit Fischfutter-Granulat bis zu 4x täglich, Inkl. Halterung und Adapterring zur Erweiterung des Volumens auf 375 ml, Schwarz
Name des Produkts
JBL PRONOVO AUTOFOOD
Weitere Infos
Der JBL AutoFood ist ein zuverlässiger Futterautomat für Trockenfutter wie Flocken oder Granulat. Er verfügt über ein belüftetes Futtermagazin, um Feuchtigkeit zu vermeiden, und lässt sich über ein Display einfach programmieren. Bis zu 4 Fütterungen pro Tag sind möglich, inklusive manueller Futterausgabe. Perfekt für Süßwasseraquarien bis mittelgroße Becken.
Geeignet für Futter
Trockenfutter (Flocken, Granulat, Pellets)
Geeignet für offene Aquarien
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sera 32595 X-Feeder ein komfortabler Futterautomat für Flocken und Granulate im Aquarium - er füttert pünktlich die richtige Menge - bis zu 4 Fütterungen mit dem 120 ml Futtervorratsbehälter, Schwarz
Name des Produkts
Sera X-Feeder
Weitere Infos
Der Sera X-Feeder punktet mit einer intuitiven Bedienung und eignet sich für Flocken-, Granulat- und Staubfutter. Das Gerät erlaubt bis zu 3 Fütterungen täglich und schützt das Futter effektiv vor Feuchtigkeit durch eine separate Belüftung. Die Trommel ist leicht nachfüllbar und lässt sich exakt dosieren – ideal für Urlaubszeiten.
Geeignet für Futter
Trockenfutter (Flocken, Granulat)
Geeignet für offene Aquarien
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JUWEL Aquarium - EasyFeed - Futterautomat
Name des Produkts
Juwel EasyFeed
Weitere Infos
Der Juwel EasyFeed ist speziell für Juwel-Aquarien konzipiert, lässt sich aber auch universell einsetzen. Er bietet zwei Fütterungen pro Tag und ist besonders einfach zu installieren. Das Gerät arbeitet mit handelsüblichem Trockenfutter und kann optional mit einem Belüftungsmodul kombiniert werden, um Futterverklumpung zu verhindern.
Geeignet für Futter
Trockenfutter (Flocken, Granulat, kleine Pellets)
Geeignet für offene Aquarien
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Tetra myFeeder Futterautomat für Zierfische im Aquarium, anthrazit, inklusive Batterien
Name des Produkts
Tetra myFeeder
Weitere Infos
Der Tetra myFeeder ist ein hochwertiger, batteriebetriebener Futterautomat mit versiegeltem Vorratsbehälter, der Futter trocken und frisch hält. Er ermöglicht bis zu 3 Fütterungen täglich und eignet sich für alle gängigen Futtersorten. Die einfache Bedienung und das gut ablesbare Display machen ihn zu einer praktischen Lösung für längere Abwesenheiten.
Geeignet für Futter
Trockenfutter (Flocken, Granulat, Pellets)
Geeignet für offene Aquarien

Vorteile:

  • Exakte Portionierung – kein Überfüttern
  • Fütterungszeiten frei wählbar
  • Trockenfutter bleibt frisch und trocken
  • funktioniert auch bei Abwesenheit ohne technische Betreuung

Worauf du achten solltest:

  1. Testbetrieb: Verwende den Futterautomaten mindestens 3–5 Tage vor der Abreise mit dem gewohnten Fischfutter und beobachte, ob das Gerät zuverlässig funktioniert.
  2. Futtermenge: Stelle die Futtermenge am besten auf maximal 70–80 % der normalen Tagesration ein. Das reicht völlig aus und verhindert, dass zu viel Futter ins Aquarium gelangt, welches liegen bleibt und die Wasserqualität verschlechtert.
  3. Position: Trockene Stelle am Aquarienrand oder über dem Aquarium. Achte darauf, dass kein Spritzwasser in den Futterautomat gelangt, der das Trockenfutter verklumpen und somit den Automat blockieren könnte.
  4. Typ des Futters: Flocken, Granulat, Staubfutter – wähle ein Produkt, das du vorher erfolgreich gefüttert hast und das deine Fische gewöhnt sind. Außerdem sind viele Futterautomaten nur für Trocken- oder Granulatfutter ausgelegt, das solltest du unbedingt beachten.

Spezielles Ferienfutter oder Urlaubsfutter für Fische – einfache Lösung für Kurzreisen

Neben Futterautomaten gibt es auch spezielles Urlaubsfutter bzw. Langzeit-Futtertabs wie JBL Holiday, Sera Holiday oder Universal-Tabs – eine abwechslungsreiche und zuverlässige Futterversorgung in Form von Futtertabs. Diese werden ins Aquarium gegeben und bei Bedarf können die Fische am Futterblock knabbern. Solche Ferienfutter halten bis zu 14 Tage, je nach Größe und Anzahl der Fische.

Vorschau
sera Holiday 10 Tabs (24 g) - Gut versorgte Fische - Unbeschwerte Ferien, Ferienfischfutter oder Wochenendfutter fürs Aquarium, anstelle eines Futterautomat
Tetra Aquarium Holiday Menu Huhn 0,03 kg
Dajana Holiday Block Ferien Urlaub Futter bis 14 Tage
Name des Produkts
Sera Holiday
Tetra Aquarium Holiday Menu Huhn
Dajana Holiday Block
Weitere Infos
Diese Tabletten sind speziell für die Fütterung während des Urlaubs konzipiert und geben das Futter langsam und kontinuierlich im Aquarium ab. Die Tabs lösen sich über mehrere Tage auf und sorgen so für eine gleichmäßige Nahrungsversorgung.
Dieses feste Urlaubsfutter in Tablettenform besteht aus hochwertigen Zutaten mit Hühnerprotein und versorgt die Fische während der Abwesenheit. Es ist einfach anzuwenden und sorgt für eine schrittweise Futterabgabe.
Der Ferienblock ist ein kompaktes und langsam lösliches Futter, das sich über mehrere Tage im Wasser auflöst. Es verhindert Futterknappheit und hält die Wasserqualität durch kontrollierte Abgabe stabil.
Geeignet für welche Fische?
Allesfresser und Pflanzenfresser in Süßwasser-Aquarien, z. B. Welse, Panzerwelse und viele Salmlerarten.
Fleischfressende und omnivore Aquarienfische, z. B. Diskus, Buntbarsche und Welse.
Allesfresser und carnivore Süßwasserfische, z. B. Kampffische, Skalare und Welse.
Futter ausreichend für wie viele Tage?
Bis zu 10 Tage, je nach Wasserparameter und Fischbestand.
Ca. 7 bis 10 Tage, abhängig von Temperatur und Fischdichte.
Bis zu 10 Tage, je nach Größe des Aquariums und Fischbestand.
Vorschau
sera Holiday 10 Tabs (24 g) - Gut versorgte Fische - Unbeschwerte Ferien, Ferienfischfutter oder Wochenendfutter fürs Aquarium, anstelle eines Futterautomat
Name des Produkts
Sera Holiday
Weitere Infos
Diese Tabletten sind speziell für die Fütterung während des Urlaubs konzipiert und geben das Futter langsam und kontinuierlich im Aquarium ab. Die Tabs lösen sich über mehrere Tage auf und sorgen so für eine gleichmäßige Nahrungsversorgung.
Geeignet für welche Fische?
Allesfresser und Pflanzenfresser in Süßwasser-Aquarien, z. B. Welse, Panzerwelse und viele Salmlerarten.
Futter ausreichend für wie viele Tage?
Bis zu 10 Tage, je nach Wasserparameter und Fischbestand.
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Tetra Aquarium Holiday Menu Huhn 0,03 kg
Name des Produkts
Tetra Aquarium Holiday Menu Huhn
Weitere Infos
Dieses feste Urlaubsfutter in Tablettenform besteht aus hochwertigen Zutaten mit Hühnerprotein und versorgt die Fische während der Abwesenheit. Es ist einfach anzuwenden und sorgt für eine schrittweise Futterabgabe.
Geeignet für welche Fische?
Fleischfressende und omnivore Aquarienfische, z. B. Diskus, Buntbarsche und Welse.
Futter ausreichend für wie viele Tage?
Ca. 7 bis 10 Tage, abhängig von Temperatur und Fischdichte.
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Dajana Holiday Block Ferien Urlaub Futter bis 14 Tage
Name des Produkts
Dajana Holiday Block
Weitere Infos
Der Ferienblock ist ein kompaktes und langsam lösliches Futter, das sich über mehrere Tage im Wasser auflöst. Es verhindert Futterknappheit und hält die Wasserqualität durch kontrollierte Abgabe stabil.
Geeignet für welche Fische?
Allesfresser und carnivore Süßwasserfische, z. B. Kampffische, Skalare und Welse.
Futter ausreichend für wie viele Tage?
Bis zu 10 Tage, je nach Größe des Aquariums und Fischbestand.

Vorteile:

  • Einfache Anwendung
  • Kein Ausfallrisiko durch Technik
  • Preisgünstig und überall erhältlich

Nachteile:

  • Keine Kontrolle über exakte Dosierung
  • Risiko von Wassertrübung und Nitriterhöhung durch Futterüberschuss
  • Nicht alle Fische gehen an dieses Ferienfutter

Aquarienbetreuung durch Freunde, Verwandte oder Nachbarn

Wer länger weg ist, ein anspruchsvolleres Becken hat, oder spezielle Fische pflegt, die z.B. nur Lebendfutter nehmen, sollte eine zuverlässige Person engagieren, die regelmäßig nach dem Aquarium schaut. Meist ist es schwierig eine Person zu finden, die sich wirklich auskennt oder sogar selbst ein eigene Aquarium hat. Deshalb solltest du alles gut vorbereiten und der Person genau erklären, was sie tun soll.

So funktioniert es:

  • Futter portionieren (z. B. in kleine Döschen).
  • Erstelle eine einfache Anleitung (z. B. „1 Teelöffel Trockenfutter morgens am Tag …“).
  • Zeige der Person grob, wie Technik (Filter, Licht, Heizer, CO2) funktioniert. So kann im Notfall gehandelt werden.
  • Erwähne Notfallkontakte falls möglich, wie Zoohändler oder andere Aquarianer die im Falle eines wirklich schwerwiegenden Notfalls helfen können.

Technik während des Urlaubs – was abschalten, was lassen?

Um böse Überraschungen bei deinem Aquarium im Urlaub zu vermeiden, empfiehlt es sich, nicht notwendige Technik während der Abwesenheit auszuschalten. Muss der Heizer unbedingt durchlaufen oder kann er während dem Urlaub komplett ausgeschalten werden? Informiere dich ob deine Fische auch ohne Heizer gut zurechtkommen. Teste ggf. vorab, wo sich die Temperatur ohne eine Heizung einpendelt. Vor allem in den warmen Sommermonaten ist ein Aquarienheizer oft überflüssig. Auch eine CO2-Anlage würde ich während der Abwesenheit ausschalten, um eine unkontrollierte CO2-Zufuhr zu verhindern. Welche Rolle CO₂ im Aquarium spielt und wann es sinnvoll ist, erfährst du in meinem Beitrag CO₂ im Aquarium.

Vielleicht kannst du sogar für die Zeit die Aquarienbeleuchtung ausschalten. Damit die Fische ihr Futter finden reicht meist Tageslicht durch das Fenster vollkommen aus. So vermeidest du, dass die Zeitschaltuhr ausfällt und das Licht plötzlich dauerhaft durchläuft.

Oase Biomaster Thermo Aquarien-Außenfilter
Der Aquarienfilter bleibt unbedingt angeschlossen, aber viele andere technische Geräte wie eine CO2-Anlage oder ein Heizer können vom Strom getrennt werden

Schritt für Schritt Vorbereitung vor dem Urlaub

Ca. ein bis zwei Wochen vor dem Urlaub solltest du mit der Urlaubsvorbereitung für das Aquarium beginnen. Somit hast du noch etwas Zeit alles zu beobachten und bei auftretenden Problemen wie z.B. Technikproblemen rechtzeitig zu handeln.

1. Wasserwechsel & Aquarienfilter kontrollieren

2–3 Tage vor dem Urlaub empfiehlt sich ein kontrollierter Wasserwechsel (30–50 %) sowie gegebenenfalls eine kleine Filterreinigung, je nach dem, wie zugesetzt der Filter ist. Achte darauf, dass nicht zu viel gereinigt wird. Eine komplette Filterreinigung, ein großer Wasserwechsel und das Absaugen des Bodengrunds könnte zu viel sein und das biologische Gleichgewicht im Aquarium stören. Mehr Details zu den richtigen Filtermedien und deren Pflege findest du hier.

2. Pflanzenpflege

Schneide die Pflanzen bei Bedarf nochmal zurück und entferne abgestorbene Blätter und Pflanzenreste aus dem Aquarium.

3. Licht richtig einstellen

Stelle das Licht mit einer Zeitschaltuhr auf 6-12 Stunden (je nach Aquarium) ein oder schalte, wenn möglich, das Licht für die Urlaubszeit komplett aus.

4. CO2 & Düngung prüfen

Prüfe ob die CO2-Flasche bald leer ist, fülle sie ggf. rechtzeitig nochmal auf. Am besten wird die CO2-Zugabe reduziert oder die Anlage während der Abwesenheit komplett ausgeschalten. Damit wird vermieden, dass aus irgendeinen Grund zu viel CO2 ins Aquarium gelangt und somit den Fischen schadet.

5. Technik testen

Teste die restliche Technik (Filter, Heizer, Pumpe, Nachfüllanlage, Sensoren) ob alles ohne Probleme funktioniert und schalte Technik, die nicht unbedingt gebraucht wird aus.

Aquarium Checkliste kurz vor der Abreise

  • Fische gefüttert oder Futterautomat eingestellt?
  • Urlaubsvertretung informiert und vorbereitet?
  • Funktionieren Filter, Heizer, CO2-Anlage und Licht?
  • Pflanzen geschnitten?
  • Wasserwerte stabil?
  • Wasserwechsel durchgeführt?
  • Smart-Home-Überwachung eingerichtet (optional)?
Rückschnitt roter Wasserpflanzen in einem Aquascape-Aquarium mit starker LED-Beleuchtung – Netz mit frisch geschnittenen Pflanzen am Beckenrand
Ein paar wichtige Dinge, wie hier das Zurückschneiden der Wasserpflanzen, sollten vor Antritt des Urlaubs noch erledigt werden

Smart-Home-Lösungen & Automatisierungen

Mit spezieller Technik wie Smart Home Geräten ist es mittlerweile möglich das Aquarium auch während der Abwesenheit im Blick zu haben. So kannst du im Urlaub sehen, ob Probleme auftreten oder ob alles in Ordnung ist. Bei auftretenden Problem kannst du somit schnell handeln und der Verwandtschaft oder Freunden bescheid geben, die dann nach dem Aquarium schauen könnten. Diese sollten natürlich vorab einen Schlüssel bekommen haben um auch Zugang zum Aquarium zu haben.

Für die technische Versorgung deines Aquariums während des Urlaubs spielt die richtige Einstellung der Beleuchtung eine entscheidende Rolle. Am besten richtest du eine Zeitschaltuhr ein, die die Beleuchtung auf maximal acht Stunden pro Tag begrenzt. Das spart nicht nur Energie, sondern reduziert auch das Risiko von Algenbildung durch übermäßige Lichtzufuhr. Wenn das Aquarium zusätzlich indirekter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, solltest du über einen Sonnenschutz oder eine leichte Abdunklung nachdenken, um Hitze oder zu viel Licht zu vermeiden.

Die Temperaturregelung ist besonders im Sommerurlaub ein kritischer Punkt. Sobald die Temperatur dauerhaft über 28 °C steigt, ist der Einsatz eines Aquarienlüfters oder eines kleinen Aquarienkühlers empfehlenswert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Temperatur zusätzlich mit WLAN-fähigen Sensoren überwachen. So kannst du auch aus der Ferne reagieren, falls etwas aus dem Ruder läuft.

Offene Becken stellen in Bezug auf den Wasserstand eine besondere Herausforderung dar, da sie durch Verdunstung schnell Wasser verlieren. Idealerweise installierst du eine Nachfüllautomatik die automatisch für gleichbleibenden Wasserstand sorgt. Wenn das nicht möglich ist, solltest du eine zuverlässige Urlaubsvertretung anweisen, alle 1-2 Wochen nach dem Wasserstand zu schauen und bei Bedarf aufzufüllen. Ist das auch nicht möglich, decke das Aquarium mit Glasscheiben oder Frischhaltefolie ab. Wenn Tiere im Aquarium sind achte darauf, dass es nicht vollständig geschlossen ist.

Zur Überwachung des Aquariums während deiner Abwesenheit bieten sich verschiedene technische Lösungen an. Eine einfache Webcam erlaubt dir, das Becken per Smartphone jederzeit live im Blick zu behalten. Juwel bietet hierfür auch eine spezielle Aquarium-Kamera an. Noch mehr Kontrolle bieten fernsteuerbare WLAN-Steckdosen, mit denen du Geräte wie Licht, Filter oder CO2-Anlage bei Bedarf manuell ein- oder ausschalten kannst. Ergänzend kannst du Sensoren wie Wasserstandsmelder oder Temperaturfühler installieren, die dir bei Abweichungen Push-Benachrichtigungen aufs Handy schicken. Damit bist du auch aus der Ferne jederzeit über den Zustand deines Aquariums informiert.

Diese Technikmaßnahmen sind optional, aber besonders bei längeren Abwesenheiten durchaus sinnvoll.

Besonderheiten bei Aquascapes und Garnelenaquarien

Aquascapes im Urlaub

Bei Pflanzenaquarien wie die meisten Aquascapes, die meistens pflegeintensiver als herkömmliche Gesellschaftsaquarien sind, brauchen oft eine CO2-Zugabe und eine zusätzliche Düngung. Ein paar Wochen kommen die Pflanzen aber gut ohne zusätzliches CO2 und Dünger aus. Nach der Rückkehr kann es sein, dass die Pflanzen nicht so toll aussehen wie mit CO2 und Dünger, allerdings hat man so keine Gefahr, dass irgendwas überdosiert werden kann. Vor allem wenn Tiere im Aquarium sind, würde ich CO2 und Düngung lieber pausieren oder zumindest deutlich geringer einstellen.

Bei offenen Aquarien empfiehlt es sich das Becken vor dem Urlaub abzudecken. Das funktioniert gut mit aufgelegten Glasscheiben oder Frischhaltefolie. Dadurch verhinderst du eine übermäßige Wasserverdunstung und stellst sicher, dass keine Fische aus dem Aquarium springen können. Achte dabei unbedingt darauf, dass das Aquarium nicht vollständig geschlossen wird und immer noch ein kleiner Luftaustausch stattfindet.

Aquascape-Aquarium mit Glasabdeckung, LED-Beleuchtung und ADA-Zubehör
Eine Glasabdeckung schützt vor herausspringenden Tieren und verhindert eine starke Wasserverdunstung

Garnelenbecken

Garnelen wie Zwerggarnelen der Gattung Neocaridina und Amanogarnelen (Caridina multidentata), brauchst du nicht extra zufüttern. Sie finden in stabilen Aquarien genug Futter um sich für ein paar Wochen selbst zu versorgen. Dauerfutter wie braunes Laub oder Seemandelbaumblätter kannst du deinen Garnelen jederzeit bereit stellen. Wenn das Aquarium erst neu eingerichtet wurde, und noch nicht genügend Biofilm und Algen vorhanden sind, kannst du mit einem Futterautomaten und Granulatfutter arbeiten. Fast alle Futterautomaten sind für Granulatfutter ausgelegt. Auch einen Heizer und die Beleuchtung kannst du bei einem Garnelenaquarium ausschalten.

Häufige Fehler die du vermeiden solltest

Futterautomat nicht getestet
Teste unbedingt den Futterautomat schon einige Tage vor der Abreise, ob er so funktioniert, wie er es soll. Dann hast du vor dem Urlaub noch genug Zeit, ihn richtig einzustellen. Füttert er zu den eingestellten Zeiten? Ist es das richtige Futter? Gelang zu viel oder zu wenig Futter ins Aquarium?

Überfütterung durch Helfer
Sag deiner Ferienbetreuung unbedingt und ganz genau, wie viel gefüttert werden soll. Lieber soll weniger gefüttert werden als zu viel. Oft denkt die Ferienbetreuung die Fische haben zu wenig und dann wird zu viel ins Wasser gekippt. Folglich wird die Wasserqualität schlecht, Algen wachsen und im schlimmsten Fall leiden die Tiere drunter. Und auch wenn aus Versehen die halbe Dose Fischfutter ins Aquarium fällt, muss das Futter unbedingt wieder rausgeholt werden! Tipp: Portionen selbst abfüllen und eine klare Anleitung geben.

Neue Technik oder Futter kurz vor Reisedatum
Vor der Reise bitte nichts neues ausprobieren und keine Experimente durchführen. Lass am besten alles beim alten, so wie es funktioniert hat. Auch das Futter sollte kurz vorher nicht gewechselt werden, da viele Fische an ein unbekanntes, neues Futter erst nicht dran gehen.

Kein Notfallplan
Sage deiner Urlaubsbetreuung unbedingt, was im Notfall zu tun ist und teile ihr evtl. Ansprechpartner mit.

Mit diesen Tipps wird dein Aquarium im Urlaub bestens versorgt – so kannst du deinen Urlaub sorgenfrei genießen.

Eheim Futterautomat für Aquarien, auf einem Holztisch platziert. Die perfekte Fütterungslösung für ein Aquarium im Urlaub mit LCD-Anzeige und Futterkammer
Futterautomaten, wie dieser von Eheim, ermöglichen eine automatisierte und zuverlässige Fütterung deiner Aquarientiere

Nach dem Urlaub: Was tun?

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub solltest du erstmal checken, ob es allen Bewohnern gut geht. Beobachte alle Tiere wie Fische, Schnecken und Garnelen, ob sie sich normal verhalten. Sind Fische krank oder verendet? Tote Tiere unbedingt aus dem Aquarium holen und kranke Tiere behandeln.

Am besten machst du nach der Rückkehr auch direkt einen Teilwasserwechsel von 50%, kürzt die Pflanzen bei Bedarf ein wenig und stellst die Technik wieder richtig ein (Heizer wieder in Betrieb nehmen, Beleuchtungszeit anpassen, falls sie reduziert wurde oder CO2-Anlage wieder in Betrieb nehmen).

Deine Urlaubsbetreuung im Raum Stuttgart und Göppingen

Du kommst aus dem Raum Stuttgart oder Göppingen und hast niemanden der sich während deines Urlaubs um dein Aquarium kümmert? Gerne übernehme ich das! Schreib mir einfach eine unverbindliche Nachricht über das Kontaktformular.

Hinweis: In diesem Artikel befinden sich Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Fragen und Antworten

Ein stabiles, gut eingefahrenes Aquarium kann ohne Probleme etwa 7 bis 10 Tage unbeaufsichtigt bleiben, vorausgesetzt die Technik funktioniert zuverlässig und du pflegst keine gesunde und keine außergewöhnlichen Tiere. Ab 2 Wochen sollte eine Fütterungslösung wie ein Futterautomat oder eine Betreuungsperson eingeplant werden.

Ein Futterautomat ist in den meisten Fällen die sicherere und sauberere Lösung, besonders bei längerer Abwesenheit. Ferienfutter kann bei Kurztrips funktionieren, birgt aber ein höheres Risiko für Wasserbelastung und wird nicht von allen Fischen akzeptiert.

Ja, im Urlaub kannst du weniger füttern als sonst. Fische überstehen das meist problemlos. Außerdem führt dies dazu, dass die Gefahr einer erhöhten Wasserbelastung durch zu viel Futter ausgeschlossen wird. Trotzdem sollte die Fütterung regelmäßig erfolgen, entweder automatisiert oder durch eine vorbereitete Betreuung.

Nicht zwingend, aber es ist ratsam, die CO2-Zufuhr zu senken, um einen plötzlich unerwünschten Anstieg von CO2 im Wasser zu vermeiden. Zu viel CO2 im Wasser kann gefährlich für die Aquarienbewohner werden. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, schalte deine CO2-Anlage für die Dauer des Urlaubs daher lieber ab.

bakterienblüte-aquascape

Plötzlich trübes Wasser im Aquarium? So kannst du eine Bakterienblüte effektiv beheben

Kristallklares Wasser im Aquarium ist das Ziel jedes Aquarianers. Doch was, wenn plötzlich das Wasser milchig-trüb wird, ohne dass ein offensichtlicher Grund erkennbar ist? Ist das gefährlich für die Fische? Wie bekomme ich das Wasser wieder klar?

In vielen Fällen ist eine sogenannte Bakterienblüte im Aquarium die Ursache. Und meistens ist sie gar nicht so schlimm, wie man im ersten Moment vielleicht denkt. In diesem Artikel erfährst du, warum eine Bakterienblüte auftritt, welche Ursachen sie hat, welche Maßnahmen du ergreifen kannst und wie gefährlich sie für Fische und andere Aquarienbewohner ist.

Was ist eine Bakterienblüte?

Eine Bakterienblüte im Aquarium beschreibt eine explosionsartige Vermehrung von freischwebenden Bakterien im Wasser. Diese Mikroorganismen sind für das biologische Gleichgewicht im Aquarium essenziell, können sich aber unter bestimmten Bedingungen massenhaft ausbreiten, was zu einer sichtbaren Trübung führt. Das Wasser erscheint milchig-weiß, und in schweren Fällen kann dies den Sauerstoffgehalt im Becken beeinflussen.

Bakterienblüten treten häufig in frisch eingerichteten Aquarien auf, können aber auch in etablierten Becken durch eine plötzliche Änderung der Wasserwerte im Aquarium ausgelöst werden.

Bakterien sind essenziell für den Stickstoffkreislauf im Aquarium. Sie helfen beim Abbau von Fischkot, Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen. Wenn jedoch plötzlich zu viele dieser Bakterien auftreten, kommt es zu einer sichtbaren Trübung, da sich die Bakterien im Freiwasser ansammeln.

Aquarium in der Einfahrphase mit milchig-trübem Wasser durch eine Bakterienblüte, zwei Wochen nach der Einrichtung.
Eine Bakterienblüte während der Einfahrphase eines Aquariums – ca. 2 Wochen nach der Einrichtung.

Algenblüte oder Bakterienblüte?

Eine Bakterienblüte im Aquarium kann leicht mit einer Algenblüte verwechselt werden, da beide eine sichtbare Trübung des Wassers verursachen. Doch es gibt einige klare Unterschiede:

  • Bakterienblüte: Wasser ist milchig-weiß oder leicht grau. Die Trübung wird durch eine massive Vermehrung freischwebender Bakterien verursacht.
  • Algenblüte: Wasser erscheint grünlich. Ursache ist eine starke Vermehrung von Schwebealgen, oft bedingt durch zu viel Licht und eine hohe Nährstoffkonzentration.

Testmethode: Eine einfache Möglichkeit, um herauszufinden, ob es sich um eine Bakterienblüte oder eine Algenblüte handelt, ist ein Lichttest. Fülle eine kleine Menge Aquarienwasser in ein durchsichtiges Glas und halte es gegen eine Lichtquelle. Erscheint das Wasser grünlich, handelt es sich um eine Algenblüte. Ist das Wasser rein milchig oder trüb, spricht das für eine Bakterienblüte.

Maßnahmen: Während eine Bakterienblüte meist von selbst verschwindet oder mit gezielten Maßnahmen bekämpft werden kann, ist eine Algenblüte oft hartnäckiger und erfordert eine Reduzierung der Beleuchtungsdauer sowie eine Optimierung der Wasserwerte.

Ursachen einer Bakterienblüte im Aquarium

  • Frisch eingerichtete Aquarien (Einfahrphase)
    In neu eingerichteten Aquarien ist das biologische Gleichgewicht noch instabil. Es dauert in der Regel mehrere Wochen bis sich das Gleichgewicht im Aquarium stabilisiert hat. Oft tritt eine Bakterienblüte in der Einfahrphase auf, wenn mit dem Animpfen von Bakterien übertrieben wurde und zu viele Bakterien vorhanden sind. Da diese Bakterien in einem neuen Aquarium noch nicht genügend Nahrung finden, sterben sie ab und werden dadurch zur Nahrung von anderen Bakterien. Dies führt dazu dass sich diese Bakterien rasant vermehren und so ein Überschuss an Bakterien vorhanden ist.
  • Übermäßige Fütterung
    Futterreste zerfallen und setzen Nährstoffe frei, die das Bakterienwachstum anregen. Besonders proteinhaltige Futtersorten können zur Bildung von Ammoniak und Nitrit führen, was das biologische Gleichgewicht stören kann. Eine gute Möglichkeit, überschüssige Nährstoffe zu binden, ist der Einsatz von pflegeleichten Schwimmpflanzen im Aquarium, die dem Wasser Nährstoffe entziehen und so für mehr Stabilität sorgen.
  • Unzureichende Filterleistung, schmutziger Filter oder falsche Filtermedien
    Ein schwacher oder zugesetzter Filter kann organische Abfälle nicht effektiv abbauen. Filtermedien können sich mit der Zeit zusetzen und sollten regelmäßig gereinigt werden. Welche Aquarienfilter und Filtermedien hier besonders empfehlenswert sind, erfährst du in einem eigenen Beitrag. Eine zu starke Reinigung des Filters kann jedoch auch schädlich sein, da dabei die nützlichen Bakterienkulturen zerstört werden. Deshalb den Filter am besten nie komplett reinigen, damit immer eine gewisse Anzahl an nützlichen Bakterien im Aquarium vorhanden sind. Zudem könnte es sein dass einfach die falschen Filtermedien verwendet werden. Bakterien brauchen zum Ansiedeln eine große Besiedlungsfläche. Besonders geeignet sind hier Bio-Filtermedien wie z.B. . Bestenfalls bestückt man den Filter also nicht nur mit Filterschwämmen sondern auch mit so einem sehr porösem Filtermedium, das die perfekte Besiedlungsfläche für Bakterien bietet.
Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.
  • Abgestorbene Pflanzenreste oder tote Tiere
    Abgestorbene Organismen setzen hohe Mengen an Nährstoffen frei, die Bakterien als Nahrung nutzen. Eine regelmäßige Kontrolle, vor allem an im Hinteren Bereich des Aquarium, wo man abgestorbene Pflanzenteile und tote Fische vielleicht nicht direkt sieht, hilft, diese frühzeitig zu entfernen.
  • Ungleichgewicht der Wasserwerte und eine zu hohe Temperatur
    Plötzliche Änderungen der Wasserwerte können eine Bakterienblüte auslösen. Besonders häufig tritt dies nach einem zu großen Wasserwechsel oder der Verwendung von Medikamenten auf. Chemikalien wie Chlor oder Kupfer können das Wachstum bestimmter Bakterien hemmen und das ökologische Gleichgewicht stören. Außerdem kann eine zu hohe Temperatur eine rasante Vermehrung von Bakterien begünstigen, da sie sich bei einer höheren Temperatur schneller vermehren.
  • Zu hoher Fischbesatz
    Ein zu dicht besetztes Aquarium produziert mehr organische Abfälle, als das Filtersystem bewältigen kann. Dadurch steigen die Nährstoffwerte an, was die Vermehrung von Bakterien ebenfalls fördert.

Symptome einer Bakterienblüte

  • Milchig-trübes Wasser
  • Sauerstoffmangel (Fische schnappen nach Luft)
  • Unwohlsein der Fische (Unruhe, schnelle Atmung, Verstecken)

Es müssen nicht alle Symptome zusammen auftreten, meistens zeigen die Fische anfangs gar kein ungewöhnliches Verhalten und im Aquarium entwickelt sich nur trübes und milchiges Wasser. Im schlimmsten Fall kann es allerdings auch für die Fische und andere Aquarienbewohner gefährlich werden.

Bei einer Bakterienblüte verbraucht nämlich durch die große Anzahl an Organismen im Freiwasser Sauerstoff, was bei Aquarientieren zu einem Sauerstoffmangel führen kann. Vor allem wenn wenig oder kaum Pflanzen vorhanden sind, oder der Filter viel zu klein für das Beckenvolumen ist.

Wann sollte man eingreifen?

Nicht jede Bakterienblüte erfordert sofortiges Handeln. In den meisten Fällen reguliert sich das Problem von selbst, vor allem wenn es sich um eine Bakterienblüte in der Einfahrphase handelt. Wenn die Trübung jedoch länger als zwei Wochen anhält, sich keine Besserung zeigt oder die Fische bzw. andere Aquarientiere ein auffälliges Verhalten zeigen, sollten Maßnahmen ergriffen werden.

Pflegeleichtes und üppig bepflanztes Aquascape für Anfänger
Etwa 3 Wochen nach der Bakterienblüte war sie vollständig verschwunden und das Wasser im Aquarium wieder glasklar.

Bakterienblüte entfernen – die besten Maßnahmen gegen eine Bakterienblüte und trübes, milchiges Wasser

Um eine Trübung und eine Bakterienblüte zu beseitigen helfen die nachfolgenden Schritte. Dabei ist zu beachten, dass die Möglichen Ursachen (siehe oben) beseitigt werden. Grundsätzlich kann man sagen dass auf 3 wichtige Dinge gedacht werden sollte, um eine Bakterienblüte zu entfernen:

  • Nährstoffüberschuss reduzieren
  • Genügend Besiedlungsfläche für Bakterien bieten
  • Schnelle Reduzierung durch Wasserwechsel

Und genauer gesagt, kann das folgendermaßen erreicht werden:

  • Fütterung reduzieren – Weniger Fütterung minimiert organische Abfälle im Wasser. Einmal am Tag eine kleine Portion, sodass es innerhalb 2 Minuten komplett gefressen wurde, reicht den meisten Fischen vollkommen aus.
  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen – Reduziert Schadstoffe im Wasser und entfernt eine überschüssige Bakterienkultur im Freiwasser. Bei einer Bakterienblüte auch großzügige Wasserwechsel von 80 %.
  • Aquarienfilter richtig reinigen & bestücken – Filtermedien am besten mit altem Aquarienwasser ausspülen und nicht mit Leitungswasser, da das Chlor im Leitungswasser nützliche Bakterien abtötet. Nutze poröse Bio-Filtermedien wie Seachem Matrix, um den Bakterien eine bessere Besiedlungsfläche zu bieten.
  • Einsatz eines – Diese Geräte töten freischwebende Bakterien und klären das Wasser effektiv.
  • Aquarium gut belüften – Eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr durch eine Sprudelpumpe oder einen etwas höher positionierten Filterauslauf hilft gegen Sauerstoffmangel im Aquarium.

Vorbeugung einer Bakterienblüte

Um eine Bakterienblüte in Zukunft zu vermeiden, sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Mäßig füttern und Futterreste entfernen (zu viel Futter und Futter das liegen bleibt ist immer eine Belastung für die Wasserqualität)
  • Regelmäßig Wasserwechsel durchführen (überschüssige Nährstoffe werden somit aus dem Aquarium entfernt)
  • Richtigen Aquarienfilter wählen (je nach Besatzstärke sollte das Beckenvolumen ca. 3x pro Stunden umgewälzt werden und der Filter sollte richtig bestückt sein)
  • Pflanzenreste entfernen und Bodengrund sauber halten (abgestorbene Pflanzenreste entfernen und Bodengrund oberflächlich absaugen)
  • Langsam und vorsichtig neue Tiere einsetzen (nicht zu viele Tiere auf einmal einsetzen. Das erhöht nämlich die Belastung im Aquarium und kann das Gleichgewicht stören)
  • Aquarium nicht plötzlich zu stark beleuchten (eine plötzliche zu starke Beleuchtung kann dazu führen, dass sich Bakterien rasant vermehren)

Unterschied zwischen einer Bakterienblüte und anderen Trübungen im Wasser

Neben einer Bakterienblüte die meistens eine milchig-weiße Trübung aufweist, gibt es noch andere Trübungen im Aquarium die Auftreten können. Um sie nicht zu verwechseln hier mal eine kleine Auflistung, welche Trübungen noch auftreten können.

Grünliche Trübung → Hinweis auf eine Algenblüte, die durch zu viel Licht und Nährstoffe entsteht.

Bräunliche Trübung → Kann durch Huminstoffe aus Wurzeln oder Blättern verursacht werden und ist meist unbedenklich.

Schwebeteilchen im Wasser → Oft durch aufgewühlten Bodengrund oder unzureichende Filterung.

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Fragen und Antworten

Meistens nicht, solange genug Sauerstoff vorhanden ist und die Fische kein auffälliges Verhalten zeigen.

Normalerweise 1 – 2 Wochen, spätestens nach 2 Wochen sollte die Trübung verschwunden, oder erheblich zurück gegangen sein.

Während einer Bakterienblüte im Aquarium empfiehlt es sich, alle 2–3 Tage einen Wasserwechsel von ca. 50 % durchzuführen, um überschüssige Bakterien und Nährstoffe im Freiwasser zu entfernen. Bei einer sehr starken Trübung können auch bis zu 80 % vom Wasser getauscht werden. Wichtig ist, dass das biologische Gleichgewicht nicht gestört wird – daher den Filter nicht übermäßig reinigen und auf eine große Besiedlungsfläche für essentielle Bakterien achten.