Wasserwechsel in der Einfahrphase: sinnvoll oder nicht?

Wasserwechsel während der Einfahrphase eines Aquariums

Sollte man während der Einfahrphase – oft auch Einlaufphase genannt – eines Aquariums Wasser wechseln, oder lässt man das Becken in den ersten Wochen besser komplett in Ruhe?

Zu dieser Frage findet man sehr unterschiedliche Empfehlungen. Teilweise wird davon abgeraten, während der Einfahrphase überhaupt Wasser zu wechseln. Häufig wird damit argumentiert, dass sich zunächst wichtige Bakterien entwickeln müssen und ein Wasserwechsel diesen Prozess stören könnte.

Aus meiner Erfahrung spricht jedoch nichts grundsätzlich gegen Wasserwechsel während der Einfahrphase. Im Gegenteil: Ich nutze sie auch bei frisch eingerichteten Aquarien häufig, um abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, Scheiben und Einrichtung zu reinigen und überschüssige organische Belastungen oder Algenreste aus dem Aquarium zu bekommen.

Besonders bei einem Aquarium mit Soil sind häufigere Wasserwechsel in den ersten Wochen sogar ausdrücklich empfehlenswert. Entscheidend ist deshalb weniger die Frage „Wasserwechsel ja oder nein?“, sondern vielmehr: Wann ist ein Wasserwechsel sinnvoll, wie häufig sollte er durchgeführt werden und welcher Bodengrund wird verwendet?

Darf man in der Einfahrphase Wasser wechseln?

Ein Wasserwechsel ist auch während der Einfahrphase kein Problem. Viele Anfänger haben Sorge, dabei wichtige Bakterien aus dem Aquarium zu entfernen. Diese sitzen jedoch zum größten Teil auf Oberflächen wie Filtermaterial, Bodengrund, Pflanzen und Dekoration und werden durch einen normalen Teilwasserwechsel nicht einfach entfernt.

Zu diesen wichtigen Besiedlungsflächen gehören unter anderem:

  • Filtermaterial
  • Bodengrund
  • Pflanzen
  • Steine und Wurzeln

Natürlich befinden sich auch Mikroorganismen im freien Wasser. Ein normaler Teilwasserwechsel entfernt jedoch nicht einfach die biologische Grundlage des Aquariums. Du musst ein neu eingerichtetes Aquarium deshalb nicht mehrere Wochen unangetastet stehen lassen, nur damit sich überhaupt Bakterien entwickeln können. Das bedeutet aber nicht, dass ständig Wasser gewechselt werden muss. Nur weil Wasserwechsel möglich sind, muss ein Aquarium mit Sand oder Kies während der Einfahrphase nicht automatisch jeden zweiten Tag einen großen Wasserwechsel bekommen.

Wie oft ein Wasserwechsel sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab:

  • welcher Bodengrund verwendet wird
  • wie sich die Wasserwerte entwickeln
  • ob bereits Tiere eingesetzt wurden
  • wie viele Pflanzen vorhanden sind
  • ob Pflanzen absterben oder sich auflösen
  • ob Algen oder starke Beläge auftreten
  • ob das Wasser stark getrübt oder verfärbt ist

Deshalb würde ich mich nicht zu sehr an pauschalen Empfehlungen orientieren. Weder „In der Einfahrphase niemals Wasser wechseln“ noch „Jeden zweiten Tag 50 % wechseln“ passt zu jedem Aquarium. Entscheidend ist immer, wie sich das Becken entwickelt und welcher Bodengrund verwendet wird.

Warum ich auch während der Einfahrphase Wasser wechsle

Ich persönlich pflege ein neu eingerichtetes Aquarium von Anfang an. Das bedeutet nicht, dass ich bei jedem kleinen Belag sofort eingreife oder versuche, das Aquarium bereits nach wenigen Tagen perfekt aussehen zu lassen. Gerade die ersten Wochen verlaufen selten völlig sauber und problemlos. Trotzdem spricht für mich nichts dagegen, einen normalen Wasserwechsel direkt mit einigen Pflegearbeiten zu verbinden.

Neu eingerichtetes Aquarium während der Einfahrphase und Pflege

Scheiben reinigen

Gerade bei frisch eingerichteten Aquarien können sich relativ schnell verschiedene Beläge an den Scheiben bilden. Wenn mich diese stören, entferne ich sie beim Wasserwechsel direkt.

Abgestorbene Pflanzenreste entfernen

Viele Aquarienpflanzen müssen sich nach dem Einsetzen zunächst an die neuen Bedingungen beziehungsweise an das Wachstum unter Wasser umstellen. Dabei können alte Blätter beschädigt werden oder absterben. Diese Pflanzenteile lasse ich nicht unnötig lange im Aquarium liegen, sondern entferne sie beim Wasserwechsel.

Algenreste entfernen

Algenphasen sind gerade bei neu eingerichteten Aquarien nichts Ungewöhnliches und zunächst auch kein Grund zur Sorge. Wenn ich Algen entferne, verbinde ich das häufig direkt mit einem Wasserwechsel. Lassen sich die Algen mechanisch entfernen, sammle oder sauge ich sie ab und entferne sie anschließend zusammen mit dem gewechselten Wasser aus dem Aquarium.

Mulm und organisches Material entfernen

Auch erste Pflanzenreste, Schmutz oder andere organische Ablagerungen können gezielt abgesaugt werden. Das bedeutet nicht, dass ein Aquarium vollständig steril oder frei von Mulm sein muss. Gerade sichtbare Ansammlungen lassen sich während eines Wasserwechsels aber sehr einfach entfernen.

Auch ein Aquarium in der Einfahrphase darf gepflegt werden. Wasserwechsel und kleinere Reinigungsarbeiten verhindern nicht automatisch, dass sich das biologische System entwickelt.

Stört der Wasserwechsel die wichtigen Bakterien?

Eine der häufigsten Sorgen ist, dass man mit dem alten Wasser gleichzeitig die wichtigen Bakterien aus dem Aquarium entfernt, die sich während der Einfahrphase erst entwickeln sollen.

Der Großteil dieser Bakterien sitzt jedoch nicht frei im Wasser, sondern auf Oberflächen im Aquarium. Besonders viel Besiedlungsfläche bietet das Filtermaterial. Aber auch Bodengrund, Pflanzen, Steine, Wurzeln und andere Oberflächen werden von Mikroorganismen besiedelt.

Deshalb ist der Filter wichtiger als das alte Wasser

Während der Einfahrphase würde ich deshalb beispielsweise nicht ständig sämtliche Filtermedien gründlich reinigen oder austauschen. Ein normaler Teilwasserwechsel ist etwas völlig anderes. Du entfernst dabei Wasser und darin gelöste Stoffe, während der größte Teil der besiedelten Oberflächen im Aquarium unangetastet bleibt.

Wie oft sollte man in der Einfahrphase Wasser wechseln?

Hier würde ich zwischen einem Aquarium mit neutralem Bodengrund wie Sand oder Kies und einem Aquarium mit aktivem Soil unterscheiden.

Aquarium mit Sand oder Kies

Bei einem normalen Aquarium mit Sand oder Kies gibt es meiner Meinung nach keinen Grund, zwingend täglich oder alle zwei Tage Wasser zu wechseln. Ein wöchentlicher Wasserwechsel lässt sich auch während der Einlaufphase problemlos durchführen und bietet gleichzeitig eine gute Gelegenheit für die normale Pflege.

Aquarium mit Soil

Bei Soil sieht es etwas anders aus. Viele aktive Soil-Bodengründe beeinflussen besonders zu Beginn die Wasserchemie und können größere Mengen an Nährstoffen an das Wasser abgeben. Deshalb empfehlen Hersteller je nach verwendetem Soil in den ersten Wochen häufigere und teilweise auch größere Wasserwechsel. Hier würde ich mich grundsätzlich an den Empfehlungen des jeweiligen Herstellers orientieren.

Als grobe Orientierung können in der Anfangsphase mehrere Wasserwechsel pro Woche sinnvoll sein. Ich selbst fahre meist mit zwei bis drei Wasserwechseln pro Woche sehr gut. Bei manchen Produkten werden zu Beginn sogar noch kürzere Wechselintervalle empfohlen.

Mit zunehmender Standzeit lässt sich die Häufigkeit der Wasserwechsel dann nach und nach reduzieren, bis das Aquarium in einen normalen Pflegerhythmus übergeht.

Sand, Kies oder Soil: Wasserwechsel im Vergleich

BodengrundWasserwechsel in der EinfahrphaseBesonderheit
Sand & KiesEin- bis zweimal pro Woche meist problemlosGibt selbst normalerweise kaum Nährstoffe an das Wasser ab. Verschmutzungen können sich je nach Körnung im Bodengrund sammeln.
Aktiver SoilZu Beginn häufig zwei- bis dreimal pro Woche sinnvollKann die Wasserchemie beeinflussen und besonders am Anfang größere Mengen an Nährstoffen an das Wasser abgeben.

Wie viel Wasser sollte man während der Einfahrphase wechseln?

Eine feste Prozentzahl, die für jedes Aquarium passt, gibt es auch hier nicht. Bei einem Aquarium mit Sand oder Kies ist ein normaler Teilwasserwechsel von etwa einem Drittel bis zur Hälfte in der Regel eine gute Orientierung.

Bei einem Soil-Aquarium können je nach verwendetem Produkt größere und häufigere Wasserwechsel sinnvoll oder vom Hersteller empfohlen sein.

Entscheidend ist deshalb vor allem, warum du gerade Wasser wechselst. Wenn du lediglich Ablagerungen absaugst, die Scheiben reinigst oder normale Pflegearbeiten durchführst, musst du nicht zwangsläufig einen sehr großen Teil des Wassers austauschen.

Geht es dagegen darum, eine erhöhte Belastung oder problematische Wasserwerte schnell zu senken, kann ein größerer Wasserwechsel sinnvoll sein.

Wie häufig und wie viel Wasser ich bei einem bereits laufenden Aquarium grundsätzlich wechseln würde, erkläre ich ausführlich in meinem Ratgeber „Wasserwechsel im Aquarium: Wie oft und wie viel ist wirklich nötig?“.

Wann sollte der erste Wasserwechsel erfolgen?

Auch für den ersten Wasserwechsel gibt es keinen festen Zeitpunkt, der für jedes Aquarium passt. Du musst also nicht zwangsläufig darauf warten, dass eine bestimmte Anzahl an Tagen vergangen ist.

Bei einem Aquarium mit Sand oder Kies kannst du den ersten Wasserwechsel beispielsweise im Rahmen der ersten regulären Pflege durchführen – oder schon früher, wenn sich erste Ablagerungen bilden, das Wasser deutlich trüb wird oder Pflanzen anfangen abzusterben.

Bei einem Aquarium mit aktivem Soil kann der erste Wasserwechsel je nach Produkt bereits nach zwei bis drei Tagen sinnvoll sein.

Achte deshalb lieber auf folgende Punkte:

  • verwendeter Bodengrund
  • Herstellerempfehlung bei Soil
  • Entwicklung der Pflanzen
  • sichtbare Verschmutzungen
  • Algenentwicklung
  • Wasserwerte
  • eventuell bereits vorhandener Tierbesatz

Wasserwechsel bei Algen in der Einfahrphase

Erste Algen sind bei einem frisch eingerichteten Aquarium keine Seltenheit. Das bedeutet nicht automatisch, dass mit deinem Aquarium grundsätzlich etwas schiefläuft.

Wenn sich die Algen mechanisch entfernen lassen, kombiniere ich das gerne mit einem Wasserwechsel:

  1. Scheiben reinigen.
  2. Größere Algenbeläge entfernen.
  3. Lose Algenreste absaugen.
  4. Teilwasserwechsel durchführen.
  5. Abgestorbene Pflanzenreste entfernen.

Dadurch beseitigst du zwar nicht automatisch die Ursache der Algen, aber bereits gelöste oder abgestorbene Biomasse bleibt nicht unnötig im Aquarium.

Wasserwechsel bei trübem Wasser in der Einfahrphase

Auch trübes Wasser tritt bei neu eingerichteten Aquarien relativ häufig auf. Dabei solltest du zunächst unterscheiden, wodurch die Trübung verursacht wird.

Trübes Wasser in einem neu eingerichteten Aquarium während der Einfahrphase
Trübes Wasser kann gerade bei neu eingerichteten Aquarien verschiedene Ursachen haben.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • aufgewirbelter Bodengrund
  • feine Schwebstoffe
  • eine Bakterienblüte
  • organisches Material
  • Verfärbungen durch Wurzeln

Ein Wasserwechsel ist hier grundsätzlich möglich. Bei einer harmlosen Bakterienblüte musst du allerdings nicht zwangsläufig ständig große Mengen Wasser wechseln, nur damit das Wasser kurzfristig klarer aussieht. Viel wichtiger ist es, die Ursache der Trübung richtig einzuschätzen.

Wenn dein Aquarium plötzlich trüb wird und du unsicher bist, ob eine Bakterienblüte, Schwebstoffe oder eine andere Ursache dahintersteckt, findest du in meinem Ratgeber „Plötzlich trübes Wasser im Aquarium“ eine ausführliche Übersicht zu den häufigsten Ursachen und passenden Maßnahmen.

Was tun bei braunem Wasser durch Wurzeln?

Neue Wurzeln können Huminstoffe und andere färbende Bestandteile an das Wasser abgeben. Dadurch kann sich das Aquarienwasser gelblich bis deutlich braun verfärben.

Diese Verfärbung ist in der Regel unproblematisch und kann bei vielen Fisch- und Garnelenarten sogar gut zu den natürlichen Bedingungen passen. Wenn dich die Färbung optisch stört, kannst du sie durch regelmäßige Wasserwechsel nach und nach reduzieren.

Wenn du die Verfärbung besonders schnell entfernen möchtest, kann zusätzlich ein geeignetes Filtermedium wie Seachem Purigen helfen. In meinem Ratgeber zu Seachem Purigen zeige ich dir, wie das Filtermedium funktioniert und wie sich gelbliche oder braune Verfärbungen damit innerhalb kurzer Zeit deutlich reduzieren oder teilweise sogar vollständig entfernen lassen.

Braunes Aquariumwasser durch Huminstoffe aus Wurzeln in der Einfahrphase
Huminstoffe aus neuen Wurzeln können das Aquarienwasser während der Einfahrphase deutlich braun verfärben.

Wasserwechsel bei Nitrit in der Einfahrphase

Nitrit gehört zu den wichtigsten Wasserwerten während der Einlaufphase, weil es für Fische und andere Aquarientiere in erhöhter Konzentration problematisch werden kann. Gerade bei einem neu eingerichteten Aquarium kann der Nitritwert vorübergehend ansteigen, während sich die für den Stickstoffabbau wichtigen Bakterienpopulationen erst entwickeln. Ob ein Wasserwechsel notwendig ist, hängt deshalb vor allem davon ab, ob sich bereits Tiere im Aquarium befinden.

Noch keine Tiere im Aquarium

Ist das Aquarium noch unbesetzt, ist ein vorübergehender Nitritanstieg während der Einfahrphase normal. In diesem Fall besteht kein Grund, allein wegen eines erhöhten Nitritwerts einen Wasserwechsel durchzuführen. Stattdessen kannst du den Wert regelmäßig kontrollieren und beobachten, wie er sich in den folgenden Tagen entwickelt. Mit zunehmender biologischer Stabilität sollte Nitrit wieder abgebaut werden.

Ein Wasserwechsel kann natürlich trotzdem aus anderen Gründen sinnvoll sein, beispielsweise bei Soil, starken Verschmutzungen oder im Rahmen der normalen Pflege. Wegen eines Nitritanstiegs allein ist er bei einem unbesetzten Aquarium jedoch nicht notwendig.

Tiere befinden sich bereits im Aquarium

Ganz anders sieht es aus, wenn bereits Fische oder andere nitritempfindliche Tiere im Aquarium leben. Dann steht deren Schutz an erster Stelle. Bei deutlich erhöhtem Nitrit ist ein größerer Wasserwechsel eine der schnellsten Möglichkeiten, die Konzentration unmittelbar zu senken.

Muss man vor dem ersten Fischbesatz Wasser wechseln?

Ein größerer Wasserwechsel kurz vor dem ersten Fischbesatz kann durchaus sinnvoll sein. So kannst du das Aquarium noch einmal gründlich pflegen und gleichzeitig überschüssige Nährstoffe, gelöste Abbauprodukte und andere Rückstände aus dem Wasser entfernen.

Dabei kannst du zum Beispiel:

  • Pflanzen- und Algenreste entfernen
  • sichtbare Ablagerungen absaugen
  • die Scheiben reinigen
  • einen Teilwasserwechsel durchführen
  • das Aquarium für den ersten Besatz vorbereiten

Bevor die ersten Fische einziehen, solltest du sicherstellen, dass das Aquarium biologisch ausreichend stabil ist, die relevanten Wasserwerte passen und der geplante Besatz zu den vorhandenen Bedingungen im Becken passt.

Wann endet die Einfahrphase?

Auch dafür gibt es keinen exakten Zeitpunkt. Ein Aquarium wird nicht von einem Tag auf den anderen von der „Einfahrphase“ zu einem vollständig stabilen Becken.

Stattdessen entwickelt sich das biologische Gleichgewicht nach und nach. Bakterienpopulationen bauen sich auf, Pflanzen wachsen und die Wasserwerte werden mit der Zeit stabiler.

Sobald sich das Aquarium zuverlässig entwickelt und keine größeren Auffälligkeiten mehr auftreten, kannst du nach und nach zu deinem normalen Pflegerhythmus übergehen. Dazu gehört in den meisten Fällen auch ein regelmäßiger Teilwasserwechsel.

Wie häufig und wie viel Wasser du bei einem eingefahrenen Aquarium wechseln solltest, hängt unter anderem von Besatz, Pflanzenmasse, Fütterung und Nährstoffeintrag ab. Eine ausführliche Orientierung findest du in meinem Ratgeber „Wasserwechsel im Aquarium: Wie oft und wie viel ist wirklich nötig?“

Meine Empfehlung für die Einfahrphase

Wenn ich heute ein neues Aquarium einrichten würde, würde ich folgendermaßen vorgehen:

SituationSo würde ich vorgehen
Sand oder Kies, keine AuffälligkeitenEtwa alle 1–2 Wochen Wasser wechseln und normal pflegen
Aktiver SoilZu Beginn häufiger Wasser wechseln, z. B. alle 2–3 Tage
Abgestorbene PflanzenresteEntfernen und bei Bedarf mit einem Wasserwechsel kombinieren
Stärkere AlgenbelägeMechanisch entfernen und lose Reste beim Wasserwechsel absaugen
Braunes Wasser durch WurzelnBei störender Verfärbung häufiger Wasser wechseln
Leichte Bakterienblüte ohne TiereUrsache beobachten und nicht unnötig häufig eingreifen
Erhöhtes Nitrit mit TierenWasserwerte kontrollieren und bei Bedarf wiederholt größere Wasserwechsel durchführen

Praktische Helfer für den Wasserwechsel

Für einen normalen Wasserwechsel brauchst du nicht viel Zubehör. Ein ausreichend langer Schlauch und ein sauberer Eimer reichen für viele Aquarien bereits aus.

Bei gröberem Kies kann zusätzlich ein Mulmsauger sinnvoll sein. Bei feinem Sand arbeite ich dagegen häufig lieber mit einem einfachen Schlauch und sauge Verschmutzungen gezielt nur von der Oberfläche ab. Mehr dazu findest du in meinem Ratgeber „Mulmsauger für Sand: Welche eignen sich für feinen Aquariumsand?“.

Wenn du noch weitere praktische Helfer für Pflege, Wasserwechsel und Einrichtung suchst, findest du auf meiner Aquarium-Essentials-Seite eine Auswahl an Produkten und kleinen Hilfsmitteln, die ich selbst regelmäßig verwende.

Eimer und Schläuche als Grundausstattung für die Aquarienpflege

Fazit: Wasserwechsel während der Einfahrphase sind kein Problem

Du musst während der Einfahrphase nicht grundsätzlich auf Wasserwechsel verzichten. Die wichtigen Mikroorganismen entwickeln sich vor allem auf Filtermaterial, Bodengrund und anderen Oberflächen im Aquarium. Ein normaler Teilwasserwechsel entfernt deshalb nicht einfach die gesamte biologische Grundlage des Beckens.

Bei Aquarien mit Sand oder Kies halte ich einen normalen, beispielsweise wöchentlichen Wasserwechsel für vollkommen unproblematisch. Ich nutze ihn gleichzeitig dazu, Scheiben zu reinigen, abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, Algenreste abzusaugen und das Aquarium von Anfang an zu pflegen. Bei aktivem Soil können in den ersten Wochen sogar deutlich häufigere Wasserwechsel sinnvoll sein.

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Häufige Fragen zum Wasserwechsel in der Einfahrphase

Ja. Ein Teilwasserwechsel ist auch während der Einfahrphase grundsätzlich möglich. Die wichtigen Bakterien befinden sich überwiegend auf Oberflächen wie Filtermaterial und Bodengrund und werden durch einen normalen Wasserwechsel nicht einfach vollständig entfernt.

Bei einem Aquarium mit Sand oder Kies kann beispielsweise ein wöchentlicher Wasserwechsel sinnvoll sein. Bei aktivem Soil können insbesondere in den ersten Wochen deutlich häufigere Wasserwechsel erforderlich oder vom Hersteller empfohlen sein.

Bei einem normalen Aquarium kann ein üblicher Teilwasserwechsel von ungefähr einem Drittel bis zur Hälfte eine sinnvolle Orientierung sein. Bei Soil solltest du die Herstellerempfehlung beachten, da teilweise größere und häufigere Wasserwechsel vorgesehen sind.

Ohne Tierbesatz muss ein Nitritanstieg nicht automatisch einen sofortigen großen Wasserwechsel auslösen. Befinden sich bereits Tiere im Aquarium und der Nitritwert steigt problematisch an, sollte dagegen zum Schutz der Tiere mit größeren Wasserwechseln gegengesteuert werden.

Ja, bei vielen aktiven Soil-Bodengründen sind gerade in den ersten Wochen häufigere Wasserwechsel sinnvoll. Wie häufig und wie viel Wasser gewechselt werden sollte, hängt vom verwendeten Produkt ab. Beachte deshalb die Herstellerangaben.

Es gibt dafür keinen universellen Tag. Bei einem normalen Sand- oder Kiesaquarium kann der erste Wechsel beispielsweise im Rahmen der ersten regulären Pflege erfolgen. Bei Soil kann je nach Hersteller bereits sehr früh ein Wasserwechsel empfohlen werden.

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