
Aquariumpflanzen richtig zu düngen ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein stabiles, algenarmes und optisch ansprechendes Aquarium. Egal ob klassisches Gesellschaftsaquarium, Naturaquarium oder Aquascape, ohne eine gezielte Nährstoffversorgung können selbst anspruchslose Aquarienpflanzen nicht dauerhaft gesund wachsen. In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du Wasserpflanzen optimal düngst, welche Düngearten es gibt, wie sinnvoll sie sind und welche Zielwerte du anstreben solltest.
Auch im Aquascaping spielt die richtige Düngung eine zentrale Rolle, selbst bei einfachen Setups wie einem pflegeleichten Aquascape ohne CO₂.
Warum ist das richtige Düngen von Aquariumpflanzen so wichtig?
Ein Aquarium bildet ein in sich geschlossenes Ökosystem, in dem Nährstoffe nur begrenzt verfügbar sind. Zwar gelangen durch Fischfutter und Ausscheidungen gewisse Mengen an Nährstoffen ins Wasser, diese reichen jedoch in den meisten Fällen nicht aus, um Aquariumpflanzen langfristig zu versorgen. Besonders in gut beleuchteten und stark bepflanzten Aquarien steigt der Nährstoffbedarf deutlich an.
Ein Mangel an wichtigen Pflanzennährstoffen führt nicht nur zu schlechtem Pflanzenwachstum, sondern begünstigt auch Algenprobleme. Gesunde Aquarienpflanzen konkurrieren erfolgreich mit Algen und tragen maßgeblich zur biologischen Stabilität des Aquariums bei.
Ohne richtige Düngung in einem Aquarium kann es zu folgenden Problemen kommen:
- Kümmerwuchs und langsames Wachstum
- Gelbe, glasige oder löchrige Blätter
- Vermehrtes Auftreten von Algen

Welche Nährstoffe brauchen Aquariumpflanzen?
Damit Aquarienpflanzen richtig wachsen können, benötigen sie eine ausgewogene Mischung aus Makro- und Mikronährstoffen. Beide Nährstoffgruppen sind essenziell und sollten im Aquarium immer in einem stabilen Verhältnis zueinander stehen.
Makronährstoffe – die Basis für kräftiges Wachstum
Makronährstoffe werden von Aquariumpflanzen in größeren Mengen aufgenommen und sind für den Aufbau von Pflanzengewebe unerlässlich. Ein dauerhaftes Ungleichgewicht wirkt sich schnell negativ auf das Pflanzenwachstum aus. Dabei ist es ganz egal ob es sich um ein Mangel oder Überschuss an Nährstoffen handelt.
- Stickstoff (Nitrat / NO₃) – fördert Blattwachstum und Vitalität
- Phosphor (Phosphat / PO₄) – wichtig für Energieversorgung und Zellteilung
- Kalium (K) – stärkt Zellwände und beugt Schäden vor
Ein Nitratmangel zeigt sich häufig durch blasse und gelbe Blätter. Dies tritt vor allem bei älteren Blättern auf. Bei einem Phosphatmangel zeigen die Pflanzen ein langsameres Wachstum und deutlich kleinere Triebspitzen. Während Kaliumdefizite oft Löcher oder Nekrosen (absterbendes Blattgewebe) verursachen.
Wie Nitrat im Aquarium entsteht, wie es abgebaut wird und warum stabile Werte so wichtig sind, wird im Artikel über den Stickstoffkreislauf im Aquarium ausführlich erklärt.
Mikronährstoffe – kleine Mengen, große Wirkung
Mikronährstoffe (Spurenelemente) werden zwar nur in sehr geringen Mengen benötigt, sind aber unverzichtbar für gesunde Aquariumpflanzen. Besonders Eisen spielt eine zentrale Rolle bei der Chlorophyllbildung und damit bei der Blattfärbung. Aber auch andere Spurenelemente, die die Wasserpflanzen für ein gesundes Wachstum in kleinen Mengen benötigen sind wichtig. Dazu zählen z.B.:
- Mangan
- Zink
- Kupfer
- Bor
Ein Eisenmangel im Aquarium äußert sich häufig durch helle, gelbliche neue Blätter bei gleichzeitig grünen Blattadern (Chlorose). Ein gezielt dosierter Eisen-Mikrodünger für Aquariumpflanzen kann helfen, diesen Mangel zuverlässig auszugleichen.

Welche Arten von Aquariendünger gibt es?
Nicht jeder Dünger ist für jedes Aquarium gleich gut geeignet. Je nach Bepflanzung, Bodengrund, Beleuchtung und Besatz kann eine andere Düngestrategie sinnvoll sein.
Flüssigdünger für Aquariumpflanzen
Flüssigdünger versorgen Wasserpflanzen direkt über das Wasser mit Nährstoffen. Sie sind besonders effektiv bei Stängelpflanzen, Moosen und Aufsitzerpflanzen, die ihre Nährstoffe hauptsächlich über die Blätter aufnehmen. Ein hochwertiger Flüssigdünger für Aquariumpflanzen unterstützt hier ein gesundes und gleichmäßiges Wachstum.
Vorteile von Flüssigdüngern:
- Sehr einfache Anwendung
- Schnelle Verfügbarkeit der Nährstoffe
- Ideal für regelmäßige Dosierung
Flüssigdünger sind die Grundlage jeder modernen Pflanzendüngung und sollten in fast keinem bepflanzten Aquarium fehlen.

Flüssigdünger für Aquariumpflanzen: Einzelkomponenten oder Kombidünger?
Flüssigdünger für Aquariumpflanzen gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: Einzelkomponenten-Dünger und Kombidünger wie sogenannte NPK-Dünger. Welche Variante besser geeignet ist, hängt stark vom Aquariumtyp, der Pflanzenmenge und den vorhandenen Wasserwerten ab.
Einzelkomponenten-Dünger – gezielte Nährstoffversorgung
Einzelkomponenten-Dünger enthalten jeweils nur einen bestimmten Nährstoff, zum Beispiel Nitrat, Phosphat, Kalium oder Eisen. Sie ermöglichen eine sehr präzise Anpassung der Düngung an die tatsächlichen Bedürfnisse der Aquariumpflanzen.
Typische Einzelkomponenten-Dünger:
- Nitratdünger (NO₃)
- Phosphatdünger (PO₄)
- Kaliumdünger (K)
- Eisendünger (Fe / Mikrodünger)
Vorteile von Einzelkomponentendünger:
- gezielte Dosierung einzelner Nährstoffe
- exakte Anpassung an gemessene Wasserwerte
- geringeres Risiko von Nährstoffüberschüssen
- bessere Kontrolle über das Pflanzenwachstum
- flexibel kombinierbar
Diese Form der Düngung eignet sich besonders für stark bepflanzte Aquarien und Aquascapes, in denen die Nährstoffwerte regelmäßig gemessen und gezielt korrigiert werden. Einzelkomponenten-Dünger für Aquarienpflanzen bieten hier maximale Kontrolle über die Nährstoffversorgung.

Ein Magnesiummangel zeigt sich häufig durch sehr helle Blätter bei weiterhin grün gefärbten Blattadern, insbesondere bei roten Stängelpflanzen. In diesem Fall kann eine gezielte Ergänzung mit einem Mikronährstoffdünger sinnvoll sein.
Kombidünger / NPK-Dünger – einfache Komplettlösung
Kombidünger, oft als NPK-Dünger bezeichnet, enthalten mehrere Makronährstoffe in einem festen Verhältnis. Sie sind besonders beliebt bei Einsteigern, da sie eine unkomplizierte Grundversorgung der Aquariumpflanzen ermöglichen.
Vorteile von NPK-Düngern:
- einfache und unkomplizierte Anwendung
- enthält mehrere wichtige Nährstoffe in einem Produkt
- geringer Mess- und Pflegeaufwand
- gute Grundversorgung für schwach bis normal bepflanzte Aquarien
- gleichmäßige Nährstoffzufuhr bei regelmäßiger Dosierung
- spart Zeit und reduziert die Anzahl benötigter Produkte
NPK-Dünger eignen sich besonders für schwach bis normal bepflanzte Aquarien, bei denen keine extremen Anforderungen an die Nährstoffversorgung bestehen.
Einzel- oder Kombidünger – was ist besser?
Ob Einzelkomponenten-Dünger oder Kombidünger besser geeignet sind, lässt sich nicht pauschal beantworten, da beide Systeme ihre Berechtigung haben. Kombidünger wie NPK-Dünger bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, Aquariumpflanzen mit mehreren wichtigen Nährstoffen gleichzeitig zu versorgen. Sie eignen sich besonders dann, wenn man die Düngung möglichst einfach halten möchte und den Pflegeaufwand gering halten will. In vielen Aquarien kann es sinnvoll sein, zunächst mit einem Kombidünger in niedriger Dosierung zu starten und das Pflanzenwachstum sowie die Wasserwerte zu beobachten.
Einzelkomponenten-Dünger ermöglichen dagegen eine deutlich gezieltere Steuerung der Nährstoffversorgung. Jeder Nährstoff kann unabhängig voneinander dosiert und an die tatsächlichen Wasserwerte angepasst werden. Diese Form der Düngung bietet vor allem in stark bepflanzten Aquarien, Aquascapes oder bei empfindlichen Pflanzen den Vorteil, Nährstoffmängel oder Überschüsse präzise ausgleichen zu können.
Grundsätzlich gilt: Wer eine einfache und zeitsparende Lösung sucht, kann mit einem Kombidünger gute Ergebnisse erzielen. Wer hingegen maximale Kontrolle über das Pflanzenwachstum und die Nährstoffverhältnisse im Aquarium wünscht, profitiert langfristig von Einzelkomponenten-Düngern.
Übersicht: Welche Aquariendünger eignen sich für welchen Zweck?
Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.Bodendünger & Düngekugeln
Viele Pflanzen im Aquarium sind sogenannte Wurzelzehrer und nehmen einen Großteil ihrer Nährstoffe über das Wurzelsystem auf. In diesen Fällen reicht eine reine Düngung über die Wassersäule oft nicht aus.
Entscheidend ist dabei auch der verwendete Aquarium Bodengrund, da nährstoffarme Substrate wie Kies zusätzliche Wurzeldüngung erforderlich machen.
Besonders geeignet für:
- Echinodorus
- Cryptocorynen
- Lotus-Arten
Düngekugeln oder -tabletten werden gezielt in den Bodengrund, am besten direkt unter den Wurzelballen der Pflanze gedrückt. Dadurch werden die Pflanzen über mehrere Wochen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Düngekugeln für Aquariumpflanzen sind besonders für stark wurzelnde Arten wie Echinodorus geeignet.

CO₂-Düngung – der Wachstumsmotor im Aquarium
Ohne ausreichende CO₂-Versorgung können Aquariumpflanzen selbst bei optimaler Düngung und Beleuchtung nicht ihr volles Potenzial entfalten. Warum CO₂ für das Pflanzenwachstum so entscheidend ist und wann eine CO₂-Anlage sinnvoll ist, erfährst du im ausführlichen Ratgeber zu CO₂ im Aquarium.
Eine CO₂-Düngung sorgt für:
- Schnelleres Wachstum
- Kräftigere Farben
- Weniger Algen durch bessere Konkurrenz
CO₂ ist in jedem Aquarium in einer gewissen Menge vorhanden. Diese Menge reicht allerdings bei stark bepflanzten Aquarien oder Aquascapes meist nicht aus, weshalb zusätzliches CO₂ über eine geeignete CO₂-Anlage ins Becken eingebracht wird. Zur Kontrolle eignet sich ein CO₂-Dauertest fürs Aquarium.
Wer bewusst auf eine CO₂-Anlage verzichten möchte, sollte gezielt auf robuste Arten setzen. Eine Auswahl geeigneter Arten findest du im Beitrag über pflegeleichte Aquariumpflanzen ohne CO₂.
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Wie nehmen Aquariumpflanzen Nährstoffe auf? – Düngung nach Pflanzentyp
Nicht alle Aquariumpflanzen nehmen Nährstoffe auf die gleiche Weise auf. Je nach Pflanzenart erfolgt die Nährstoffaufnahme hauptsächlich über die Wassersäule, über die Wurzeln oder über beide Wege gleichzeitig. Wer Aquariumpflanzen richtig düngen möchte, sollte daher unbedingt wissen, welche Pflanzen welche Düngemethode bevorzugen.
Eine an den Pflanzentyp angepasste Düngung sorgt für besseres Wachstum, kräftigere Farben und verhindert unnötige Über- oder Unterdüngung.
Stängelpflanzen – Nährstoffaufnahme über die Wassersäule
Stängelpflanzen gehören zu den am schnellsten wachsenden Aquariumpflanzen und nehmen den Großteil ihrer Nährstoffe direkt über die Blätter aus dem Wasser auf. Sie reagieren besonders gut auf eine regelmäßige Flüssigdüngung und ausreichende CO₂-Versorgung.
Typische Stängelpflanzen:
- Rotala
- Ludwigia
- Hygrophila
- Limnophila
- Cabomba
Empfohlene Düngung:
- Regelmäßiger Flüssigdünger (Mikro- & Makronährstoffe) entweder täglich oder wöchentlich
- Stabile CO₂-Düngung
- Gleichmäßige Nährstoffwerte

Rosettenpflanzen & Wurzelzehrer – Nährstoffaufnahme über die Wurzeln
Rosettenpflanzen und stark wurzelnde Arten nehmen den Großteil ihrer Nährstoffe über den Bodengrund und den Wurzelballen auf. Eine reine Flüssigdüngung reicht hier oft nicht aus, vor allem bei nährstoffarmem Bodengrund wie Kies.
Typische Wurzelzehrer:
- Echinodorus (Schwertpflanzen)
- Cryptocorynen
- Vallisnerien
- Tigerlotus (Nymphaea)
Empfohlene Düngung:
- Düngekugeln oder Düngetabletten direkt an die Wurzeln
- Nährstoffreicher Bodengrund oder Soil
- Ergänzend leichte Flüssigdüngung
Aufsitzerpflanzen – Nährstoffaufnahme fast ausschließlich über das Wasser
Aufsitzerpflanzen besitzen kein klassisches Wurzelsystem zur Nährstoffaufnahme. Ihre Haftwurzeln dienen lediglich der Befestigung auf Wurzeln oder Steinen. Die komplette Nährstoffversorgung erfolgt über die Wassersäule.
Typische Aufsitzerpflanzen:
- Anubias
- Javafarn (Microsorum)
- Bucephalandra
- Moose (z. B. Javamoos, Christmas Moss)
Empfohlene Düngung:
- Regelmäßige Flüssigdüngung
- Keine Düngekugeln notwendig
- Mäßige Beleuchtung, um Algen zu vermeiden, da diese Pflanzen meist sehr langsam wachsen
Schwimmpflanzen – schnelle Nährstoffaufnahme aus dem Wasser
Schwimmpflanzen nehmen Nährstoffe extrem schnell direkt aus der Wassersäule auf und sind daher hervorragende Nährstoffzehrer. Sie können bei hoher Nährstoffverfügbarkeit sehr schnell wachsen und sogar Nitratüberschüsse effektiv reduzieren.
Typische Schwimmpflanzen:
- Froschbiss
- Muschelblume
- Wasserlinse
- Salvinia

Besonders für Einsteiger eignen sich robuste Arten, wie sie im Überblick zu pflegeleichten Schwimmpflanzen fürs Aquarium vorgestellt werden.
Bodendecker – kombinierte Nährstoffaufnahme
Viele Bodendecker nehmen Nährstoffe sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter auf. Besonders im Aquascaping profitieren sie von nährstoffreichem Bodengrund wie Soil und einer Flüssigdüngung.
Typische Bodendecker:
- Hemianthus callitrichoides (HC Cuba)
- Glossostigma elatinoides
- Eleocharis-Arten
Empfohlene Düngung:
- Aktiver Soil oder nährstoffreicher Bodengrund
- Flüssigdünger und CO₂
- Hohe Lichtintensität

Die richtige Düngung hängt von der Pflanzenart ab
Nicht jede Wasserpflanze wird gleich gedüngt. Während Stängelpflanzen und Aufsitzerpflanzen hauptsächlich von Flüssigdünger profitieren, benötigen Wurzelzehrer wie Echinodorus zwingend eine Nährstoffversorgung über den Bodengrund. Wer seine Düngung an die Nährstoffaufnahme der Pflanzen anpasst, erzielt deutlich bessere Ergebnisse und vermeidet Algenprobleme.
Aquariumpflanzen richtig düngen – Schritt-für-Schritt
1. Wasserwerte regelmäßig messen
Nur wer seine Wasserwerte kennt, kann Aquariumpflanzen gezielt und sicher düngen. Besonders Nitrat, Phosphat und Eisen sollten regelmäßig mit einem passenden Testset oder mithilfe von einzelnen Tröpfchentests für Nitrat, Phosphat und Eisen kontrolliert werden.
2. Den passenden Dünger auswählen
Die Auswahl des richtigen Düngers hängt stark von der Bepflanzung und dem Aquariumstyp ab. Während in schwach bepflanzten Aquarien oft ein Komplettdünger bzw. Kombinationsdünger ausreicht, benötigen stark bepflanzte Becken zusätzlich Makronährstoffe und CO₂. Um gezielt einzelne Werte zu düngen, empfiehlt sich daher die Düngung per Einzelkomponenten.
3. Regelmäßig und angepasst düngen
Eine gleichmäßige Nährstoffversorgung ist wichtiger als große Düngemengen auf einmal. Kleine, regelmäßige Dosierungen, entweder täglich oder wöchentlich sorgen für stabile Nährstoffwerte und minimieren das Risiko von Algenproblemen. So sind die Wasserpflanzen immer konstant mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
Zielwerte für Aquarienpflanzen
Empfohlene Nährstoffwerte im Aquarium
| Nährstoff | Schwach bepflanztes Aquarium | Stark bepflanztes Aquarium / Aquascape |
|---|---|---|
| Nitrat (NO₃) | 10–20 mg/l | 15–25 mg/l |
| Phosphat (PO₄) | 0,1–0,3 mg/l | 0,5–1,5 mg/l |
| Kalium (K) | 5–10 mg/l | 5–10 mg/l |
| Eisen (Fe) | 0,05–0,2 mg/l | 0,1–0,5 mg/l |
| CO₂ | 10–20 mg/l | 20–30 mg/l |
| Beleuchtung | 9–12 Std. | 6–9 Std. (25–50 Lumen pro Liter) |
Diese Zielwerte dienen als grobe Orientierung und sollten je nach Pflanzenart und Becken individuell angepasst werden.
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Häufige Fehler beim Düngen von Aquarienpflanzen
Probleme mit Aquarienpflanzen entstehen häufig nicht durch zu wenig Dünger, sondern durch eine falsche oder unausgewogene Düngung. Gerade Anfänger unterschätzen oft, wie eng Licht, CO₂ und Nährstoffe miteinander zusammenhängen.
Zu den typischen Fehlern gehören:
- Überdüngung ohne regelmäßige Wasserwechsel, wodurch sich Nährstoffe im Becken anreichern
- Zu starke Beleuchtung bei gleichzeitigem Nährstoffmangel, was das Algenwachstum fördert
- Verzicht auf CO₂-Düngung trotz hoher Lichtleistung, wodurch Pflanzen nicht optimal wachsen können
- Düngen ohne Kontrolle der Wasserwerte, sodass Defizite oder Überschüsse unbemerkt bleiben
Ein dauerhaftes Ungleichgewicht aus Licht, Nährstoffen und CO₂ begünstigt nicht nur schlechtes Pflanzenwachstum, sondern führt häufig auch zu Algenproblemen wie Fadenalgen im Aquarium.
Eine ausgewogene Düngestrategie berücksichtigt immer Beleuchtung, CO₂-Versorgung und regelmäßige Wasserwechsel, statt sich ausschließlich auf die Zugabe von Dünger zu verlassen. Um Nährstoffüberschüsse rechtzeitig zu erkennen, empfiehlt sich außerdem die regelmäßige Kontrolle mit einem Wassertest-Set für Aquariumpflanzen.
Düngung und Beleuchtung – ein sensibles Gleichgewicht
Je stärker die Beleuchtung, desto höher ist der Nährstoffbedarf der Aquarienpflanzen. Wird dieses Gleichgewicht nicht eingehalten, entstehen schnell Algenprobleme. Eine angepasste Düngung ist daher immer abhängig von Lichtstärke und Beleuchtungsdauer.
Eine gleichmäßige Beleuchtungsdauer ist entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum und stabile Nährstoffverhältnisse. Eine hilft dabei, feste Beleuchtungszeiten einzuhalten und Schwankungen zu vermeiden.
Wie oft sollte man Wasserpflanzen düngen?
Wie häufig Aquarienpflanzen gedüngt werden sollten, hängt stark vom jeweiligen Aquarium ab. Entscheidend sind unter anderem die Beleuchtungsstärke, die Bepflanzung, der Besatz sowie die CO₂-Versorgung.
In vielen bepflanzten Aquarien hat sich eine regelmäßige Grunddüngung bewährt. Um Pflanzen konstant mit den wichtigsten Nährstoffen zu versorgen, kann diese entweder wöchentlich oder, besonders bei stark bepflanzten Becken, in kleineren Mengen täglich erfolgen.
Gerade für Anfänger ist eine einfache und kontrollierbare Vorgehensweise sinnvoll:
- Wöchentlicher Wasserwechsel von etwa 30–50 %, um überschüssige Nährstoffe zu entfernen
- Flüssigdünger nach Herstellerangabe oder leicht darunter, am besten mit einer geringeren Menge starten und diese bei Bedarf schrittweise erhöhen
- Zusätzliche Düngekugeln oder Bodendünger, insbesondere bei stark wurzelnden Pflanzen wie Echinodorus oder Cryptocorynen
Fazit: Aquariumpflanzen richtig düngen zahlt sich aus
Wer Aquariumpflanzen richtig düngt, wird mit gesundem Wachstum, kräftigen Farben und einem stabilen Aquarium belohnt. Die Kombination aus passendem Dünger, kontrollierten Wasserwerten, ausreichendem Licht und CO₂ ist der Schlüssel zum Erfolg – egal ob Einsteiger oder erfahrener Aquarianer.
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