Aquarium einrichten Schritt für Schritt

Ein Aquarium einzurichten wirkt für viele Anfänger zunächst kompliziert: Technik, Bodengrund, Pflanzen, Wasserwerte, Einlaufphase – und überall liest man etwas anderes.
Die gute Nachricht: Mit einer klaren Struktur und der richtigen Reihenfolge ist ein Aquarium viel einfacher, als es auf den ersten Blick scheint.

In diesem Ratgeber bekommst du einen kompletten Überblick, wie du ein Aquarium Schritt für Schritt einrichtest, worauf du achten musst und welche typischen Anfängerfehler du vermeiden solltest.
Die einzelnen Themen findest du zusätzlich in detaillierten Unteranleitungen, die ich hier nach und nach verlinke.

Aquarium einrichten Schritt für Schritt – bepflanztes Einsteiger-Aquarium mit Pflanzen und Wurzeln

Inhaltsverzeichnis

Was du für dein erstes Aquarium brauchst

Bevor du mit dem Einrichten beginnst, solltest du dir einen groben Überblick verschaffen, welche Komponenten notwendig sind. Für ein stabiles Einsteiger-Aquarium brauchst du:

➡ Ausführliche Empfehlungen und Vergleiche findest du in den jeweiligen Unterthemen.

Schritt 1: Die richtige Aquariumgröße wählen

Einer der häufigsten Anfängerfehler ist ein zu kleines Aquarium.
Grundsätzlich gilt: Je größer das Aquarium, desto stabiler das biologische Gleichgewicht.

Für Einsteiger haben sich Becken zwischen 54 und 120 Litern bewährt, weil:

Schritt 2: Bodengrund und Hardscape vorbereiten

Der richtige Bodengrund

Der Bodengrund bildet die Basis für Pflanzenwachstum und Optik.
Für Anfänger eignen sich:

Wichtig: Der Bodengrund sollte hinten höher aufgeschüttet werden als vorne. Das sorgt für Tiefe und eine natürliche Wirkung.

Wenn du unsicher bist, welcher Bodengrund für dein Aquarium am besten geeignet ist, findest du hier eine ausführliche Übersicht zu den verschiedenen Bodengrund-Varianten fürs Aquarium.

Hardscape gestalten

Hardscape meint Steine und Wurzeln im Aquarium.
Sie geben dem Becken Struktur und dienen später Pflanzen und Fischen als Orientierung.

Ein bewährtes Prinzip:

Schritt 3: Pflanzen richtig einsetzen

Pflanzen sind der wichtigste Bestandteil eines funktionierenden Aquariums.
Sie verbrauchen Nährstoffe, stabilisieren das System und beugen Algen vor.

Robuste Pflanzen für Anfänger sind zum Beispiel:

Besonders für den Start eignen sich robuste und pflegeleichte Pflanzen, die auch ohne zusätzliche CO₂-Anlage gut wachsen. Zusätzlich können Schwimmpflanzen helfen, überschüssige Nährstoffe aufzunehmen und das Aquarium gerade in der Anfangszeit zu stabilisieren.

Tipp: Setze die Pflanzen vor dem vollständigen Befüllen des Aquariums ein – so lassen sie sich einfacher positionieren.

Schritt 4: Technik installieren (Filter, Licht, Heizung)

Filter

Der Filter ist das Herz des Aquariums. Er sorgt für:

Für Anfänger sind hochwertige Innenfilter oder kompakte Außenfilter ideal. Zudem ist die Wahl der richtigen und wichtigsten Filtermedien sinnvoll. Eine optimale Bestückung des Filters trägt entscheidend zu einer guten Wasserqualität und einem stabilen Aquarium bei. Für kleine Becken oder Garnelenaquarien ist es zudem empfehlenswert garnelensichere Filter zu wählen.

Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum.
Zu viel Licht fördert Algen, zu wenig schwächt Pflanzen.

Heizung

Eine Heizung ist nur nötig, wenn du tropische Fischarten halten möchtest.
Die meisten Zierfische fühlen sich bei 24–26 °C wohl.

Schritt 5: Aquarium mit Wasser befüllen

Beim Befüllen solltest du langsam vorgehen, damit Bodengrund und Pflanzen nicht aufgewirbelt werden.

Bewährter Trick:

Danach:

Schritt 6: Die Einlaufphase (sehr wichtig!)

Nach dem Einrichten beginnt die sogenannte Einlaufphase. In dieser Zeit bilden sich wichtige Bakterien, die später Schadstoffe abbauen. In dieser Zeit entwickelt sich der sogenannte Stickstoffkreislauf, der für ein stabiles und gesundes Aquarium entscheidend ist.

Wichtig in dieser Phase:

Die Einlaufphase dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen. Nach der Einlaufphase ist das Aquarium biologisch stabil, jetzt beginnt der normale Pflege-Alltag.

Schritt 7: Pflege und Beobachtung

Nach der Einlaufphase beginnt der eigentliche Alltag mit deinem Aquarium.
Ein Aquarium ist kein Selbstläufer, benötigt aber auch keinen übermäßigen Aufwand – regelmäßige, einfache Pflege reicht völlig aus.

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehören:

Wichtig ist, nicht alles auf einmal zu reinigen. Werden Wasserwechsel, Bodengrundreinigung und Filterreinigung gleichzeitig durchgeführt, können zu viele nützliche Bakterien verloren gehen und das Gleichgewicht im Aquarium gestört werden.

Gerade in den ersten Wochen lohnt es sich, das Aquarium aufmerksam zu beobachten. Veränderungen bei Pflanzen, Wasser oder Tieren lassen sich so früh erkennen und oft mit kleinen Anpassungen schnell beheben.

Mit der richtigen Pflege lassen sich viele Probleme vermeiden – auch dann, wenn du einmal nicht täglich Zeit für dein Aquarium hast oder das Aquarium im Urlaub versorgen willst.

Typische Anfängerfehler beim Aquarium einrichten

Viele Probleme entstehen nicht durch Technik, sondern durch Ungeduld oder falsche Entscheidungen. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich mit etwas Wissen und Geduld leicht vermeiden.


Die häufigsten Fehler sind:

Gerade in der Anfangszeit treten häufig Algenprobleme oder trübes Wasser auf. Diese Probleme sehen schlimmer aus, als sie meistens sind.

Einkaufsliste für dein erstes Aquarium

Für den Start benötigst du unter anderem:

Tipp für Einsteiger:
In meinem kostenlosen Aquarium-Einsteiger-Guide findest du diese Einkaufsliste noch einmal als praktische Checkliste zum Abhaken – ideal, wenn du dein Aquarium Schritt für Schritt vorbereiten möchtest und nichts vergessen willst.

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Vertiefende Themen zur Aquarium-Einrichtung

In diesem Ratgeber hast du die grundlegenden Schritte zur Aquarium-Einrichtung kennengelernt.
Wenn du einzelne Aspekte weiter vertiefen möchtest, findest du hier Themen, die bei der Planung und Einrichtung eines Aquariums eine wichtige Rolle spielen und die ich nach und nach ausführlicher behandle:

Häufige Fragen zum Aquarium einrichten

Die eigentliche Einrichtung dauert bei einem kleineren Aquarium meist 2-3 Stunden. Anschließend folgt die Einlaufphase, die in der Regel 2 bis 6 Wochen dauert. Erst danach ist das Aquarium biologisch stabil.

Fische sollten erst nach Abschluss der Einlaufphase eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sich ein stabiles biologisches Gleichgewicht gebildet hat und keine schädlichen Stoffe mehr im Wasser vorhanden sind.

Beides ist möglich. Soil erleichtert Pflanzenwachstum, während Kies robuster und günstiger ist. Für Anfänger funktionieren beide Varianten, entscheidend ist die richtige Pflege.

Zu Beginn reichen 6–8 Stunden Beleuchtung pro Tag. Später kann die Beleuchtungsdauer langsam auf etwa 8–10 Stunden erhöht werden, um Pflanzen optimal zu versorgen und Algen zu vermeiden.

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