Aquarienfische richtig füttern: Futterarten, Menge & Futterplan

Die richtige Fütterung gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Aquaristik. Denn Futter beeinflusst nicht nur die Gesundheit deiner Fische, Garnelen und Schnecken, sondern auch die Wasserqualität im Aquarium. Zu viel Futter kann schnell zu Algenproblemen, schlechter Wasserqualität oder auch zu einer unkontrollierten Schneckenplage führen. Falls sich Schnecken bei dir stark vermehren, kann auch zu viel Futter eine Ursache sein. In meinem Beitrag über zu viele Schnecken im Aquarium erkläre ich, was du dagegen tun kannst. Zu wenig oder falsches Futter kann dagegen Mangelerscheinungen, Stress oder ein geschwächtes Immunsystem bei deinen Tieren verursachen.

Verschiedene Futtersorten für Aquarienfische und Garnelen, die ich selbst verwende

Kurz gesagt: Aquarienfische sollten lieber sparsam, abwechslungsreich und passend zur jeweiligen Art gefüttert werden. Für viele Gesellschaftsaquarien reicht eine kleine Menge Futter ein- bis zweimal täglich. Wichtig ist, dass die Tiere das Futter gut aufnehmen können und keine Reste im Aquarium liegen bleiben.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie oft du deine Aquarienfische füttern solltest, welche Futterarten es gibt und welches Futter zu welchen Fischarten passt. Zusätzlich gehe ich kurz auf Garnelen und Schnecken ein, da sie in vielen Gesellschaftsbecken einfach dazugehören und oft ebenfalls gezielt gefüttert werden.

Warum die richtige Fütterung deiner Fische so wichtig ist

Futter im Aquarium beeinflusst das gesamte biologische Gleichgewicht. Alles, was nicht gefressen wird, landet im Wasser, im Filter oder im Bodengrund. Dort wird es zersetzt und kann die Wasserwerte stark belasten.

Zu viel Futter kann unter anderem zu folgenden Problemen führen:

  • steigende Nitrat- und Phosphatwerte
  • Algenwachstum
  • trübem Wasser
  • Faulstellen im Bodengrund
  • Schneckenexplosionen
  • Verdauungsproblemen bei Fischen
  • schlechter Wasserqualität

Besonders steigende Nitratwerte können ein Hinweis darauf sein, dass zu viel Futter oder zu viele organische Reste im Aquarium landen. Mehr dazu findest du in meinem Beitrag über zu hohe Nitratwerte im Aquarium.

Gleichzeitig brauchen Fische und Wirbellose natürlich eine ausgewogene Ernährung. Viele Arten profitieren von abwechslungsreichem Futter, das zu ihrem natürlichen Fressverhalten passt.

Ein Kampffisch frisst beispielsweise anders als ein Panzerwels. Garnelen wiederum ernähren sich stark von Biofilm, Laub und feinem Futter. Deshalb ist es wichtig, nicht einfach irgendein Futter zu verwenden, sondern die Bedürfnisse deiner Aquarienbewohner zu kennen.

Wie oft sollte man Aquarienfische füttern?

Für die meisten Aquarienfische reicht es aus, sie ein- bis zweimal täglich in kleinen Mengen zu füttern. Entscheidend ist nicht nur die Häufigkeit, sondern vor allem die Menge.

Eine gute Grundregel lautet:

Füttere nur so viel, wie innerhalb weniger Minuten gefressen wird. Nimm lieber eine kleinere Menge und füttere bei Bedarf ein zweites Mal, anstatt zu viel Futter auf einmal ins Becken zu kippen.

Bei kleinen Fischen, Jungfischen oder Futterspezialisten können mehrere kleine Portionen sinnvoll sein. Bei ausgewachsenen Fischen im Gesellschaftsaquarium reicht eine tägliche Fütterung vollkommen aus. Ein Fastentag pro Woche kann bei vielen Fischen sinnvoll sein, vor allem in gut eingefahrenen Aquarien. Er entlastet die Verdauung und hilft dabei, Überfütterung zu vermeiden.

Beispielhafte Fütterungshäufigkeit

AquarienbewohnerEmpfehlung
Ausgewachsene Tiere (Salmler, Barben, Bärblinge, Buntbarsche, Schmerlen, Labyrinthfische, etc.)1–2 kleine Portionen täglich
Jungfischemehrmals täglich sehr kleine Mengen
Welse / Bodenfischealle 2-3 Tage, bei vielen Welsen eher abends, wenn das Licht ausgeht
Garnelensparsam, je nach Besatz alle 3-5 Tage
Schneckenmeist über Futterreste, Biofilm und Zusatzfutter

Wie viel Futter ist richtig?

Die richtige Futtermenge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl der Tiere
  • Fischgröße
  • Aktivität der Tiere
  • Temperatur
  • Futterart
  • Bepflanzung und Biofilm im Aquarium
  • Alter und Größe des Aquariums

Viele Anfänger füttern deutlich zu viel. Fische wirken oft hungrig, auch wenn sie bereits genug gefressen haben. Das liegt daran, dass viele Arten Futter aufnehmen, sobald es verfügbar ist, auch wenn sie eigentlich keinen großen Hunger mehr haben.

Wenn nach 5–10 Minuten noch Futterreste sichtbar sind, war es meistens zu viel. Besonders Gemüse oder Frostfutter sollten nicht lange im Aquarium liegen bleiben, da das Wasser sonst stark belastet werden kann. Wenn durch Futterreste die Wasserqualität leidet, hilft neben weniger Futter auch ein regelmäßiger Wasserwechsel im Aquarium. Eine Ausnahme sind Futtertabletten für Bodenfische. Sie zerfallen meist langsamer und werden nach und nach abgeweidet, weshalb sie etwas länger im Becken bleiben dürfen.

Tipp: Fütterung besser planen

Wenn du verschiedene Futterarten verwendest, kann ein einfacher Futterplan sehr hilfreich sein. So vermeidest du, dass du aus Gewohnheit immer dasselbe fütterst oder aus Versehen zu viel fütterst.

Dein Fütterungsplaner:

Du möchtest die Fütterung in deinem Aquarium besser organisieren? Dann schau dir meinen Fütterungsplaner für Aquarien an. Damit kannst du einfach festhalten, wann du welches Futter gibst und mehr Abwechslung in die Ernährung deiner Tiere bringen.

Die wichtigsten Futterarten im Überblick

In der Aquaristik gibt es viele verschiedene Futtersorten. Eingeteilt wird das Futter in folgende Futterarten:

  • Trockenfutter (Flocken, Granulat, sonnen- oder gefriergetrocknet)
  • Frostfutter
  • Lebendfutter
  • pflanzliches Futter
  • Spezialfutter für Garnelen, Schnecken und Welse
Übersicht der wichtigsten Futterarten im Aquarium – von Trockenfutter über Frost- und Lebendfutter bis zu pflanzlichem Futter und Laub.

Jede Futterart hat eigene Vorteile und Nachteile. Ideal ist meist eine abwechslungsreiche Kombination aus mehreren Futtersorten, angepasst auf die Fische.

FutterartGeeignet fürVorteileWorauf achten?
Flockenfutterviele Oberflächen- und Freiwasserfischeeinfach, günstig, gut verfügbarauf eine gute Qualität achten
GranulatSalmler, Barben, Bärblinge, Buntbarschegut dosierbar, sinkt je nach Sorte langsampassende Granulatgröße wählen
FuttertablettenWelse, Garnelen, Schneckensinkt gezielt ab, gut für bodenorientierte TiereNicht zu viel füttern, da Tabletten langsam gefressen werden
FrostfutterSalmler, Barben, Bärblinge, Buntbarscheproteinreich, sehr beliebtauftauen und sparsam füttern
LebendfutterSalmler, Barben, Bärblinge, Buntbarschenatürliches JagdverhaltenQualität und Herkunft beachten
GemüseGarnelen, Schnecken, Welseballaststoffreichunbehandelt, Reste entfernen
LaubGarnelen, Schnecken, Aufwuchsfressernatürlich, fördert Biofilmgeeignetes Laub verwenden

Trockenfutter: Flocken, Granulat & Tabs

Trockenfutter ist die am häufigsten verwendete Futterart im Aquarium. Es ist lange haltbar, einfach zu dosieren und zu füttern, sowie in vielen Varianten erhältlich.

Flockenfutter

Flockenfutter eignet sich als Futter für viele Aquarienfische, die im oberen oder mittleren Wasserbereich fressen. Dazu gehören zum Beispiel viele Salmler, Guppys, Platys, Barben und Bärblinge.

Der Vorteil von Flockenfutter ist, dass es leicht aufgenommen werden kann. Der Nachteil ist, dass es schnell zerfällt und bei Überfütterung die Wasserqualität belasten kann. Zudem gehört Flockenfutter aufgrund des Herstellungsverfahrens zu den Futtersorten, bei denen vergleichsweise viele hitzeempfindliche Nährstoffe verloren gehen können. Deshalb solltest du besonders auf eine gute Qualität achten: Hochwertiges Flockenfutter enthält gut verwertbare Proteinquellen, möglichst wenig minderwertige Füllstoffe und keine unnötigen Zusätze.

Granulat

Granulat ist oft besser dosierbar als Flockenfutter und viel hochwertiger. Es gibt schwimmendes, langsam sinkendes und schnell sinkendes Granulat. Dadurch lässt es sich gut an verschiedene Fischarten anpassen.

Feines Granulat eignet sich gut für kleine Salmler, Bärblinge und Kampffische. Größeres Granulat ist eher für größere Fische oder Buntbarsche geeignet.

Feines Granulatfutter für kleine und mittelgroße Aquarienfische
Feines Granulatfutter eignet sich besonders gut für kleine bis mittelgroße Aquarienfische.

Futtertabletten & Wafers

Futtertabletten sinken auf den Boden und sind ideal für bodenorientierte Fische wie Panzerwelse, Harnischwelse, Dornaugen oder auch Garnelen und Schnecken. Wichtig ist, dass auch Bodenbewohner gezielt Futter bekommen. In vielen Aquarien fressen die Fische im oberen Bereich sonst alles weg, bevor am Boden etwas ankommt.

Es gibt aber auch Futtertabletten für alle Fische, die man an der Aquarienscheibe anheften kann z. B. die JBL Novo Tabs. Dadurch kann man die Tiere beim Fressen sehr gut beobachten.

Futtertabletten oder Wafers gibt es mit pflanzlichen Bestandteilen wie Spirulina oder Algen oder mit tierischem Anteil. Achte bei der Wahl unbedingt darauf, welches Futter deine Fische benötigen. Harnischwelse oder Saugwelse benötigen Tabletten mit pflanzlichem Anteil, während Panzerwelse z. B. sehr proteinreiche Futtertabletten mit tierischem Anteil benötigen.

Futtertabletten für Aquarienfische und Bodenbewohner
Futtertabletten eignen sich besonders für Bodenbewohner und können je nach Sorte auch an die Aquarienscheibe gedrückt werden.

Gefrier- bzw. sonnengetrocknete Snacks

Gefrier- oder sonnengetrocknete Futtersorten wie Tubifex, Daphnien oder Mückenlarven können eine praktische Ergänzung zur normalen Fütterung sein. Sie sind lange haltbar, einfach zu dosieren und werden von vielen Aquarienfischen gerne angenommen.

Ich würde sie aber eher als gelegentlichen Snack und nicht als Hauptfutter verwenden. Viele dieser Futtersorten enthalten relativ viel Proteine und sind vom Nährstoffverhältnis oft nicht so ausgewogen wie ein gutes Hauptfutter. Werden sie zu häufig oder in zu großen Mengen gefüttert, kann das auf Dauer zu einer einseitigen Ernährung und bei manchen Fischen auch zu Verfettung führen.

Getrocknete Snacks solltest du daher am besten nur sparsam füttern – zum Beispiel gelegentlich als kleine Abwechslung 1–2 Mal pro Woche. Achte außerdem darauf, dass das Futter gut aufgenommen wird und keine größeren Reste im Aquarium liegen bleiben.

Gefriergetrocknetes Tubifex eignet sich als gelegentlicher Snack für viele Aquarienfische.
Gefriergetrocknetes Tubifex eignet sich als gelegentlicher Snack für viele Aquarienfische.

Welche Futtersorten verwende ich?

In meinen eigenen Aquarien verwende ich hauptsächlich hochwertiges Granulatfutter als Basis. Ergänzend gibt es je nach Besatz Frostfutter, Lebendfutter und spezielles Futter für Garnelen oder Welse. So bleibt die Fütterung abwechslungsreich, ohne dass täglich kompliziert geplant werden muss.

Amanogarnele und Siamesische Rüsselbarbe fressen an einem Garnelenstick im Aquarium
FuttersorteFutterartVerwende ich fürHinweisProdukt
Sera ImmunPro Mini NatureHauptfutter / Granulatkleine bis mittelgroße Aquarienfischegutes Allround-Futter für viele GesellschaftsfischeZum Produkt
Dr. Bassleer Biofish Food Regular LHauptfutter / Granulatmittelgroße Fischehochwertiges Hauptfutter, eher für etwas größere FischeZum Produkt
JBL NovoTabFuttertablettenWelse, Garnelen, Schneckensinkendes Futter für BodenbewohnerZum Produkt
JBL NovoDaphSnack / Ergänzungsfutterviele kleine bis mittelgroße Fischegute Abwechslung, eher leichtes FutterZum Produkt
JBL NovoInsectSnack / Ergänzungsfutterviele Zierfischeproteinreiche ErgänzungZum Produkt
Sera Tubifex FD SnackSnack / ErgänzungsfutterSalmler, Buntbarsche, Garnelen, Schmerlensehr proteinreich – nicht zu oft fütternZum Produkt
Sera Shrimps NaturalGarnelenfutterGarnelengezieltes ErgänzungsfutterZum Produkt
GarnelensticksGarnelenfutterGarnelen, Schneckenz. B. mit Walnuss, Brennnessel, Kerstengras etc.Zum Produkt

Frostfutter im Aquarium

Frostfutter ist eine sehr beliebte Ergänzung zur normalen Fütterung. Es ist proteinreich und wird von vielen Fischen gerne gefressen.

Typische Frostfuttersorten sind:

  • Artemia
  • Cyclops
  • Daphnien
  • weiße Mückenlarven
  • schwarze Mückenlarven
  • rote Mückenlarven
  • Mysis
  • Krill

Frostfutter eignet sich besonders gut für Fische, die tierische Nahrung benötigen. Dazu gehören viele Salmler, Buntbarsche, Kampffische und andere carnivore oder omnivore Arten.

Als Frostfutter eignen sich je nach Besatz zum Beispiel Artemia, Daphnien, Cyclops sowie weiße oder rote Mückenlarven. Für kleinere Fische sind besonders Cyclops, Daphnien und Artemia Nauplien interessant. Bei roten Mückenlarven wäre ich bei empfindlichen Arten eher vorsichtig und würde sie nicht als Hauptfutter verwenden.

Frostfutter richtig verwenden

Frostfutter sollte vor dem Füttern aufgetaut werden. Dazu am besten in einen kleinen Sieb geben und unter fließendem, lauwarmen Wasser ausspülen. Füttere Frostfutter eher als Ergänzung und nicht dauerhaft als einzige Futterquelle. Je nach Besatz kann ein- bis dreimal pro Woche Frostfutter sinnvoll sein.

Hinweis zu roten Mückenlarven

Rote Mückenlarven werden häufig gefüttert, sind aber nicht für jeden Fisch ideal. Sie leben natürlicherweise oft in schlammigen, nährstoffreichen Gewässern und können je nach Herkunft und Qualität stärker mit Keimen oder unerwünschten Stoffen belastet sein. Außerdem berichten viele Aquarianer, dass empfindliche Fische rote Mückenlarven schlechter vertragen und danach Verdauungsprobleme bekommen können.

Lebendfutter im Aquarium

Lebendfutter kommt dem natürlichen Fressverhalten vieler Fische besonders nahe. Es bewegt sich im Wasser und regt den Jagdinstinkt an.

Typisches Lebendfutter ist:

  • Artemia-Nauplien
  • Daphnien
  • Cyclops
  • schwarze Mückenlarven
  • weiße Mückenlarven
  • Enchyträen
  • Mikrowürmchen
  • Grindalwürmer

Lebendfutter eignet sich besonders gut für:

  • Kampffische
  • Zwergbuntbarsche
  • Wildfänge
  • Jungfische
  • kleine Raubfische
  • anspruchsvollere Arten
  • Futterspezialisten, die nicht an Frost- oder Trockenfutter gehen

Gerade bei Kampffischen kann es vorkommen, dass sie bestimmtes Futter verweigern. Wenn dein Kampffisch nicht frisst, findest du in meinem separaten Beitrag mögliche Ursachen und Lösungen.

Der Vorteil ist, dass Lebendfutter sehr natürlich ist und oft hervorragend angenommen wird. Der Nachteil ist, dass Qualität und Herkunft wichtig sind. Das Futter kann nämlich je nach Herkunft auch unerwünschte Keime oder Schadstoffe ins Aquarium bringen.

Wenn ich Lebendfutter füttere, greife ich meistens zu weißen Mückenlarven, Artemia oder Daphnien aus dem Zoofachhandel. Diese Sorten werden von vielen Aquarienfischen gut angenommen und eignen sich gut als abwechslungsreiche Ergänzung zum Hauptfutter. Für sehr kleine Fische sind auch Artemia Nauplien sehr gut. Hier gilt ebenfalls, wie beim Frostfutter: vor dem Füttern kurz unter fließendem Wasser abspülen und ohne das Transportwasser ins Becken geben.

Lebendfutter mit weißen Mückenlarven für Aquarienfische
Lebendfutter wie weiße Mückenlarven eignet sich gut als abwechslungsreiche Ergänzung zur normalen Fütterung.

Pflanzliches Futter und Gemüse im Aquarium

Nicht alle Aquarienbewohner ernähren sich hauptsächlich von tierischer Nahrung. Viele Welse, Garnelen und Schnecken profitieren von pflanzlichem Futter.

Geeignetes Gemüse kann zum Beispiel sein:

  • Zucchini
  • Gurke
  • Spinat
  • Brennnessel
  • Kürbis
  • Erbsen ohne Schale
  • Paprika in kleinen Mengen

Gemüse sollte unbehandelt sein und vor dem Füttern gründlich gewaschen werden. Viele Sorten können kurz überbrüht werden, damit sie weicher werden und besser sinken.

Wichtig: Gemüse sollte nicht zu lange im Aquarium bleiben. Reste sollten nach einigen Stunden entfernt werden, damit das Wasser nicht belastet wird. Wenn ich z. B. ein Stück Gurke verfüttere, spieße ich sie auf einen Löffel, versenke diesen im Aquarium und entferne den Rest am nächsten Morgen. So können auch nachtaktive Tiere ungestört fressen.

Welches Futter passt zu welchen Aquarienbewohnern?

Nicht jedes Futter passt zu jedem Tier. Entscheidend sind Tiergröße, Fressverhalten und natürliche Ernährung.

TiergruppePassendes Futter
Salmler, Bärblinge, Barben, Regenbogenfische, Labyrinthfische, Kampffische & viele Buntbarschefeines Granulat, Flockenfutter, Frostfutter und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops oder weiße Mückenlarven
Lebendgebärende Zahnkarpfen wie Guppys, Platys & MollysFlockenfutter, Granulat, Frostfutter, Lebendfutter und zusätzlich pflanzliche Nahrung
Panzerwelsesinkende Tabs, feines Granulat, Frostfutter und Lebendfutter, das bis zum Boden gelangt
Saugwelse & HarnischwelseWafers, Futtertabletten, pflanzliches Futter, Gemüse, Laub und je nach Art Holz
Garnelen & Schneckenspezielles Garnelenfutter, Laub, Biofilm, Gemüse, Futterreste und gelegentlich proteinreiches Ergänzungsfutter

Futtertabelle nach Futterart

FutterBesonders geeignet fürHinweise
ArtemiaSalmler, Kampffische, Jungfische, Buntbarschesehr gute Ergänzung
Artemia NauplienJungfische, kleine Nano-Fischehoher Nährwert und geringe Größe
Cyclopskleine Fische, Nano-Fischeideal für kleine Mäuler
Daphnienviele kleine bis mittelgroße Aquarienfischeballaststoffreich, gut zur Abwechslung
Weiße MückenlarvenKampffische, Buntbarsche, Salmlermeist gut verträglich
Schwarze Mückenlarvenviele carnivore und omnivore Fischesehr beliebt, gute Ergänzung
Rote Mückenlarveneher größere und robuste Fischebei empfindlichen Arten nur vorsichtig und selten füttern
Spirulina-FutterGarnelen, Welse, Lebendgebärendepflanzliche Ergänzung
FuttertablettenPanzerwelse, Garnelen, Schneckengezielt am Boden füttern
WafersSaugwelse, Schnecken, Garnelengut für Aufwuchs- und Pflanzenfresser
LaubGarnelen, Schneckenfördert Biofilm und dient als Dauerfutter
GemüseGarnelen, Schnecken, Welsenur unbehandelt verwenden und Reste entfernen

Garnelen richtig füttern

Garnelen fressen im Aquarium nicht nur das Futter, das du fütterst. Sie weiden den ganzen Tag Oberflächen ab und ernähren sich von Biofilm, Algenbelägen, Pflanzenresten und Mikroorganismen. In gut eingefahrenen Aquarien brauchen Garnelen oft nur sehr wenig Zusatzfutter. Zusätzlich können mineralstoffreiche Futtersorten oder Mineralergänzungen sinnvoll sein, da Garnelen für eine problemlose Häutung ausreichend Mineralien benötigen.

Garnelensticks als Futter für Garnelen und Schnecken im Aquarium
Garnelensticks sind eine praktische Ergänzung für Garnelen, Schnecken und andere Wirbellose.

Geeignetes Garnelenfutter:

  • spezielles Garnelenfutter
  • Laub
  • Brennnessel
  • Gemüse
  • Spirulina
  • Biofilm-Futter
  • gelegentlich proteinreiches Futter

Schnecken richtig füttern

Schnecken werden oft unterschätzt, sind aber sehr nützliche Aquarienbewohner. Sie fressen Futterreste, Biofilm, abgestorbene Pflanzenteile und teilweise Algenbeläge. Je nach Schneckenart kann zusätzliches Futter sinnvoll sein. Besonders bei größeren Schnecken oder vielen Schnecken im Aquarium sollte man darauf achten, dass sie genug Nahrung finden. Eine ausreichende Calciumversorgung ist wichtig für ein gesundes Schneckenhaus.

Geeignet sind:

  • Gemüse
  • Laub
  • Futtertabletten
  • Wafers
  • Calciumquellen
  • spezielles Schneckenfutter

Häufige Fehler bei der Fütterung

Zu viel Futter

Der häufigste Fehler ist Überfütterung. Viele Probleme im Aquarium entstehen nicht durch zu wenig, sondern durch zu viel Futter.

Immer nur eine Futtersorte – keine Abwechslung

Viele Fische profitieren von Abwechslung. Wer dauerhaft nur ein Futter verwendet, riskiert eine einseitige Ernährung und kranke Tiere.

Falsche Größe des Futters

Das Futter muss zur Größe des Fisches passen.

Bodenbewohner vergessen

Panzerwelse, Dornaugen, Garnelen und Schnecken brauchen gezielt sinkendes Futter. Sie sollten nicht nur von Resten leben müssen.

Zu viel Frostfutter

Frostfutter ist eine gute Ergänzung, sollte aber nicht unkontrolliert oder in zu großen Mengen gefüttert werden.

Futterreste nicht entfernen

Gemüse, Tabs oder größere Futterstücke sollten nicht dauerhaft im Aquarium liegen bleiben.

Beispiel-Futterplan für ein Gesellschaftsaquarium

Ein einfacher Futterplan kann zum Beispiel so aussehen:

TagFutter
Montagfeines Granulat
DienstagFrostfutter, z. B. Artemia oder Daphnien
MittwochFlockenfutter oder Granulat
DonnerstagFuttertablette für Bodenbewohner
FreitagLebendfutter oder Frostfutter
Samstagpflanzliches Futter/Gemüse für Garnelen, Schnecken oder Welse
SonntagFastentag oder sehr sparsame Fütterung

Dieser Plan ist nur ein Beispiel. Passe ihn immer an deinen Besatz an. Ein Aquarium mit vielen Garnelen braucht eine andere Fütterung als ein Aquarium mit nur einem Kampffisch, Panzerwelsen oder Buntbarschen.

Fütterung einfach planen

Wenn du nicht jeden Tag überlegen möchtest, welches Futter du als Nächstes gibst, kann ein Fütterungsplan sehr hilfreich sein.

Mit einem festen Plan kannst du:

  • mehr Abwechslung in die Fütterung bringen
  • Überfütterung vermeiden
  • Frostfutter, Trockenfutter und pflanzliches Futter besser kombinieren
  • gezielt Bodenbewohner, Garnelen und Schnecken berücksichtigen
  • die Fütterung auch für andere Personen verständlich machen z. B. für die Urlaubsvertretung

Tipp: Mit meinem Fütterungsplaner fürs Aquarium kannst du die Fütterung deiner Aquarienbewohner ganz einfach strukturieren, planen, dokumentieren und somit besser im Blick behalten.

Garnelensticks als Ergänzungsfutter für Garnelen im Aquarium

Fazit: Abwechslungsreich, sparsam und passend füttern

Die richtige Fütterung im Aquarium muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist vor allem, dass du sparsam fütterst, Futterreste vermeidest und das Futter an deine Aquarienbewohner anpasst. Für viele Aquarien ist eine abwechslungsreiche Kombination aus hochwertigem Trockenfutter, gelegentlichem Frost- oder Lebendfutter und passenden Ergänzungen für Garnelen, Schnecken oder Welse ideal.

Wenn du dir unsicher bist, starte lieber mit kleinen Mengen und beobachte deine Tiere genau. Gesunde Fische sind aktiv, nehmen Futter gut an und zeigen ein natürliches Verhalten. Gleichzeitig bleibt dein Aquarium stabiler, wenn nicht zu viel überschüssiges Futter im Wasser landet.

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Häufige Fragen zur Fütterung im Aquarium

Die meisten Aquarienfische kannst du ein- bis zweimal täglich in kleinen Mengen füttern. Wichtig ist, dass das Futter innerhalb weniger Minuten gefressen wird und keine Reste im Aquarium liegen bleiben. Jungfische können häufiger kleinere Portionen benötigen.

Aquarienfische brauchen meist weniger Futter, als viele Anfänger denken. Als Faustregel gilt: Füttere nur so viel, wie die Tiere innerhalb von wenigen Minuten vollständig aufnehmen können. Bleibt regelmäßig Futter liegen, war die Menge zu groß.

Ein Fastentag pro Woche kann bei vielen gesunden, ausgewachsenen Aquarienfischen sinnvoll sein. Er entlastet die Verdauung und hilft, Überfütterung zu vermeiden. Bei Jungfischen, sehr kleinen oder geschwächten Tieren sollte man jedoch vorsichtiger sein und nicht pauschal fasten lassen.

Lebendfutter ist für Aquarienfische die natürlichste und oft auch hochwertigste Form der Fütterung. Es bewegt sich im Wasser, regt den Jagd- und Fressinstinkt an und kommt der natürlichen Ernährung vieler Fischarten deutlich näher als verarbeitetes Futter.

Zu viel Futter belastet das Wasser, den Filter und den Bodengrund. Futterreste können zu schlechter Wasserqualität, Algenproblemen, Schneckenvermehrung und erhöhten Nitrit- oder Nitratwerten führen. Außerdem kann dauerhafte Überfütterung bei Fischen zu Verdauungsproblemen und Verfettung beitragen. Wenn durch zu viel Futter die Wasserqualität leidet, ist ein regelmäßiger Wasserwechsel im Aquarium besonders wichtig.

Garnelen finden in gut eingefahrenen Aquarien oft Biofilm, Algenbeläge und feine Futterreste. Trotzdem kann eine gezielte Zusatzfütterung sinnvoll sein, vor allem mit speziellem Garnelenfutter, Laub und mineralstoffreichen Ergänzungen. Wichtig sind besonders Mineralien, da sie für eine gesunde Häutung und einen stabilen Panzer eine wichtige Rolle spielen.

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