Ein Aquarium einzurichten wirkt für viele Einsteiger zunächst kompliziert. Bodengrund, Pflanzen, Technik, Wasserwerte – viele Dinge, bei denen schnell viele Fragen auftauchen können. Mit der richtigen Anleitung ist es allerdings kein Hexenwerk, ein Aquarium optimal einzurichten. Wenn man den Ablauf kennt und Schritt für Schritt vorgeht, ist der Start deutlich einfacher. In dieser Anleitung zeige ich dir den grundlegenden Ablauf, wie du ein Aquarium einrichten kannst, besonders geeignet für Anfänger in der Süßwasseraquaristik, aber auch für jeden, der sich etwas unsicher bei der Einrichtung eines Aquariums ist.
Ein fertig eingerichtetes Süßwasseraquarium mit Wurzeln, Steinen und Aquarienpflanzen.
Eine allgemeine Übersicht über Planung, Technik und Vorbereitung findest du auch in meinem großen Ratgeber Aquarium einrichten für Anfänger.
Aquarium einrichten Schritt für Schritt – die wichtigsten Schritte im Überblick
Bevor wir ins Detail gehen, hier einmal der typische Ablauf beim Einrichten eines Aquariums:
Bodengrund einfüllen
Hardscape platzieren (Steine & Wurzeln)
Wasserpflanzen einsetzen
Aquarium vorsichtig mit Wasser befüllen
Technik starten
Die ersten Stunden und Tage beobachten
Diese Reihenfolge hat sich in der Aquaristik bewährt und sorgt dafür, dass du dein Aquarium ohne Chaos und unnötige Probleme einrichten kannst.
Aquarium einrichten – Video Anleitung
Wenn du sehen möchtest, wie ein Aquarium Schritt für Schritt aufgebaut wird, kannst du dir auch mein Einrichtungsvideo zu einem Juwel Rio 125 Aquarien-Komplettset ansehen.
Im Video siehst du den kompletten Aufbau eines bepflanzten Aquariums Schritt für Schritt.
Im folgenden Artikel erkläre ich dir nun Schritt für Schritt, wie du dein Aquarium selbst einrichten kannst.
Kostenloser Aquarium-Einsteiger-Guide
Wenn du neu in der Aquaristik bist, erhältst du mit meinem kostenlosen Aquarium-Einsteiger-Guide eine kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen erfolgreichen Start.
Der Bodengrund bildet die Basis deines Aquariums. Er dient nicht nur als optischer Untergrund, sondern ist auch wichtig für Pflanzen und Mikroorganismen.
Viele Aquarianer verwenden beispielsweise:
Aquarienkies
Aquariensand
spezielles Pflanzensubstrat
oder Soil (meist in Aquascapes)
Der Bodengrund wird gleichmäßig im Aquarium verteilt. Oft wird er nach hinten leicht ansteigend eingebracht. Dadurch wirkt das Aquarium später optisch tiefer und natürlicher. Im hinteren Bereich des Aquarium sitzen zudem meist die meisten Pflanzen. Durch einen leichten Anstieg haben sie somit mehr Substrat zum Wurzeln zur Verfügung.
Tipp: Es ist empfehlenswert Sand und Kies vorher gründlich auszuwaschen. Dadurch werden Staub und Abrieb entfernt und man hat später keine großen Probleme mit trübem Aquarienwasser.
Der Bodengrund bildet die Grundlage für ein gesundes Pflanzenwachstum und dient als Besiedlungsfläche für wichtige Bakterien.
2. Hardscape platzieren (Steine und Wurzeln)
Als Hardscape bezeichnet man die festen Gestaltungselemente im Aquarium.
Dazu gehören zum Beispiel:
Steine
Wurzeln
Holzstücke
Diese Elemente bestimmen maßgeblich das spätere Layout deines Aquariums. Das Hardscape wird am besten direkt nach dem Einsetzen des Bodengrunds eingebracht und zwar noch vor dem Einsetzen der Pflanzen. Somit sind keine Pflanzen im Weg und du hast die vollen Gestaltungsmöglichkeiten dein Layout nach deinen Wünschen anzuordnen. Die Position von Steinen und Wurzeln ist ein wichtiger Gestaltungsschritt und macht im späteren Layout sehr viel aus. Lass dir dabei deshalb genug Zeit.
Wurzeln und Steine bilden das Hardscape und geben dem Aquarium später Struktur.
3. Wasserpflanzen einsetzen
Nun werden die Aquarienpflanzen eingesetzt.
Pflanzen haben im Aquarium mehrere wichtige Funktionen:
sie produzieren Sauerstoff
sie helfen beim Nährstoffgleichgewicht
sie bieten Fischen und Garnelen Schutz
sie sind ein natürlicher Konkurrent gegen Algen
Gerade für Anfänger empfiehlt es sich, pflegeleichte Wasserpflanzen fürs Aquarium zu wählen. Diese wachsen meist zuverlässig, sind unkompliziert in der Pflege und helfen dabei, das Aquarium stabil zu starten.
Dabei ist eine ausgewogene Mischung aus langsam wachsenden und schnellwachsenden Pflanzen sinnvoll. Langsam wachsende Pflanzen sind zwar in der regelmäßigen Pflege leichter, da sie nicht so viele Nährstoffe benötigen und auch nicht oft zurückgeschnitten werden müssen, allerdings sind schnellwachsende Pflanzen beim Start eines Aquariums unverzichtbar. Sie sind nämlich die beste Konkurrenz für Algen und helfen dabei, ein Aquarium unkompliziert und ohne große Algenprobleme zu starten. Beim Einsetzen der Pflanzen wird oft mit einer Pinzette gearbeitet, das erleichtert das Einsetzen der Pflanzen und hilft, dass die Pflanzen gut im Bodengrund verankert werden.
Aquarienpflanzen werden mit einer Pinzette vorsichtig in den Bodengrund eingesetzt.
4. Aquarium vorsichtig mit Wasser befüllen
Nachdem Bodengrund, Hardscape und Pflanzen im Aquarium sind, wird das Aquarium mit Wasser gefüllt. Das Wasser sollte dabei vorsichtig eingefüllt werden, damit der Bodengrund nicht aufgewirbelt wird. Dafür kannst du zum Beispiel einen Teller, eine Schale oder auch Küchenpapier auf das Substrat legen und das Wasser darüber langsam ins Aquarium laufen lassen. So bleibt das Layout stabil, das Wasser deutlich klarer, und Pflanzen lösen sich nicht vom Bodengrund, da das Substrat somit nicht aufgewirbelt wird. Achte außerdem auf ein angenehm temperiertes Wasser. Es sollte nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß sein, das könnte die Pflanzen nämlich schädigen.
Beim Befüllen des Aquariums verhindert ein Stück Küchenpapier, dass der Bodengrund aufgewirbelt wird.
5. Technik starten (Filter, Heizung und Licht)
Sobald das Aquarium vollständig mit Wasser gefüllt ist, kann die Technik gestartet werden.
Typische Technik im Aquarium:
Aquarienfilter
Heizung (bei Warmwasserfischen)
Beleuchtung
ggf. CO2-Anlage
Der Filter sorgt dafür, dass sich im Aquarium nützliche Bakterien ansiedeln können, die später für den biologischen Kreislauf wichtig sind. Wenn du unsicher bist, welcher Filter für dein Aquarium geeignet ist und welche Filtermedien sinnvoll sind, findest du hier eine ausführliche Erklärung zum Aquarienfilter und den wichtigsten Filtermedien im Aquarium. Für viele Zierfische ist zudem ein Aquarium-Regelheizer unabdingbar. Eine Temperatur von 23-26 Grad ist für die meisten Aquarienfische optimal. Während Filter und Heizer dauerhaft und ohne Pause in Betrieb sein sollten, sollte die Aquarienbeleuchtung nur eine bestimme Zeit laufen. Für den Start in einem neuen Aquarium hat sich eine Beleuchtungszeit von ca. 6 Stunden bewährt. Diese kann man nach und nach auf bis zu ca. 10 Stunden steigern. Angeschlossen an eine Zeitschaltuhr läuft das Ganze dann auch voll automatisch.
In vielen modernen Aquarium-Komplettsets sind Filter, Beleuchtung und teilweise sogar Heizung bereits integriert. Gerade für Anfänger kann das den Einstieg deutlich erleichtern. Ein gutes Aquarium-Komplettset welches ich empfehlen kann ist das Juwel Rio 125.
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6. Die ersten Stunden und Tage nach dem Einrichten
Nach dem Einrichten beginnt eine wichtige Phase: die sogenannte Einfahrphase des Aquariums. In dieser Zeit entwickeln sich im Aquarium wichtige Mikroorganismen und Bakterien, die Schadstoffe abbauen. Wie genau dieser Prozess funktioniert und warum der Stickstoffkreislauf im Aquarium so wichtig ist, erkläre ich dir ausführlich in diesem Artikel.
Deshalb gilt:
Fische sollten niemals direkt nach dem Einrichten eingesetzt werden. Das Aquarium braucht Zeit, um biologisch stabil zu werden. Geduld ist hier einer der wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches Aquarium. Es sollte mindestens so lange mit dem ersten Besatz gewartet werden, bis der Nitritpeak abgeschlossen ist und kein Nitrit mehr im Wasser nachweisbar ist. Zuverlässig messen kannst du das mit einem passenden Nitrittest.
Typische Anfängerfehler beim Aquarium einrichten
Gerade beim ersten Aquarium passieren häufig ähnliche Fehler.
Zu den häufigsten gehören:
Fische zu früh einsetzen
zu wenige Pflanzen verwenden
das Aquarium zu schnell besetzen
zu wenig Geduld in der Einfahrphase
Wenn du diese Punkte vermeidest, hast du bereits eine sehr gute Grundlage für ein stabiles Aquarium.
Aquarium einrichten Schritt für Schritt Anleitung
In diesem Artikel hast du den grundlegenden Ablauf kennengelernt, wie man ein Aquarium einrichtet. Wenn du eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung mit vielen praktischen Tipps möchtest (inklusive genauer Vorgehensweise, Pflanzentipps, Layout-Hilfe und Fehlervermeidung), findest du diese im:
wie du dein Aquarium richtig planst und vorbereitest
welche Technik wirklich sinnvoll ist
wie du Bodengrund, Hardscape und Pflanzen optimal kombinierst
welche Wasserwerte wichtig sind und wie du sie misst
wie die Einlaufphase wirklich funktioniert
wie du die ersten Tiere richtig auswählst
und wie du dein Aquarium langfristig stabil und pflegeleicht betreibst
Außerdem findest du im Guide praktische Checklisten, Einrichtungsbeispiele und viele zusätzliche Tipps aus der Praxis. Der Aquarium Guide Pro ist ein ausführlicher Leitfaden für Einsteiger, der dir Schritt für Schritt zeigt, wie du dein Aquarium von Anfang an richtig aufbaust und typische Anfängerfehler vermeidest.
Der Guide erscheint in Kürze. Auf der Seite kannst du dich bereits informieren und wirst sofort benachrichtigt, sobald er verfügbar ist.
Fazit
Ein Aquarium Schritt für Schritt einzurichten ist einfacher, als viele Anfänger denken. Wenn du strukturiert vorgehst und dem Aquarium genügend Zeit gibst, kann der Einstieg in die Aquaristik sehr gut gelingen. Der wichtigste Faktor ist dabei Geduld, besonders in den ersten Wochen.
Wenn du ganz neu in der Aquaristik bist, empfehle ich dir auch meinen Ratgeber Aquarium Anfänger, in dem du die wichtigsten Grundlagen für den Einstieg findest.
💬 Austausch & Fragen:
Wenn du Fragen zu diesem Thema hast oder deine Erfahrungen teilen möchtest, schau gern in meiner Facebook-Community vorbei. Dort tauschen sich Aquaristik-Begeisterte aus und helfen sich gegenseitig weiter.
Hinweis: In diesem Artikel befinden sich Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Vielen Dank für deine Unterstützung!
Häufige Fragen zum Aquarium einrichten
Eine Checkliste kann dir den Einstieg deutlich erleichtern, damit du nichts Wichtiges vergisst. In meinem kostenlosen Aquarium Einsteiger-Guide als PDF findest du eine praktische Checkliste sowie eine Schritt-für-Schritt Anleitung für dein erstes Aquarium.
Wenn du eine ausführliche Anleitung suchst, die über die grundlegenden Schritte hinausgeht, kann ein detaillierter Guide sehr hilfreich sein. Im Aquarium Guide Pro findest du eine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung sowie zusätzliche Tipps zu Planung, Technik, Pflanzen, Wasserwerten und langfristiger Pflege.
Beim Einrichten eines Aquariums solltest du immer in der richtigen Reihenfolge vorgehen:
Bodengrund einfüllen
Hardscape (Steine und Wurzeln) platzieren
Pflanzen einsetzen
Aquarium vorsichtig mit Wasser befüllen
Technik starten
Diese Reihenfolge hilft dabei, ein sauberes und stabiles Aquarium aufzubauen.
Nach dem Einrichten beginnt die sogenannte Einfahrphase. Diese dauert in der Regel etwa 2 bis 6 Wochen. In dieser Zeit entwickeln sich wichtige Bakterien, die Schadstoffe im Wasser abbauen. Fische sollten erst eingesetzt werden, wenn das Aquarium biologisch stabil ist. Mehr dazu findest du im Artikel zum Stickstoffkreislauf im Aquarium.
Für Einsteiger sind sogenannte Komplettsets besonders praktisch, da wichtige Technik wie Filter und Beleuchtung bereits enthalten sind. Ein Set welches ich empfehlen kann ist zum Beispiel das Juwel Rio Aquarium Komplettset, das sich gut für den Einstieg eignet und in verschiedenen Größen erhältlich ist.
Gerade nach der Einrichtung kann es hilfreich sein, Pflegeintervalle und Wasserwerte regelmäßig zu dokumentieren. Mit einem einfachen System wie z. B. dem Aquarium Pflege-Tracker behältst du den Überblick über Wasserwechsel, Düngung und Messwerte.
Tobias Grüb
Über den Autor
Seit knapp 20 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Aquaristik und seit einiger Zeit auch mit dem Aquascaping und der Gestaltung von kleinen bepflanzten Terrarien und Gefäßen. Auf dieser Website teile ich meine bisher umgesetzten Projekte und gebe mein Wissen, sowie hilfreiche Tipps weiter. Vielleicht findest du ja hier die Inspiration, die du brauchst. Ergänzend zu dieser Website betreibe ich außerdem einen YouTube-Kanal.
Oft kommt die Frage, ob ein Sprudelstein im Aquarium wirklich notwendig ist oder ob er sogar mehr schadet als nützt. Besonders Anfänger setzen ihn häufig ein, um vermeintlich „mehr Sauerstoff“ ins Becken zu bringen. Doch die tatsächliche Wirkung eines Sprudelsteins wird dabei oft falsch eingeschätzt.
Was macht ein Sprudelstein im Aquarium?
Ein Sprudelstein – auch Luftstein, Ausströmer oder Ausströmerstein genannt, wird im Aquarium über eine Membranpumpe (Luftpumpe) betrieben. Die Pumpe fördert Luft durch einen Schlauch zum Sprudelstein, wodurch feine Luftblasen im Wasser aufsteigen. Diese Blasen sorgen für eine stärkere Bewegung der Wasseroberfläche und verbessern so den Gasaustausch.
Wichtig ist eine leise undregelbare Membranpumpe, da dauerhaftes Brummen oder eine zu starke Luftförderung schnell störend wirken können, sowohl für die Fische als auch für den Betrachter. Moderne Luftpumpen lassen sich in der Leistung gut anpassen und ermöglichen ein gleichmäßiges Ausströmen der Luft.
Als Ausströmer kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Häufig werden Keramikausströmerverwendet, die sehr feine Luftblasen erzeugen und langlebig sind. Alternativ gibt es Lindenholzausströmer, die besonders feine Blasen produzieren, jedoch regelmäßig ersetzt werden müssen.
Ausströmer gibt es zudem in unterschiedlichen Bauformen, etwa als kompakte Ausströmerkugeloder als längliche Ausströmerleiste. Während Kugeln punktuell Luft abgeben, sorgen Leisten für eine gleichmäßigere Verteilung der Luftblasen über eine größere Strecke im Aquarium.
Förderung des Gasaustauschs
Durch die Bewegung der Wasseroberfläche wird der Austausch zwischen Wasser und Umgebungsluft verbessert. Sauerstoff kann leichter ins Wasser gelangen, während andere Gase entweichen. Dieser Effekt ist vor allem dann relevant, wenn die Wasseroberfläche ansonsten kaum bewegt wird. Auch die Strömung und Ausrichtung des Filterauslasses spielt eine wichtige Rolle für den Gasaustausch im Aquarium.
Sauerstoffeintrag ins Aquarium
Der Sauerstoff gelangt dabei nicht direkt über die Luftblasen ins Wasser, sondern über die vergrößerte Kontaktfläche an der Wasseroberfläche. Ein Sprudelstein wirkt also indirekt und ist kein effizienter Sauerstoffspender an sich.
Austreiben von Kohlendioxid (CO₂)
Gleichzeitig wird durch die starke Oberflächenbewegung auch CO₂ aus dem Wasser verdrängt. Das ist besonders in bepflanzten Aquarien problematisch, da CO₂ ein zentraler Nährstoff für das Pflanzenwachstum ist.
Wann ist ein Sprudelstein sinnvoll?
Es gibt durchaus Situationen, in denen der Einsatz eines Sprudelsteins bzw. eines Luftausströmers im Aquarium hilfreich sein kann.
Sehr hohe Temperaturen im Sommer
Bei hohen Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser. Das ist oft im Sommer der Fall, oder bei Fischen die eine hohe Wassertemperatur benötigen wie z.B. Diskus. Ein Sprudelstein kann in Hitzeperioden helfen, kurzfristig für mehr Sauerstoff zu sorgen und Stress für die Fische zu reduzieren.
Starker Fischbesatz
In Aquarien mit vielen Fischen steigt der Sauerstoffverbrauch deutlich an. Wenn der Filter allein nicht mehr ausreicht oder kaum sauerstoffproduzierende Pflanzen im Aquarium sind, kann zusätzliche Oberflächenbewegung durch einen Sprudelstein unterstützend wirken.
Akuter Sauerstoffmangel
Bei Notfällen, etwa nach einem Stromausfall oder bei stark trübem Wasser, kann ein Luftausströmer in Kombination mit einer Luftpumpe helfen, den Sauerstoffgehalt im Aquarium rasch zu erhöhen. Dies ist allerdings nicht immer nötig, sind Pflanzen im Aquarium vorhanden, reichen diese in der Regel aus. Anders sieht es bei einer Behandlung mit Medikamenten aus. Viele Medikamente sind stark Sauerstoffzehrend und daher wird bei einer Behandlung meist empfohlen, die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen. Mit einem Ausströmerstein funktioniert das einfach und problemlos.
Lindenholzausströmer erzeugen besonders feine Luftblasen und werden häufig in Aquarien zur sanften Belüftung eingesetzt. Sie sind jedoch wartungsintensiver als Keramikausströmer und müssen regelmäßig ersetzt werden.
Quarantäne- oder Aufzuchtbecken
In Becken ohne Pflanzen und Bodengrund, etwa bei Quarantänebecken oder Fischaufzucht, kann ein Sprudelstein sinnvoll sein, da hier die Sauerstoffzufuhr nur über den Aquarienfilter kommt. Eine zusätzliche Sauerstoffversorgung über einen Sprudelstein kann hier sinnvoll sein.
Nachts in Aquarien ohne Pflanzen oder CO₂
Auch in reinen Fischbecken oder nachts in sehr schwach bepflanzten Aquarien kann zusätzliche Sauerstoffzufuhr gelegentlich sinnvoll sein, insbesondere wenn wenig Wasserbewegung vorhanden ist.
Wann ist ein Sprudelstein eher problematisch?
In vielen bepflanzten Aquarien bringt ein Sprudelstein mehr Nachteile als Vorteile.
CO₂-Verlust und gehemmtes Pflanzenwachstum
Durch das permanente Austreiben von CO₂ verlieren Aquarienpflanzen einen wichtigen Nährstoff. Das Wachstum verlangsamt sich, Pflanzen wirken schwächer, bekommen Mangelerscheinungen und können ihre Funktion als Algenkonkurrenten nicht mehr optimal erfüllen.
Ungleichgewicht zwischen Pflanzen und Algen
Wenn Pflanzen schlechter wachsen, haben zudem Algen leichteres Spiel. Ein gestörtes Verhältnis aus Licht, Nährstoffen und CO₂ erhöht das Risiko für Algenprobleme deutlich. Wird das wichtige CO2 durch einen Luftsprudler ausgetrieben, wachsen die Pflanzen schlechter und dies kann anschließend zu einem Algenproblem führen.
Unnötige Unruhe im Aquarium
Die permanente Blasenbildung kann Fische stressen, insbesondere ruhige Arten. Kampffische oder andere Labyrinthfische bevorzugen z.B. ruhige Aquarien ohne starke Bewegung der Wasseroberfläche.
Braucht ein Aquarium überhaupt einen Sprudelstein?
In den meisten Fällen lautet die Antwort ganz klar: Nein. Weder ein Sprudelstein noch ein zusätzlicher Ausströmer oder Luftsprudler sind in einem gut laufenden Aquarium zwingend notwendig.
Ein gut eingestellter Filter sorgt bereits für ausreichend Wasserbewegung und Sauerstoffeintrag. Zusätzlich produzieren Aquarienpflanzen während der Beleuchtungsphase selbst Sauerstoff und stabilisieren das biologische Gleichgewicht.
Wichtig ist dabei vor allem:
eine leichte Bewegung der Wasseroberfläche
kein vollständiges Stillstehen des Wassers
stabile Wasserwerte
All das lässt sich in den meisten Aquarien problemlos ohne Sprudelstein erreichen.
Möchtest du dein Aquarium dennoch mit einem Sprudelstein betreiben, gibt es für viele Innenfilter bereits passende Ausströmer oder Diffusoren, die direkt am Filterauslass angeschlossen werden. Einige Hersteller bieten spezielle Aufsätze für Innenfilter an, die für eine leichte Oberflächenbewegung sorgen und so den Sauerstoffeintrag verbessern, ohne zusätzliche Luftpumpe oder Luftschlauch. Dabei lässt sich die Luftzufuhr auch direkt am Filterauslass regeln. Diese gibt es zum Beispiel als O2-Diffusor von Juwelfür die integrierten BioFlow Filter oder auch als Leistungsregler mit Diffusor-Aufsatz für verschiedene Eheim Innenfilter wie den Eheim Aquaball oder Biopower.
Sprudelstein und CO₂ – keine gute Kombination
Wer eine CO₂-Düngung nutzt, sollte auf einen Sprudelstein verzichten. Ein Sprudelstein bzw. Luftausströmer oder Ausströmerstein sorgen für starke Oberflächenbewegung, wodurch wichtiges CO₂ im Aquarium schneller aus dem Wasser ausgetrieben wird.
Der CO₂-Verbrauch steigt unnötig an und Wasserpflanzen haben nicht genügend CO2 zur Verfügung, da es durch den Ausströmer wieder ausgetrieben wird. Die CO₂-Düngung wird dadurch ineffizient und das Pflanzenwachstum leidet.
Kostenloser Aquarium-Einsteiger-Guide
Wenn du neu in der Aquaristik bist, erhältst du mit meinem kostenlosen Aquarium-Einsteiger-Guide eine kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen erfolgreichen Start.
Ein Sprudelstein kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa bei Sauerstoffmangel oder hohen Temperaturen. In den meisten Gesellschafts- und Pflanzenaquarien ist er jedoch nicht notwendig und eher eine optionale Ergänzung, wenn man den optischen Effekt mag.
Besonders bei CO₂-Düngung und stark bepflanzten Becken ist ein Sprudelstein ungünstig, da er das wichtige CO₂ aus dem Wasser austreibt. In einem gut abgestimmten Aquarium übernehmen Filter und Pflanzen die Sauerstoffversorgung zuverlässig und dauerhaft.
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Häufige Fragen zum Sprudelstein im Aquarium
In den meisten Aquarien ist kein Sprudelstein notwendig. Ein gut eingestellter Filter sorgt bereits für ausreichend Sauerstoff und eine leichte Wasserbewegung an der Oberfläche.
Nur indirekt. Der Sauerstoff gelangt nicht durch die Luftblasen selbst ins Wasser, sondern über die verstärkte Bewegung der Wasseroberfläche.
In bepflanzten Aquarien kann ein Sprudelstein problematisch sein, da er CO₂ aus dem Wasser austreibt und dadurch das Pflanzenwachstum hemmt.
Nein, durch den Einsatz eines Sprudelsteins oder Luftausströmers und der dadurch starken Oberflächenbewegung entweicht CO₂ schneller aus dem Wasser, wodurch die CO₂-Düngung ineffizient wird.
In Aquarien ohne Pflanzen oder CO₂-Düngung kann ein Sprudelstein nachts sinnvoll sein. In Pflanzenaquarien ist er meist überflüssig.
Tobias Grüb
Über den Autor
Seit knapp 20 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Aquaristik und seit einiger Zeit auch mit dem Aquascaping und der Gestaltung von kleinen bepflanzten Terrarien und Gefäßen. Auf dieser Website teile ich meine bisher umgesetzten Projekte und gebe mein Wissen, sowie hilfreiche Tipps weiter. Vielleicht findest du ja hier die Inspiration, die du brauchst. Ergänzend zu dieser Website betreibe ich außerdem einen YouTube-Kanal.
Du hast Freunde oder Bekannte, die ein Aquarium haben und möchtest ihnen zu Weihnachten oder zum Geburtstag eine kleine Freude machen? Als leidenschaftlicher Aquascaper und jahrelanger Aquarianer weiß ich, worüber man sich in diesem Hobby wirklich freut.
Ich habe im Aquaristik-Einzelhandel gearbeitet und dort oft erlebt, wie gut gemeinte Geschenke wie lebende Tiere oder ungeeignete Pflanzen mehr Stress als Freude ausgelöst haben. Damit dir das nicht passiert, findest du hier durchdachte, tolle und kreative Geschenkideen für Aquarianer und Aquascaper. Und das nicht nur zu Weihnachten, sondern für alle möglichen Anlässe oder auch nur als kleines Mitbringsel zwischendurch.
Warum Tiere keine guten Geschenke sind
Vorab eine wichtige Info: Lebende Tiere sind keine gute Geschenkidee.
Viele unterschätzen, wie unterschiedlich Fischarten, Wasserwerte und Revierverhalten sein können. Ich habe oft erlebt, dass Menschen Fische verschenken wollten, ohne zu wissen, ob diese überhaupt zu den vorhandenen Arten passen. Das endet leider oft mit Stress oder sogar toten Tieren und das will niemand. Wenn du also jemandem eine Freude machen willst, verschenke lieber Zubehör, Aquariensets oder Gutscheine aber keine Fische oder Wirbellose.
Auch bei Pflanzen gilt: Es gibt einfache und schwierige Arten. Wer das Aquarium des Beschenkten nicht gut kennt, sollte besser zu pflegeleichten Klassikern wie Anubias, Javafarn oder Cryptocoryne greifen oder sich am besten unauffällig beim Beschenkten erkundigen, welche Pflanzen zum Aquarium passen, oder ob demnächst ein neuer Pflanzenkauf ansteht.
Pflegeprodukte wie Wasseraufbereiter, Starterbakterien oder ein kleiner Kescher sind praktische, günstige Geschenke, die zeigen, dass man mitgedacht hat. Auch Magnetreiniger und Pflegehandschuhe sind echte Alltagshelfer, die den Reinigungsprozess erleichtern und oft im Haushalt fehlen. Mit solchen Geschenken kann man eigentlich nie etwas falsch machen.
Tolle Geschenkideen für Aquarianer
Aquarianer sind detailverliebt. Sie freuen sich über alles, was ihr Hobby schöner oder pflegeleichter macht. Ob Deko, Technik oder Zubehör – hier findest du Ideen, die garantiert gut ankommen.
Pflanzen und Dekoration
Neue Pflanzen oder Deko-Elemente können eine tolle Geschenkidee sein. Besonders robuste Sorten wie Anubias, Javafarn oder Cryptocoryne passen fast in jedes Becken und sind einfach zu bekommen, da so gut wie jedes Zoofachgeschäft sie immer vorrätig hat.
Wenn du weißt, welchen Stil der Beschenkte mag (zum Beispiel Wurzel-Layout oder Steinlandschaft), kannst du gezielt passende Materialien aussuchen um noch etwas Dekoration zu verschenken. Das zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast.
Hochwertige Technik
Technik ist das Herz jedes Aquariums und es gibt eine unzählige Auswahl. Futterautomaten, Zeitschaltuhren, LED-Beleuchtungen oder auch ein einfacher Testkoffer sind praktische Helfer, die jeder gebrauchen kann. Ein Futterautomat sorgt im Urlaub zuverlässig für die Fütterung, eine Zeitschaltuhr regelt das Licht automatisch, und ein Testkoffer hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen und Wasserwerte zuverlässig zu messen. Gerade ein hochwertiges Testkit wie etwa das JBL Pro Aquatest Lab ist ein sinnvolles Geschenk, das die Arbeit am und im Aquarium enorm erleichtert um die Wasserwerte besser zu verstehen. Die Wassertestkoffer von JBL gehören zu den zuverlässigsten auf dem Markt – ideal für Einsteiger wie auch erfahrene Aquarianer.
Hier findest du zwei bewährte Modelle im direkten Vergleich:
Für den Einstieg reicht das JBL ProAquaTest Combi Set völlig aus – es deckt alle wichtigen Basiswerte ab. Ambitionierte Aquarianer und Aquascaper greifen besser zum JBL ProAquaTest Lab, das mit 14 Tests deutlich mehr Analysen ermöglicht. Beide Koffer sind nachfüllbar und langfristig nutzbar und daher ein sinnvolles, langlebiges Geschenk für jeden Aquarianer. Auch Aquarienfilter sind eine gute Geschenkidee. Es gibt sie in unterschiedlichsten Ausführungen (Innenfilter, Außenfilter, Rucksackfilter, etc.), passend für jede Art von Aquarium.
JBL Pro Aquatest Lab – ein unverzichtbarer Testkoffer, mit dem sich alle wichtigen Wasseranalysen zuverlässig durchführen lassen
Pflegeprodukte & Zubehör
Pflegeprodukte wie Wasseraufbereiter, Starterbakterien, Reinigungsschwämme, Thermometer, Futterclips oder ein kleiner Kescher sind praktische, günstige Geschenke. Sie zeigen, dass man mitgedacht hat und diese kleinen unverzichtbaren Utensilien werden im Alltag regelmäßig gebraucht.
Solche Basics eignen sich hervorragend als kleines, durchdachtes Geschenkset oder als ergänzende Beigabe zu einem größeren Geschenk.
Reinigungsutensilien, Fischfutter, Pflanzenkleber oder auch Tools, wie Pinzette und Schere eignen sich super als kleine Geschenke.
Tipp: Wenn du mehrere dieser praktischen Produkte etwa Testkit, Schwamm, Pflegemittel und weiteres Zubehör zu einem kleinen Set kombinierst, z. B. in einer schönen Box oder einem Geschenkkorb, entsteht ein liebevolles, durchdachtes und nützliches Geschenk für jeden Aquarium-Liebhaber.
Gutscheine für Aquaristik- und Aquascaping-Shops
Wenn du unsicher bist, was genau gebraucht wird, ist ein Gutschein die beste Wahl. So kann der oder die Beschenkte selbst entscheiden, was für das Aquarium gebraucht wird.
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Sinnvolle Geschenke für Einsteiger in der Aquaristik
Einsteiger brauchen vor allem Unterstützung, um die Grundlagen zu verstehen. Wer das Hobby gerade erst entdeckt hat, freut sich über alle nützliche Hilfen und verständliche Informationen.
Aquarium-Startersets
Ein Komplettset mit Becken, Filter, Heizer und Beleuchtung, zum Beispiel das Juwel Rio 125 oder Juwel Primo 110, ist ideal für den Einstieg. Solche Sets bieten alles Wichtige, um sofort loszulegen, ohne sich lange mit Technikfragen beschäftigen zu müssen.
Ich werde oft gefragt, welches Aquarium ich für den Einstieg empfehlen würde und ehrlich gesagt: Es hängt stark davon ab, wie viel Platz man hat und was man vorhat. Als kompletter Einsteiger ist so ein Komplettset meistens ausreichend und nicht alle dieser Sets sind schlecht.
Hier habe ich dir drei beliebte Aquarien zusammengestellt, die ich selbst kenne und empfehlen kann – vom kompakten Dennerle Nano Cube (was sich auch sehr gut für ein tolles, kleines Nano-Aquascape eignet), bis zum gut ausgestatteten Juwel-Aquarium.
Vorschau
Name des Produkts
Juwel Rio 125 LED Aquarium Set
Dennerle Nano Cube 30 L Complete Plus
Fluval Flex 123 L (Medium)
Maße & Volumen
81 × 36 × 50 cm (125 Liter)
30 × 30 × 35 cm (30 Liter)
82 × 39 × 40 cm (123 Liter)
Technik
Inklusive MultiLux LED-Beleuchtung (2×14 W), Bioflow M Innenfilter mit 500 l/h Pumpe, 100 W Regelheizer
Nano Eckfilter, 6 W LED-Leuchte, Nano Thermo Compact 25 W Heizer
FlexPad LED-System mit 48 weißen + 6 RGB-LEDs, leistungsstarker 3-Stufen-Innenfilter mit 500 l/h, 150 W Heizer
Besonderheiten
Komplettset mit energieeffizienter LED-Technik, integriertem Filtersystem und modernem Design – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene
Kompaktes, stilvolles Nano-Aquarium für Garnelen, Schnecken oder kleine Pflanzen-Scapes – ideal als Schreibtisch- oder Wohnzimmer-Aquarium
Modernes Design mit gebogener Frontscheibe, Touch-Bedienung und individuell einstellbarem Licht – stylisches Komplettaquarium für Pflanzen- und Gesellschaftsbecken
FlexPad LED-System mit 48 weißen + 6 RGB-LEDs, leistungsstarker 3-Stufen-Innenfilter mit 500 l/h, 150 W Heizer
Besonderheiten
Modernes Design mit gebogener Frontscheibe, Touch-Bedienung und individuell einstellbarem Licht – stylisches Komplettaquarium für Pflanzen- und Gesellschaftsbecken
Für Einsteiger eignet sich der Dennerle Nano Cube 30 L oder das Juwel Rio 125, je nach Platz und Anspruch. Wer ein etwas modernes, stylisches Aquarium mit gebogener Frontscheibe sucht, wird beim Fluval Flex 123 L fündig. Alle drei Modelle sind hochwertige Komplettsets, die sich hervorragend als Geschenk oder Einstieg ins Hobby eignen.
Tipp: Ergänze ein Starterset ggf. mit einem kleinen Buch oder Pflegeset, das kommt immer gut an.
Einsteigerliteratur
Mittlerweile gibt es unzählige Bücher über den Einstieg in die Aquaristik. Damit kannst du die Grundlagen Schritt für Schritt lernen und diese helfen dir dabei, typische Anfängerfehler zu vermeiden. Gerade zu Weihnachten oder als Ergänzung zu einem Starterset ist so ein Buch ein sinnvolles, hilfreiches Geschenk.
Kostenloser Aquarium-Einsteiger-Guide
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Besondere Geschenkideen für Aquascaper & erfahrene Aquarianer
Als Aquascaper kann nie genug Material, Inspiration und Werkzeuge (Aquascaping-Tools) haben. Aber auch erfahrene Aquarianer freuen sich über hochwertige Technik, seltene Pflanzen oder kreative Deko. Hier stehen Kreativität, Design und Qualität im Vordergrund – und genau das macht die folgenden Ideen so besonders.
Hardscape-Materialien & Bodengrund
Wurzeln, Steine und Bodengrund sind die Basis jedes Layouts. Dekoration wie Seiryu-Stone, Spiderwood oder Ryuoh-Stone inspirieren zu neuen Projekten und sind echte Klassiker, wenn es ums Hardscape geht.
Auch Lavagranulat, Aquarium-Soil oder ein feiner Sand, etwa ADA Colorado oder La Plata, werden immer gebraucht. Selbst kleine Mengen solcher hochwertiger Substrate sind ein willkommenes Geschenk, denn sie ermöglichen neue Layouts oder kleine Projekte wie Wabi-Kusa oder Nano-Scapes.
Smart-LEDs mit App-Steuerung, moderne CO₂-Systeme oder digitale Messgeräte für pH, Leitwert und Temperatur sind Premium-Geschenke, die Eindruck machen und das Aquarium technisch auf den neuesten Stand bringen.
Auch präzise Werkzeuge sind bei Aquascapern und erfahrenen Aquarianern gleichermaßen beliebt: Edelstahl-Pinzetten, Scheren oder Sand-Flattener gehören zur Grundausstattung. Hochwertige Tools von ADA oder DOOA sind langlebig, ergonomisch und machen das Arbeiten einfach angenehmer. Wer einmal mit gutem Werkzeug gearbeitet hat, möchte nichts anderes mehr.
Eine tolle Ergänzung ist außerdem eine passende Tasche – ein sogenannter „Aquascaping-Toolbag“. Damit können die Tools sauber aufbewahrt und transportiert werden. Das sieht nicht nur ordentlich aus, sondern schützt die Tools auch vor Beschädigungen.
Auch hochwertige Wabi-Kusa Gläser, mit denen sich schöne Wabi-Kusa gestalten lassen, sind bei Aquascapern sehr beliebt.
Beleuchtung & CO₂-Systeme
Das richtige Licht und ausreichend CO₂ sind entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum und intensive Farben. Eine moderne LED-Beleuchtung mit App- oder Zeitschaltsteuerung oder eine kompakte CO₂-Anlage hochwertige, Premium-Geschenke. Funktional, hochwertig und dauerhaft im Einsatz. Gerade ambitionierte Aquarianer und Scaper freuen sich über solches Equipment, da es das Hobby nicht nur schöner, sondern auch effizienter macht.
Die richtige Beleuchtung ist ein zentraler Faktor für gutes Pflanzenwachstum, Farbwirkung und Gestaltung im Aquarium. Ob als Einsteiger-Set für ein Nano-Becken oder als High-End Leuchte für anspruchsvolle Aquascapes, nachfolgend findest du fünf bewährte LED-Beleuchtungslösungen für unterschiedliche Einsatzzwecke und Budgets.
Vorschau
Name des Produkts
JBL LED SOLAR NATUR
TWINSTAR Light 80G
Chihiros LED WRGB II
FZONE SOLO Serie Nano LED
Dennerle Trocal Style Two 8 W
Leistung (Watt)
31 W (150 Lumen pro Watt)
ca. 22 W (1.268 Lumen)
je nach Modell – von 33 W (30 cm) bis 130 W (120 cm).
20 W
8 W
Spektrum / Technik
Warmweiße und kaltweiße LEDs. 2 Kanäle mit 3 voreingestellten Lichtfarben: 2700 K (Warmweiß), 4000 K (Tageslichtweiß), 6700 K (Kaltweiß)
Tipp: Für kleine Becken oder Nano-Aquarien gibt es stylische Mini-LEDs und CO₂-Nanosets – ideal als edles, aber erschwingliches Geschenk.
Inspirationsmaterial, Kalender und Aquascaping-Bücher
Bildbände und Bücher über Aquascaping oder Naturaquarien sind tolle Geschenke für alle, die Inspiration suchen. Ob Takashi Amanos „Die Kunst des Naturaquariums“ oder andere moderne Bücher über Naturaquarien, sie regen neue Ideen an und sind oft echte Sammlerstücke. Du kannst auch ein Buch mit einem Gutschein oder einer anderen kleinen Zugabe kombinieren, wie z.B. einem schönen ADA-Mikrofasertuch oder ein paar Stickern. Das ergibt ein durchdachtes, thematisch passendes Geschenk.
Ein oft unterschätztes, aber tolles Geschenk sind Aquarienkalender oder Poster. Sie bringen die Faszination der Unterwasserwelt an die Wand. Perfekt fürs Büro, Wohnzimmer oder das eigene Aquaristik-Zimmer. Ich persönlich hatte die letzten Jahre den Aquarienkalender von Sera oder Oase, in dem sogar eines meiner eigenen Fotos abgedruckt wurde.
Aquarienkalender von Sera oder Oase sind ein tolles und nützliches Geschenk.
Wer etwas Besonderes schenken möchte, kann zu hochwertigen Kalendern von ADA greifen. Diese enthalten atemberaubende Aufnahmen von Naturaquarien und sind bei Aquascapern sehr beliebt. Auch Poster von ADA mit Motiven aus der Aquascaping-Welt sind eine großartige Idee, um die eigene Leidenschaft stilvoll zu zeigen.
Es gibt viele hochwertige und toll gestaltete Bücher in der Aquaristik und im Aquascaping.
Kleine Geschenkideen & DIY-Projekte
Nicht jedes Geschenk muss groß oder teuer sein. Oft sind es die kleinen Dinge, die besonders Freude machen.
Auch Selbstgemachte Geschenke kommen immer gut an. In der Aquaristik und im Aquascaping gibt es viele kreative Möglichkeiten, kleine, persönliche Geschenke zu gestalten.
Mini-Deko & Pflanzenableger
Kleine Pflanzenableger, schön verpackt in Gläsern oder Tütchen, sind liebevolle Geschenke. Kombiniert mit etwas Deko, einer kleinen Dose Fischfutter oder einer netten Karte wird daraus ein persönliches Mitbringsel für Aquarienfreunde.
Mini-Aquarium im Glas (ohne Tiere!)
Ein sogenanntes Nano-Scape im Glas ist eine wunderschöne Dekoidee – aber kein Lebensraum für Tiere! Mit etwas Bodengrund, Steinen, Moosen und Pflanzen lässt sich eine kleine, pflegeleichte Unterwasserlandschaft gestalten, die die Atmosphäre eines Aquariums einfängt. Perfekt fürs Fensterbrett (nicht in der Sonne) oder auf dem Schreibtisch mit einer kleinen Lampe darüber.
Wabi-Kusa, bepflanzte Schalen & kleine Terrarien
Gerade für Aquascaper sind Wabi-Kusa, also bepflanzte Schalen oder Gläser echte Highlights. Sie bestehen aus Moosen, kleinen Pflanzen und etwas Substrat in dekorativen Gläsern oder Schalen. Diese Miniatur-Landschaften sind durch Marke ADA (Aqua Design Amano) und DOOA bekannt geworden und begeistern viele Aquarianer durch ihr minimalistisches, stilvolles Design.
Als Geschenk eignen sich dafür auch Zubehörartikel oder hochwertige Gefäße, etwa DOOA-Gläser, ADA-Scheren, Pinzetten oder andere edle Aquascaping-Tools. Gerade diese Marken stehen bei vielen Aquascapern für Qualität und Design – das Nonplusultra für alle, die Wert auf Ästhetik und Funktion legen.
Tipp: Wer ein Wabi-Kusa verschenkt, kann es schön verpacken und eine kleine Pflegeanleitung beilegen – das macht es zu einem besonders persönlichen Geschenk.
Fazit: Sinnvolle Geschenke mit Herz und Verstand
Das schönste Geschenk ist eines, das das Hobby bereichert und nicht eines, das neue Probleme schafft. Lebende Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum, aber durchdachte Zubehörartikel, inspirierende Bücher oder kreative DIY-Ideen machen jedem Aquarianer Freude. Ob zu Weihnachten, Geburtstagen oder einfach zwischendurch, mit diesen Ideen triffst du garantiert ins Schwarze.
Und wer weiß: Vielleicht bekommst du ja selbst Lust, ein eigenes kleines Aquarium zu starten. 😊
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Fragen und Antworten
Es ist nicht zu empfehlen lebende Tiere zu verschenken, da meist nicht klar ist, ob sie zu den bestehenden Bewohnern im Aquarium passen oder welche Wasserwerte das Becken hat. Ein Technik-Geschenk, Zubehör oder ein Gutschein ist deutlich besser.
Wie auch bei den Tieren sollte man beim verschenken von Pflanzen wissen, ob sie in das vorhandene Aquarium passen und das Aquarium für diese Pflanzen geeignet ist (z. B. Licht, CO₂, Bodengrund). Wenn man das weiß, ist es kein Problem Wasserpflanzen zu verschenken. Man sollte nur darauf achten, dass sie während dem Transport gut verpackt bleiben und nicht großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
Wenn man weiß, dass die Person ein Aquarium möchte, ist dies durchaus eine gute Idee. Vielleicht weiß man ja auch schon ganz genau, welches Aquarium es werden soll. Bei einem Komplettset wäre dann schon alles dabei und das wäre mit Sicherheit ein tolles Geschenk.
Praktische Helfer, die auch noch günstig sind wie Magnetreiniger, Thermometer, einen Schlauch zum Wasserwechseln, personalisierte Handtücher für die Pflege oder auch schöne Poster und Kalender kommen immer gut an.
Über hochwertige Tools z.B. von ADA, Produkte von DOOA wie Wabi-Kusa Gläser, schöne Kalender und Poster oder Bücher über das Aquascaping, um neue Inspiration zu sammeln, sind für viele Aquascaper das absolute Highlight.
Tobias Grüb
Über den Autor
Seit knapp 20 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Aquaristik und seit einiger Zeit auch mit dem Aquascaping und der Gestaltung von kleinen bepflanzten Terrarien und Gefäßen. Auf dieser Website teile ich meine bisher umgesetzten Projekte und gebe mein Wissen, sowie hilfreiche Tipps weiter. Vielleicht findest du ja hier die Inspiration, die du brauchst. Ergänzend zu dieser Website betreibe ich außerdem einen YouTube-Kanal.
Der Nitrifikationszyklus im Aquarium: Futterreste und Ausscheidungen werden durch Bakterien schrittweise zu Nitrat umgewandelt, welches den Pflanzen als Nährstoff dient und durch Wasserwechsel entfernt wird.
Ein Aquarium ist wie eine kleine, geschlossene Welt. Fische, Garnelen und Pflanzen leben darin, fressen, atmen und produzieren Abfälle. Diese Abfälle verschwinden nicht von selbst. Wenn sie nicht abgebaut werden, verwandeln sie sich in unsichtbare Giftstoffe, die deinen Tieren schaden können.
In der Natur (und auch im Aquarium) gibt es den Stickstoffkreislauf, auch Nitrifikationszyklus genannt. Er sorgt dafür, dass schädliche Stoffe Schritt für Schritt umgewandelt werden, bis sie in einer weniger gefährlichen Form vorliegen.
Wenn du neu in der Aquaristik bist, erhältst du mit meinem kostenlosen Aquarium-Einsteiger-Guide eine kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen erfolgreichen Start.
Der Stickstoffkreislauf (auch Nitrifikationszyklus genannt) beschreibt, wie giftige Abfälle im Aquarium durch nützliche Bakterien in weniger schädliche Stoffe umgewandelt werden.
Ammoniak (NH₃) / Ammonium (NH₄): Diese beiden Stoffe sind eng miteinander verbunden. Sie entstehen aus Futterresten, Kot und abgestorbenen Pflanzen. Welche Form überwiegt, hängt vom pH-Wert des Wassers ab:
Bei niedrigem pH-Wert (unter 7) liegt hauptsächlich Ammonium vor – das ist weniger giftig.
Bei hohem pH-Wert (über 7) entsteht mehr Ammoniak – und das ist hochgiftig für Fische.
Nitrit (NO₂): Entsteht beim Abbau von Ammoniak/Ammonium durch Bakterien. Ebenfalls giftig und gefährlich für die Atemfunktion der Fische.
Nitrat (NO₃): Ist das Endprodukt. Deutlich weniger giftig, wird von Pflanzen aufgenommen oder durch Wasserwechsel entfernt.
Warum ist der Stickstoffkreislauf im Aquarium so wichtig?
In der Natur funktioniert dieser Kreislauf automatisch: Flüsse, Seen und Teiche haben riesige Wassermengen, viele Pflanzen und ständigen Austausch.
Im Aquarium ist das anders:
Das Wasservolumen ist klein.
Viele Tiere leben auf engem Raum.
Es gibt keinen natürlichen Wasserwechsel.
Ohne einen funktionierenden Stickstoffkreislauf würden sich gefährliche Stoffe anhäufen und Fische oder andere Aquarientiere könnten nicht überleben. Ein stabiler Kreislauf ist daher die Grundlage jedes gesunden Aquariums.
Ammoniak → Nitrit → Nitrat – die drei Stufen
Verbindung
Woher kommt sie?
Wirkung
Ammoniak (NH₃) / Ammonium (NH₄⁺)
entsteht durch Futterreste, Kot, Pflanzenreste
Je nach pH-Wert unterschiedlich giftig: Ammoniak ist stark giftig, Ammonium dagegen deutlich harmloser
Nitrit (NO₂)
entsteht beim Abbau von Ammoniak/Ammonium durch Bakterien
Ebenfalls giftig – blockiert den Sauerstofftransport im Blut der Fische
Nitrat (NO₃)
entsteht beim Abbau von Nitrit durch andere Bakterien
Deutlich weniger giftig, kann aber bei hohen Werten Algenwachstum fördern
Tipp: Nitrat ist relativ einfach durch viele Aquarienpflanzen und großzügige Wasserwechsel zu kontrollieren.
Die Bakterien im Aquarium – unsichtbare Helfer im Stickstoffkreislauf
Der Stickstoffkreislauf, also der Nitrifikationszyklus im Aquarium, funktioniert nur dank bestimmter nitrifizierender Bakterien. Diese winzigen Organismen übernehmen eine wichtige Aufgabe:
Nitrosomonas & Nitrosospira → bauen Ammoniak (NH₃) bzw. Ammonium (NH₄) zu Nitrit (NO₂) ab
Nitrobacter & Nitrospira → wandeln Nitrit (NO₂) in Nitrat (NO₃) um
Damit ist der biologische Filterkreislauf geschlossen und giftige Stoffe werden in harmlose umgewandelt.
Wichtig: Diese Bakterien sind substratgebunden, befinden sich also nicht im freien Wasser, sondern siedeln sich auf festen Oberflächen an. Vor allem auf Filtermaterialien, im Bodengrund und auf Dekoration wie Wurzeln und Steinen.
Damit sie optimal arbeiten können, brauchen sie:
ausreichend Sauerstoff,
stabile, nicht zu hohe Temperaturen,
und viele poröse Oberflächen zum Ansiedeln.
Daher sollte man auch immer für genügend Ansiedlungsfläche in Form von biologischem Faktenmaterial oder porösem Lavagranulat als unterbau des Bodengrunds sorgen und nie alles gleichzeitig reinigen. Wenn du Filter, Bodengrund oder Dekoration auf einmal gründlich sauber machst, zerstörst du viele dieser nützlichen Bakterien und der Kreislauf kann zusammenbrechen.
Starterbakterien wie ARKA Bacto Shot beschleunigen die Einfahrphase, da sie den Stickstoffkreislauf mit aktiven Bakterienkulturen direkt starten.
So schützt du die nützlichen Bakterien im Aquarium
Damit der Stickstoffkreislauf dauerhaft stabil bleibt, musst du die nützlichen Filterbakterien im Aquarium schützen. Sie sind empfindlich gegenüber starken Veränderungen und reagieren sensibel auf zu gründliche Reinigungen oder chlorhaltiges Leitungswasser.
So machst du’s richtig:
Filtermedien nur in Aquariumwasser ausspülen und niemals unter Leitungswasser, da Chlor und hohe Temperatur die Bakterien abtöten.
Nicht alle Komponenten gleichzeitig reinigen: Wenn du Filter, Bodengrund und Deko an einem Tag komplett säuberst, entfernst du einen Großteil der Bakterienpopulation.
Reinigung in Etappen durchführen: Wechsle z. B. wöchentlich zwischen Bodengrund, Filter und Dekoration, damit sich die Bakterien wieder erholen können.
Ausreichend biologische Filtermaterialien (z. B. Keramikröhrchen, Lavagranulat oder Schwämme) verwenden, diese bieten den Bakterien viel Ansiedlungsfläche.
Tipp: Wenn dein Aquarium nach einer Reinigung kurzzeitig trüb wird, ist das meist kein Grund zur Sorge. Die Bakterienkulturen erholen sich in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst.
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Aquarium einfahren – so baust du den Stickstoffkreislauf auf
Wenn du ein neues Aquarium startest und Tiere einsetzen wills, muss zuerst der Stickstoffkreislauf funktionieren. Diesen ganzen Prozess, bei dem sich der Stickstoffkreislauf stabilisiert und die Bakterien zu abreiten beginnen, nennt man Einfahren. In dieser Zeit siedeln sich die wichtigen Filterbakterien an, die Ammoniak und Nitrit abbauen.
Fischloses Einfahren – die sichere und stressfreie Methode
Ein Aquarium kann ganz ohne Fische langsam eingefahren werden. Das ist völlig normal und sogar die beste und sicherste Methode. Dabei gibst du dem Becken Zeit, sich biologisch zu stabilisieren, bevor du Fische einsetzt. In der Regel dauert dieser Vorgang etwa zwei bis vier Wochen.
Um den Prozess etwas zu beschleunigen, kannst du sogenannte Starterbakterien zugeben. Diese enthalten lebende Bakterienkulturen, die sich direkt zu Beginn im Filter und im Bodengrund ansiedeln und sofort anfangen zu arbeiten. So entsteht schneller ein stabiles, biologisches Gleichgewicht.
Bevor du die ersten Fische einsetzt, muss der Nitritwert im Wasser bei null liegen. Erst wenn kein Nitrit mehr nachweisbar ist, ist dein Aquarium bereit für den ersten Besatz.
Einfahren mit Fischen – möglich, aber riskant
Das Einfahren mit Fischen ist grundsätzlich möglich, aber gerade für Anfänger riskant, wenn man den biologischen Prozess noch nicht genau versteht. Hier werden die ersten Fische bereits in ein neues, noch instabiles Aquarium gesetzt. Dabei steigt häufig Ammoniak oder Nitrit stark an, beides ist sehr giftig für Fische.
Es gibt zwar spezielle Bakterienpräparate, mit denen man theoretisch sofort Fische einsetzen kann. Diese Produkte enthalten konzentrierte Starterbakterien, die den Stickstoffkreislauf sehr schnell aktivieren. Trotzdem muss das Wasser in den ersten Tagen streng überwacht werden. Miss täglich die Wasserwerte und beobachte das Verhalten deiner Fische genau und reagiere sofort, wenn sie sich unwohl verhalten z. B. wenn sie an der Oberfläche nach Luft schnappen. Dann hilft nur eins: großzügiger Wasserwechsel.
Wer bereits ein eingefahrenes Aquarium hat, kann den Start eines neuen Beckens erleichtern, indem er Filtermaterial oder einen Teil des Bodengrundes aus dem alten Aquarium übernimmt. Darin befinden sich bereits Millionen nützlicher Bakterien, die den Kreislauf im neuen Aquarium direkt starten. So kannst du oft schon am ersten Tag mit einem kleinen Fischbesatz beginnen.
Tipp: Für Anfänger ist das fischlose Einfahren immer die bessere Wahl. Es ist stressfreier, sicherer für die Tiere und du lernst dabei, die Wasserchemie deines Aquariums besser zu verstehen.
Poröses biologisches Filtermaterial wie Seachem Matrix bietet eine große Oberfläche für nitrifizierende Bakterien und sorgt für stabile Wasserwerte.
Der Stickstoffkreislauf beginnt bereits beim Einrichten eines neuen Aquariums. Wie du dein Aquarium Schritt für Schritt aufbaust und die Einlaufphase richtig startest, erkläre ich ausführlich in meinem Ratgeber: Aquarium Schritt für Schritt einrichten.
Was ist der Nitritpeak im Aquarium?
Während der Einfahrphase kommt es fast immer zu einem sogenannten Nitritpeak – einer Phase, in der der Nitritwert stark ansteigt, bevor er wieder abfällt.
Warum passiert das?
Zuerst entstehen Bakterien, die Ammoniak zu Nitrit abbauen (Nitrosomonas).
Die Bakterien, die Nitrit zu Nitrat verarbeiten (Nitrospira, Nitrobacter), sind noch nicht zahlreich genug.
Dadurch sammelt sich Nitrit im Wasser und der Wert „schießt nach oben“.
Das ist der Nitritpeak – der Moment, in dem der Kreislauf noch nicht vollständig stabil ist.
Wie erkennst du ihn?
Nitritwert steigt plötzlich stark an (über 0,2 mg/l ist kritisch).
Fische stehen träge an der Wasseroberfläche und schnappen nach Luft (sofern schon Fische eingesetzt sind).
In dieser Phase sollten auf keinen Fall Fische eingesetzt werden!
Hilfe! Der Nitritwert ist zu hoch – das kannst du tun
Wenn dein Nitritwert über 0,2 mg/l liegt, wird es gefährlich. Nitrit blockiert den Sauerstofftransport im Blut und die Fische bekommen Atemnot.
Sofortmaßnahmen bei hohem Nitritwert:
Schnellstmöglich großer Wasserwechsel (90 %).
Nicht füttern, um weitere Belastung zu vermeiden.
Starke Belüftung (Membranpumpe inkl. Sprudelstein) oder Filterauslass höher positionieren, um mehr Sauerstoff ins Wasser zu bringen.
Starterbakterien zugeben – sie helfen, den Kreislauf schneller zu stabilisieren.
Tipp: Verwende Tröpchentests um die Wasserwerte genau zu testen. Es gibt auch Streifentests, diese sind aber viel zu ungenau und du kannst damit nicht alle Werte messen.
Typische Anfängerfehler
Fehler
Problem
Lösung
Fische zu früh eingesetzt
Keine Bakterien → Nitrit-/Ammoniak steigt stark an
Tiere erst einsetzen, wenn Werte stabil sind
Zu viel Futter
Futterreste → Ammoniak steigt
Weniger füttern, Reste entfernen
Filter unter Leitungswasser gereinigt
Chlor tötet Bakterien
Nur im Aquariumwasser ausspülen
Alles gleichzeitig gereinigt
Bakterienbestand zerstört
Reinigung in Etappen
Ungeduld
Kreislauf braucht Zeit
4–8 Wochen einplanen
Fazit
Der Stickstoffkreislauf (Nitrifikationszyklus) im Aquarium ist das Herzstück jedes gesunden Aquariums. Er wandelt gefährliche Stoffe in harmlose Stoffe um und sorgt für stabile Wasserwerte.
Ohne ihn häufen sich Gifte an.
Mit ihm bleibt dein Aquarium stabil und deine Tiere gesund.
Mit Geduld, Starterbakterien und regelmäßigem Messen gelingt die Einfahrphase ganz leicht.
Ein stabiles biologisches Gleichgewicht braucht Zeit und Geduld.
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Fragen und Antworten
Das ist von Aquarium zu Aquarium unterschiedlich, aber in der Regel ist dein Aquarium nach 2-4 Wochen eingefahren.
Ja und das würde ich dir als Anfänger auch empfehlen. Warte ab, bis der Nitritpeak vorbei ist und setze dann erst nach und nach Fische und andere Tiere ein.
Messe regelmäßig die Wasserwerte in deinem Aquarium. Wichtig ist, dass der Nitritpeak vorbei ist. Der Nitritpeak tritt in der Einfahrphase auf. Dabei steigt der Nitritwert stark an und sinkt dann rasch auf 0. Sobald Nitrit nicht mehr nachweisbar ist, also den Wert 0 hat, ist dein Aquarium erfolgreich eingefahren.
Wenn deine Wasserwerte schlecht sind, hilft meist ein großer Wasserwechsel, weniger füttern und zusätzliche Starterbakterien. Miss die Werte regelmäßig, erhöhe die Sauerstoffzufuhr und reinige nie alles auf einmal, sonst störst du die nützlichen Bakterien im Aquarium.
Tobias Grüb
Über den Autor
Seit knapp 20 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Aquaristik und seit einiger Zeit auch mit dem Aquascaping und der Gestaltung von kleinen bepflanzten Terrarien und Gefäßen. Auf dieser Website teile ich meine bisher umgesetzten Projekte und gebe mein Wissen, sowie hilfreiche Tipps weiter. Vielleicht findest du ja hier die Inspiration, die du brauchst. Ergänzend zu dieser Website betreibe ich außerdem einen YouTube-Kanal.
Ein Außenfilter ist vor allem für größere Aquarien sehr gut geeignet.
Ein guter Aquarienfilter ist essenziell für ein stabiles Ökosystem im Aquarium. Er sorgt dafür, dass das Wasser sauber bleibt, Schadstoffe abgebaut werden und die Fische sowie Pflanzen gesund gedeihen können. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl verschiedener Aquarienfilter von unterschiedlichen Herstellern und Größen. Bei der Wahl des richtigen Filters kann dies leicht überfordernd wirken. In diesem Beitrag zeige ich dir, warum ein Filter so wichtig ist, welche Filtertypen es gibt und worauf man bei der Auswahl des Filters achten sollte.
Wenn du gerade dein erstes Aquarium planst, empfehle ich dir meinen Aquarium-Ratgeber für Anfänger, in dem ich alle wichtigen Grundlagen erkläre.
Warum ist ein Aquarienfilter wichtig?
Ein Filter übernimmt mehrere essenzielle Funktionen in einem Aquarium:
Mechanische Filterung: Entfernt grobe Schmutzpartikel wie Futterreste, Pflanzenreste oder Mulm aus dem Wasser.
Biologische Filterung: Baut durch hilfreiche Bakterien schädliche Stoffe wie Ammoniak und Nitrit ab. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist oder der Filter nicht optimal arbeitet, kann es zu Problemen wie einer Bakterienblüte und trübem Wasser kommen.
Chemische Filterung: Bindet unerwünschte Stoffe wie Medikamentenrückstände durch spezielle Filtermedien.
In der Praxis sind vor allem die mechanische und die biologische Filterung entscheidend für ein stabiles Aquarium. Während die mechanische Filterung für sichtbare Sauberkeit sorgt, übernimmt die biologische Filterung die eigentliche „unsichtbare“ Arbeit im Hintergrund. Erst das Zusammenspiel beider Funktionen sorgt für dauerhaft klares und gesundes Wasser. Ein Aquarium kann optisch sauber wirken – doch ohne funktionierende Bakterienkulturen im Filter ist das ökologische Gleichgewicht schnell gestört.
Außerdem sorgt ein Filter durch die Strömung und Wasserbewegung dafür, dass Nährstoffe im Aquarium gut verteilt werden und keine „toten“ Stellen entstehen, in denen sich unnötig viel Mulm oder Schmutz ansammelt. Das trägt wesentlich zu einer guten Wasserhygiene bei.
Ohne Filter würde die Wasserqualität schnell abnehmen, was Fische und Pflanzen schädigen kann. Ein Aquarium ohne Filter ist zwar grundsätzlich möglich, doch besonders für Anfänger und Einsteiger in der Aquaristik ist ein Aquarienfilter sehr empfehlenswert und sorgt langfristig für mehr Stabilität und weniger Probleme.
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Ein gut funktionierender Filter ist ein wichtiger Bestandteil jedes Aquariums. Wie du ein Aquarium von Anfang an richtig aufbaust und welche Technik dabei wichtig ist, erkläre ich ausführlich im Ratgeber: Aquarium Schritt für Schritt einrichten.
Welche Filtertypen gibt es?
Es gibt verschiedene Filtertypen, die sich je nach Aquariengröße und Anforderungen unterscheiden und sich für unterschiedlicher Aquarientypen unterschiedlich gut eignen.
Innenfilter
Innenfilter befinden sich innerhalb des Aquariums und sind besonders für kleine bis mittelgroße Becken geeignet. Sie sind einfach zu installieren und benötigen keine zusätzlichen Schläuche oder externe Technik. Allerdings nehmen Innenfilter viel Platz im Aquarium weg und bieten oft eine geringere Filterleistung, sowie ein kleineres Filtervolumen das für wichtige Filtermedien verwendet werden kann.
Nano-Eckfilter sind besonders gut für kleine Aquarien geeignet und meistens auch garnelensicher. Durch die Platzierung in einer Ecke des Aquariums nehmen sie auch wenig Platz weg.
Außenfilter
Außenfilter befinden sich außerhalb des Aquariums und werden mithilfe zusätzlicher Schläuche am Aquarium angeschlossen. Sie bieten eine sehr effiziente Filterleistung und sind ideal für größere Aquarien. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie das Gesamtbild des Aquariums nicht stören, da sie unsichtbar platziert werden können z.B. im Unterschrank und sie eine großes Filtervolumen und somit viel Platz für Filtermaterialien bieten.
Rucksackfilter (Hang-On-Filter)
Rucksackfilter sind eine Mischung aus Innen- und Außenfilter. Sie werden einfach am Rand des Aquariums eingehängt und benötigen wenig Platz im Becken. Hang-On-Filter sind Aquarienfilter die besonders für sehr kleine bis mittelgroße Aquarien eine gute Wahl sind. Diese Filter können allerdings nur bei offenen Aquarien betrieben werden, bzw. Aquarien, die mit einer Abdeckscheibe abgedeckt werden.
Welche Filtermaterialien gibt es?
Ein guter Filter braucht das richtige Filtermaterial. Hier sind die wichtigsten Filtermedien und ihre Funktionen:
Filterwatte: Entfernt feine Schwebstoffe und sorgt für klares Wasser.
Filterschwämme in unterschiedlichen Stärken: Bieten eine grobe mechanische Filterung und eine große Oberfläche für Bakterien.
Keramikröllchen: Fördern die Ansiedlung nützlicher Bakterien für die biologische Filterung.
Aktivkohle: Entfernt Schadstoffe und Medikamentenrückstände aus dem Wasser (nur temporär nutzen!).
Einweg- vs. dauerhafte Filtermedien Einige Filtermaterialien wirken nur zeitlich begrenzt und müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Dazu gehören beispielsweise Torf, Zeolith, Aktivkohle oder spezielle Phosphatentferner. Notiere dir am besten, wann du sie eingesetzt hast, und überprüfe die Wirkung regelmäßig mit geeigneten Wassertests.
Dauerhafte Filtermedien hingegen können über lange Zeit im Filter verbleiben und müssen lediglich in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Die Reinigung sollte idealerweise mit Aquarienwasser erfolgen, damit die nützlichen Bakterien nicht durch im Leitungswasser enthaltenes Chlor geschädigt werden.
Es gibt viele verschiedene Filtermedien die von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden.
Wie bestückt man den Filter richtig? Die besten und wichtigsten Filtermedien fürs Aquarium
Ein gut bestückter Filter setzt sich in der Regel aus folgender Reihenfolge der Filtermedien zusammen. Das Wasser aus dem Aquarium sollte im Filter zuerst die mechanische Filterung mit Filterschwämmen und zum Schluss, bevor das Wasser wieder ins Aquarium gelangt, ein feines Filtervlies oder Filterwatte, durchlaufen.
Mechanische Filterung (grober Filterschwamm) – entfernt grobe Schmutzpartikel aus dem Wasser.
Mechanische Filterung (feiner Filterschwamm) – entfernt übrig gebliebene Schmutzpartikel die zu klein für den groben Filterschwamm sind
Biologische Filterung (z. B. Keramikröllchen oder Bio-Filtermedien) – fördert den Abbau von Schadstoffen und bietet eine optimale Besiedlungsfläche für nützliche Bakterien.
Chemische Filterung (optional, z. B. Aktivkohle) – für spezielle Zwecke wie Medikamentenentfernung.
Mechanische Filterung (feines Filtervlies / Filterwatte) – entfernt feinste Trübungen bevor das Wasser wieder ins Aquarium gelangt, die beim durchlaufen aller Filtermedien übrig geblieben sind.
Ich persönlich betriebe mein Filter meistens nur mit Filterschwämmen (grobporig und feinporig), biologischem Filtermaterial wie Seachem Matrix und zum Schluss noch eine Schicht Filterwatte. Optional und je nach Bedarf kommt auch noch ein Säckchen Seachem Purigen dazu. Das ist ein synthetisches Adsorptionsmittel, das sehr schnell feinste Trübungen aus dem Aquarienwasser entfernt und für kristallklares Wasser sorgt. Eine chemische Filterung lasse ich immer komplett weg.
Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.
Welcher Aquariumfilter eignet sich für welche Aquariengröße?
Grundsätzlich lässt sich sagen, umso größer ein Aquarium ist, umso weniger sinnvoll ist die Verwendung von Hang-On Filtern oder Innenfiltern. Bei sehr großen Aquarien ist es sogar üblich mehrere Außenfilter gleichzeitig zu verwenden oder einen Außenfilter mit Innenfiltern zu ergänzen.
Die Wahl zwischen Innen- und Außenfilter hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Beckengröße, der Besatz und die persönlichen Vorlieben. Beide Filtertypen haben ihre Vor- und Nachteile.
Vorteile und Nachteile eines Innenfilters
Vorteile Innenfilter
Einfach zu installieren und zu reinigen
Günstiger in der Anschaffung
Keine zusätzlichen Schläuche oder externe Technik notwendig
Nachteile Innenfilter
Nimmt Platz im Aquarium weg
Meist geringere Filterleistung als ein Außenfilter
Sichtbar im Aquarium und kann das Gesamtbild stören
Vorteile und Nachteile eines Außenfilters
Vorteile Außenfilter
Hohe Filterleistung, ideal für größere Aquarien
Platzsparend, da Filter sich außerhalb des Aquariums befindet
wenig sichtbare Technik im Aquarium
Mehr Platz für nützliche Filtermedien
Nachteile Außenfilter
Teurer in der Anschaffung
Installation und Wartung meistens aufwendiger
Risiko von undichten Schlauchverbindungen und Anschlüssen
Ein Außenfilter hat viel Platz für wichtige Filtermedien. Hier kann sogar der Heizer im Filter versteckt werden. Somit hat man im Aquarium kaum sichtbare Technik.
Je nach Aquariengröße und individuellen Anforderungen kann also sowohl ein Innenfilter als auch ein Außenfilter die richtige Wahl sein.
Aquarienfilter im Überblick – sortiert nach Aquariengröße
Damit du einen kleinen Überblick an gängigen Aquarienfiltern für unterschiedliche Aquariengrößen bekommst, habe ich dir hier einmal ein paar bekannte und gut funktionierende Filter aufgelistet. Die meisten dieser Filter habe ich auch selbst schon verwendet oder verwende ich immer noch.
Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.
Wie groß sollte der Filter für mein Aquarium sein? Wie oft sollte das Wasser pro Stunden umgewälzt werden? Wie hoch sollte die Durchflussmenge des Filters sein?
Die Wahl der richtigen Filtergröße hängt von der Beckengröße und dem Besatz ab. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass der Filter das gesamte Aquarienvolumen mindestens 2-4 Mal pro Stunde umwälzen sollte. Dies gilt allerdings nur für ein klassisches Gesellschaftsaquarium. Bei einem Aquascape ist meist eine größere Filterleistung notwendig, da die Nährstoffe und CO2 im Aquarium optimal verteilt werden sollten und ich einem Aquascapes auch oftmals sehr viel Hardscape verwendet wird, was es schwerer macht, im gesamten Becken eine optimale Wasserzirtkulation zu erhalten. Hier kannst du dich an einer Umwälzung des 5- 10 fachen des Aquarieninhalts orientieren.
Beispiel: Bei einem 100-Liter-Aquarium sollte der Filter eine Durchflussmenge von mindestens 200 bis 400 Litern pro Stunde haben.
Bei stark besetzten Aquarien oder Aquarien mit vielen Pflanzen oder einem großen Aufbau an Steinen und Wurzeln kann eine höhere Umwälzung von 5-10 Mal pro Stunde vorteilhaft sein (dies ist vor allem bei Aquascapes der Fall).
Beachte dass die Strömung am Filter nicht zu stark eingestellt ist, da viele Fische wie z.B. Labyrinthfische eine schwächere Strömung bevorzugen. Die Strömung kann bei den meisten Filtern allerdings individuell am Auslass eingestellt werden.
In meinem 126 Liter Low-Budget Aquascape habe ich z. B. auch einen Innenfilter verwendet. Der Filter könnte zwar noch etwas größer sein und ein größeres Filtervolumen haben, da sich ein Aquarienfilter sobald er eine gewisse Zeit in Betrieb ist immer etwas zusetzt und die Filterleiostung dann abnimmt. Allerdings funktioniert das bisher noch ganz gut, weshalb ich den Filter noch nicht getauscht habe. Da ich bei diesem Aquarium im Unterschrank keinen Platz habe, kann ich dort leider keinen Außenfilter anschließen.
Kostenloser Aquarium-Einsteiger-Guide
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Muss ich die Filtermedien reinigen? Falls ja, wie oft?
Ja, die Reinigung der Filtermedien ist notwendig, um die Leistungsfähigkeit des Aquarienfilters zu erhalten und die Ansammlung von organischem Material zu vermeiden. Allerdings sollte man dabei vorsichtig vorgehen, um die nützlichen Bakterien nicht zu zerstören. Idealerweise reinigt man den Filter erst dann, wenn der Wasserdurchfluss sichtbar nachlässt.
Du kannst dich grob an folgendem Reinigungsintervall orientieren. Beachte jedoch, dass dieses von mehreren Faktoren abhängig ist (Filterleistung, Fischbesatz, Pflanzenmenge, Futtermenge usw.) und daher für jedes Aquarium individuell variieren kann:
Mechanische Filtermedien (z. B. Filterwatte, Schwämme): Alle 2-4 Wochen auswaschen, um groben Schmutz zu entfernen. Besitzt dein Filter einen Vorfilter, reicht es, nur diesen auszuwaschen.
Biologische Filtermedien (z. B. Keramikröllchen, Bio-Balls): Nur bei starker Verschmutzung leicht mit Aquarienwasser ausspülen, etwa alle 2-3 Monate.
Chemische Filtermedien (z. B. Aktivkohle): Nur temporär verwenden und nach 4-6 Wochen austauschen.
Viele Außenfilter wie dieser Oase Biomaster Thermo haben einen nützlichen Vorfilter, der eine einfache Reinigung ermöglicht.
💡 Wichtiger Hinweis zu Filterbakterien
Filterbakterien sind sehr sensibel und leben ausschließlich im sauerstoffreichen, fließenden Wasser. Wird der Aquarienfilter mehrere Stunden außer Betrieb gesetzt, etwa bei einer Reinigung, können viele dieser Bakterien absterben. Beim Neustart kann es dadurch zu einer zusätzlichen Belastung des Aquarienwassers kommen. Versuche daher, den Filter möglichst ohne lange Unterbrechungen zu betreiben und die Reinigung zügig sowie schonend durchzuführen.
Filtermedien sollten zudem nicht mit Leitungswasser gereinigt werden, da das enthaltene Chlor die nützlichen Bakterien schädigen kann. Verwende stattdessen immer Aquarienwasser. Fülle dazu etwas Aquariumwasser in einen Eimer und drücke Schwämme darin mehrmals vorsichtig aus. Biologisches Filtermaterial wie Keramikröllchen kann ebenfalls behutsam im Aquarienwasser ausgespült werden.
Reinige außerdem niemals alle Filtermedien gleichzeitig, um ausreichend Bakterienkulturen im System zu erhalten. Besitzt dein Filter beispielsweise zwei Schwämme, reinige zunächst nur einen davon. Beim nächsten Reinigungsintervall kannst du dann den anderen Schwamm säubern.
Fazit
Die Wahl des richtigen Aquarienfilters hängt von der Beckengröße, dem Besatz und den individuellen Anforderungen ab. Innenfilter und Rucksackfilter eignen sich meistens eher für kleinere Becken, während Außenfilter eine bessere Filterleistung für größere Aquarien bieten.
Die richtige Bestückung und Pflege des Filters sind entscheidend für ein stabiles und gesundes Aquarium. Ebenso wichtig für den Gesamteindruck deines Beckens ist die Wahl des richtigen Aquarienglases. In meinem Beitrag Floatglas vs. Weißglas – welches Aquarium ist besser? erfährst du die Unterschiede und worauf du achten solltest.
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Fragen und Antworten
Da im Filter wichtige Bakterien leben die für ein stabiles Ökosystem sorgen, muss der Filter 24 Stunden täglich durchlaufen. Umso länger ein Aquarienfilter ausgeschaltet ist z.B. bei der Reinigung umso mehr Bakterien sterben im Filter ab, da kein Wasserdurchfluss mehr zur Verfügung steht und sie dadurch nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden.
Die Filtermedien sollten gereinigt werden, sobald der Wasserdurchfluss sichtbar nachlässt.
Ein zu schwacher Aquarienfilter zeigt sich durch trübes Wasser, hohe Ammoniak und Nitritwerte, verstärktes Algenwachstum oder schlechten Wasserdurchfluss. Auch Sauerstoffmangel bei Fischen oder Krankheitssymptome können Hinweise sein. In diesem Fall solltest du prüfen, ob der Filter sich mit Schmutz zugesetzt hat (bei einem Außenfilter auch die Schläuche prüfen) und ggf. die Filtermedien reinigen. Die Durchflussmenge höher einstellen, falls das bei deinem Filter geht, oder auf ein leistungsstärkeres Modell umsteigen.
Ein Aquarium kann natürlich auch ohne einen Filter betrieben werden. Möglich ist das bei einem sehr geringen Fischbesatz und einer starken Bepflanzung. Allerdings ist das eher empfehlenswert wenn man schon etwas Erfahrung in der Aquaristik hat und ich würde es Anfängern nicht unbedingt empfehlen.
Tobias Grüb
Über den Autor
Seit knapp 20 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Aquaristik und seit einiger Zeit auch mit dem Aquascaping und der Gestaltung von kleinen bepflanzten Terrarien und Gefäßen. Auf dieser Website teile ich meine bisher umgesetzten Projekte und gebe mein Wissen, sowie hilfreiche Tipps weiter. Vielleicht findest du ja hier die Inspiration, die du brauchst. Ergänzend zu dieser Website betreibe ich außerdem einen YouTube-Kanal.